Seelsorge, Psychotherapie (HPG) & Traumaberatung Heike und Andreas Timmler


November 11, 2013

Brennend im Geist

…lautet das Motto einer Bibelschule, deren Arbeit und deren Feuer für Gottes Sache ich sehr schätze. Ich hoffe, dass ich nicht in Konflikt komme, wenn ich die Überschrift meines BLOG-Eintrags mit gleichem Wortlaut nutze 😉 …

„Brennend im Geist“ war auch die Überschrift der Predigt von Dirk W. gestern und es ging darum, brennend im Geist zu leben, es ging um das Feuer, das Gott in uns hineingelegt hat und das darauf wartet, einen Flächenbrand zu entzünden. Mal ehrlich: Was oder wer ist der heilige Geist für mich oder für Dich? Ist er eine ominöse Gestalt, von der Du vielleicht kopfmäßig weisst, dass sie existiert, sie aber noch nie wirklich gespürt hast? Oder ist der heilige Geist für dich sogar etwas Gefährliches, Angst einflößendes? Etwas, das Du nicht packen kannst oder nicht packen möchtest? Welche Lügen über den heiligen Geist sind Dir zu Ohren gekommen, vielleicht sogar von den Kanzeln unserer Kirchen und Gemeinden? Ich befürchte, die Realität des heiligen Geistes wird in unserem Land viel zu oft ignoriert, die Kraft dieses riesengroßen Geschenkes viel zu oft verleugnet und unsere Vollmacht in Jesu Namen viel zu oft kleingeredet. Wir sind (wenn ich da richtig liege) dreifacher Fußball-Weltmeister, aber ich befürchte, wir sind der größte Weltmeister im Unterdrücken der Kraft Gottes und im Diskutieren über Dinge, die für die Ewigkeit so irrelevant sind wie ein umgefallener Sack Reis in China. Wen interessiert es in der Ewigkeit, ob die (Kirchen-)musik laut oder leise war, ob der Bühnenscheinwerfer weißes oder gelbes Licht geworfen hat? Welchen Wert für die Ewigkeit haben jahrelange Diskussionen über theologische  Ansichten, die man biblisch so oder so auslegen kann? Für mich ist das eine unglaubliche List Satans, uns mit solchen Dingen lahm zu legen, damit wir als Christen ja nicht auf die Idee kommen, uns um die Menschen zu kümmern, die geradeaus in eine Ewigkeit laufen, die von der Abwesenheit Gottes (sprich: Hölle) geprägt ist.

Gestern in der Predigt ist mir das noch einmal so bewusst geworden, wie viele Millionen von Menschen alleine in Deutschland verloren gehen. Die Bibel sagt klar, dass Gott treu ist und Sünde vergibt, wenn wir unsere Sünde bekennen (1. Joh. 1,9). Der Umkehrschluss ist aber auch klar: Gott vergibt Sünde nicht, wenn sie nicht bekannt wird. Wissen dass unsere Mitmenschen? Konkret:

  • Weiss das Deine Familie?
  • Weiss das Dein Partner?
  • Wissen das Deine Freunde?
  • Wissen das Deine Kollegen und Nachbarn?

Wenn Du das gerade liest: Du bist jetzt und in diesem Moment angesprochen und ich frage Dich noch einmal: Wer aus Deinem Umfeld weiss, dass er oder sie ohne Gott verloren geht? Was empfindest Du bei dem Gedanken daran? Was macht die Vorstellung mit Dir, dass die Menschen, die Dir lieb und wichtig sind und die Gott nicht kennen, eine üble Zukunftsperspektive haben? Für mich verliert bei dem Gedanken daran jede Diskussion  um Traditionen, um geschmackliche Fragen des Gottesdienstes und um christliche Programme komplett an Wert. Eigentlich gibt es sogar nur zwei Fragen, die es zu beantworten gilt:

  1. Dient das, was ich oder meine Kirche/Gemeinde tue, dazu, dass Gott groß gemacht wird, dass er bekannt wird und dass seine Genialität gesehen wird?
  2. Dient das, was ich oder meine Kirche/Gemeinde tue, dazu, dass Menschen gerettet werden?

Alle anderen Fragen werden angesichts der Ewigkeit verblassen. Was heisst das für mich? Wenn grünes Licht hilft, Gott groß zu machen, dann lasst uns grünes Licht nutzen. Wenn leise Musik hilft, Menschen in Gottes Gegenwart zu führen, dann lasst uns leise Musik machen. Wenn Tanz und Jubel Gott präsentieren, dann lasst uns tanzen, springen und jubeln. Aber lasst uns aufhören zu diskutieren, lasst uns unsere Geschmäcker ganz hinten anstellen und nur Gott in den Vordergrund und Mittelpunkt stellen.

Ich entscheide mich, nicht mehr zu diskutieren sondern mich zu öffnen für das Wirken des heiligen Geistes. Und selbst dazu brauche ich ganz dringend den heiligen Geist. Hört sich vielleicht paradox an, ist aber so. Nur ER kann mich vor Satans List bewahren, nur ER kann meinen Blick auf Gott ausrichten, ER möchte mich an das Vaterherz Gottes bringen, ER möchte mir helfen, Gott zu präsentieren, ER möchte in mir ein Feuer entfachen, das nicht zu löschen ist und das von Menschen, die Gott brauchen, gesehen wird. ER wird in uns eine Liebe entfachen, die Menschen nicht kalt lassen wird.

Gott, lass Dein Feuer auf mich und uns fallen und entzünde in mir und in uns einen Flächenbrand. Ich brauche Dich, meine Mitmenschen brauchen Dich, unsere Städte und Deutschland brauchen Dich.

Der Text dieses genialen Liedes ist mein Gebet, für mich, für Dich und für unsere Kirchen und Gemeinden in Deutschland:

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