Seelsorge, Psychotherapie (HPG) & Traumaberatung Heike und Andreas Timmler


Juni 01, 2011

Der Glanz auf Moses Gesicht

Heute morgen las ich im 2. Buch Mose von der Begebenheit, wo Gott seinen Bund mit Mose und dem Volk Israel erneuert (Kap. 34). Ich habe mir die Situation so vorgestellt, wie Mose nach seinen traurigen Erlebnissen mit dem goldenen Kalb und der Abtrünnigkeit seines Volkes erneut aufbricht, um 40 Tage unter Fasten (er aß und trank nichts!) alleine in Gottes Gegenwart zu treten, erneut seine Gebote aufzuschreiben und für sein Volk zu beten. Diese 40 Tage haben Mose total verändert. Er erlebt Gott live und in Farbe, muss sich aber von der Herrlichkeit und Heiligkeit Gottes abwenden bzw. sein Gesicht bedecken. Was muss Mose erlebt haben, was muss er gedacht haben. Wahnsinn, Gott so nahe sein zu dürfen und IHN zu erleben. Für mich ist alleine der Gedanke daran „Gänsehaut pur“.

Und dann habe ich mir vorgestellt, wie Mose nach 40 Tagen ohne etwas zu Essen oder zu trinken wohl augesehen haben muss. Wahrscheinlich abgemagert, ausgedürrt, einfach nur fertig. Aber wie sah die Realität aus? In Vers 29 steht: „Als Mose mit den beiden Tafeln in der Hand vom Berg Sinai herabstieg, lag ein Glanz auf seinem Gesicht, denn er hatte mit dem Herrn gesprochen; Mose selbst merkte nichts davon.“ Und in Vers 30: „Aaron und die anderen Israeliten aber sahen sein leuchtendes Gesicht und fürchteten sich, in seine Nähe zu kommen.“ Ist das nicht irre? Wie viel mehr bewirken 40 Tage in der Gegenwart Gottes als Essen und Trinken? Mose selbst merkte davon nichts, aber seine Umgebung sah und spürte, dass Mose etwas Großartiges erlebt haben musste.

Ich habe mich dann gefragt, wie ich diesen beeindruckenden Text für mich lebendig machen kann und was Gott mir mit diesem Text sagen möchte. Ich hatte den Eindruck, dass Gott mir deutlich machen möchte, dass er auch mein Gesicht zum Strahlen bringen kann und dass er es möchte, dass meine Umgebung registriert, dass ich ein tiefes Erlebnis mit dem König der Könige und dem Herrn der Herren, meinem Papa im Himmel gehabt habe. Ich bin überzeut, dass mich die gemeinsame Zeit mit Gott verändern wird, denn ER ist derselbe, gestern (zu Moses Zeiten), heute (in meiner Zeit) und in alle Ewigkeit.

Lieber Herr, lass mich für diese tiefe Gemeinschaft mit Dir bereit sein, trotz mancher Dinge, die vielleicht nicht so schön sind und die nicht so rund laufen. Lass mich Deine Gegenwart spüren und erleben und lass mich ähnlich wie Mose so verändert werde, dass man mir Deine Liebe, Deine Freundlichkeit, Deine Güte ansieht.

Schreibe einen Kommentar

%d Bloggern gefällt das: