Seelsorge, Psychotherapie (HPG) & Traumaberatung Heike und Andreas Timmler


April 26, 2012

Gott erleben? Gott hören? Gott spüren? Und dann???

Gerade las ich im 2. Buch Chronika und mir fielen einige Verse sehr ins Auge:

  • Da kam der Geist Gottes über Asarja, den Sohn Odeds. (2. Chron. 15,1)
  • Der Herr ist so lange bei euch, wie ihr ihm treu bleibt! Wenn ihr ihn sucht, wird er sich finden lassen… (2. Chron. 15,2)
  • Die Augen des Herrn blicken über die ganze Erde, um die zu stärken, deren Herzen ganz ihm gehören. (2. Chron. 16,9)
  • So wahr der Herr lebt, ich werde nur sagen, was mein Gott zu mir redet. (2. Chron. 18,13

Bei dem ersten Vers handelt es sich um die Aussage des Propheten Asarjas an den König Asa. Dieser war durch diese Zusage so ermutigt, dass er religiöse Reformen anstieß und ein riesiges Opferfest feierte. Gottes Belohnung dafür war eine 35-jährige Friedenszeit. Die zweite Aussage kam ebenfalls von einem Seher, sein Name war Hanani. Er musste Asa daran erinnern, dass es gut ist, sein Herz auf Gott auszurichten, IHN mit ganzem Herzen und mit aller Kraft zu lieben. Das hatte Asa nämlich im 36. Jahr seiner Regierung nicht getan und er hatte auf die Stimme Arams  gehört anstatt auf die Stimme Gottes. Die Folge seines Handelns war der Ausbruch eines Krieges. Er ließ den Propheten in den Knast sperren und sein Volk begann er zu unterdrücken. Letztlich starb er im 39. Jahr seiner Regierung und es wird berichtet, dass er am Ende seines Lebens mit seiner Krankheit Hilfe bei Ärzten anstatt bei Gott suchte. Ich habe mich beim Lesen gefragt, was ich mit diesen Kapiteln heute anfangen kann. Damals sprach Gott direkt zu den Menschen und er schickte auch damals seinen Geist zu den Menschen, wie es der erste Vers von Kapitel 15 zeigt. Außerdem gab es Propheten, die prophetische Aussagen trafen. Und heute? Hat sich Gott verändert? Hat Gott irgendwann das Reden zu uns Menschen aufgehört? Oder möchte er vielleicht sogar gar nicht mehr mit uns kommunizieren? Gut, dass es nicht so ist, sondern dass Gott sich niemals ändert! Gott redet auch heute zu uns, sei es durch seinen heiligen Geist, der in mir wohnt, wenn ich Gott mein Leben übergeben und ihm die Kontrolle darüber abgegeben habe. Er schenkt auch heute noch die Gabe der prophetischen Rede und er redet auch heute noch direkt. Wow, was habe ich für einen coolen Gott, der es liebt, mit mir zu kommunizieren. Danke dafür!

Ich habe mich beim Lesen aber auch gefragt, warum es für manche (viele?) nicht erlebbar ist, Gottes Stimme zu hören, mit ihm zu kommunizieren. Vielleicht bietet der Vers in 2. Chronika 15,2 die Antwort? Ich sage auch nicht, dass ich seine Stimme immer und zu jeder Zeit vernehme. Es gibt so viele Stimmen in unserem Leben, die uns beeinflussen möchten, uns „raten“ möchten, uns „Freund“ sein möchten… Trotzdem ist es wichtig, an die Erlebbarkeit Gottes zu glauben, darauf zu vertrauen, dass es Gott auch heute möglich ist, mit uns zu kommunizieren. Mit dieser Bereitschaft im Herzen und mit dem Entschluss, Gott zu suchen, IHN zu lieben mit aller Kraft, mit ganzem Herzen und mit dem Verstand wird dazu führen, dass Gott erlebbar wird. Er selbst möchte ganz sicher, dass wir seine Stimme vernehmen weil er es liebt, zu kommunizieren. Bin ich dazu bereit?

Mein Entschluss steht fest. Ich möchte mit Gott kommunizieren und ich tue es mit wachsender Begeisterung. Auch ich möchte wie es in 2. Chron. 18,13 heisst „das reden, was Gott zu mir redet“. Mein Gebet ist, das ich die Stimmen echt unterscheiden kann und ich mich nicht beeinflussen lasse von den vielen Stimmen, die auf mich einprasseln. Und wenn es darum geht, Stellung zu beziehen, dann möchte ich auch das reden, was Gott zu mir gesagt hat.

Gerade werde ich wieder an den Vers in Johannes 14,12 erinnert in dem es heisst, dass wir dieselben Dinge tun werden, die Jesus tat und sogar noch größere Dinge tun werden. Schließt das nicht auch das Hören von Gottes Stimme und das Erleben seiner Realität mit ein???

Danke heiliger Geist, dass Du in mir wohnst und mir den Zugang zum Vaterherz Gottes immer mehr öffnest. Danke Vater, dass Du sprichst, auch heute in meinen Alltag.

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