Seelsorge, Psychotherapie (HPG) & Traumaberatung Heike und Andreas Timmler


Februar 04, 2014

Heute schon geglaubt?

Warum glaube ich eigentlich das, was ich glaube? Woher weiss ich, dass Gott real ist und dass mein Glaube nicht nur ein Ergebnis meiner Gedankenwelt ist? Gibt es Gott wirklich? Das sind Gedanken, die absolut ihre Berechtigung haben. Was, wenn das alles wirklich nur Gedanken sind und ich vielleicht Sonntag für Sonntag meine Zeit im Gottesdienst verbringe, obwohl ich auch noch gut ausschlafen könnte? Was, wenn Glaube einfach nicht stimmt? Wenn es Gott gar nicht gibt? Wenn Du das jetzt liest und Du keine Beziehung zu Gott hast, dann sage ich Dir, dass ich Dich verstehen kann. Glaube kann man nicht beweisen, das schließt das Wort „Glaube“ ja auch schon aus. Die Bibel sagt folgendes über den Glauben:

Er (der Glaube) ist ein Rechnen mit der Erfüllung dessen, worauf man hofft, ein Überzeugtsein von der Wirklichkeit unsichtbarer Dinge.

Ich kann und möchte Glauben nicht beweisen, aber ich lade Dich ein, Glauben zu testen, Beziehung mit dem Unsichtbaren aufzubauen und zu leben. Wenn ich mir einige Personen der Bibel ansehe, dann sehe ich, dass Gott zu einem radikalen und risikobereiten Glauben steht und diesen belohnt.

Ich denke an Noah, der glaubte, dass diese Flut wirklich kommen und alles Leben vernichten würde. Er fing an, auf trockenem Land dieses riesige Schiff zu bauen. Was werden seine Mitmenschen gedacht und gesagt haben? „Glaubst Du das wirklich? Du bist doch verrückt! Jetzt dreht er aber ab…. “ Noah glaubte Gott, er glaubte an das Unsichtbare, das, was kommen würde und er handelte! Und was ist Gottes Belohnung? Er rettet Noah, seine Familie und die Tiere.

Ich denke an die israelitischen Soldaten, die glauben, dass das siebenmalige Umwandern der Stadt Jericho die Mauern wirklich zum Einsturz bringen würden. Wie lächerlich muss das für so manchen ausgesehen haben? Wie viel Spott müssen sie über sich haben ergehen lassen? Aber Gott steht zu seinem Wort. Die Soldaten haben es geglaubt und gehandelt und Gott segnete den Glauben mit dem Fall Jerichos.

Ich denke an einen ausgestreckten Stab über dem Meer. Wie crazy ist das denn? Wie kann man glauben, dass wenn man seinen Stab über dem Meer ausstreckt, sich dieses zerteilt und man trockenen Fusses durch das Meer hindurchgehen kann? Wie viel Glauben braucht das? Aber Mose hat diesen Glauben, er handelt und streckt seinen Stab über dem Meer aus und das Meer zerteilt sich vor Ihm. Gott steht zu einem radikalen und risikobereiten Glauben!

Ich denke an die Frau, die seit Jahren an Blutfluss litt und die mit ihrem Glauben Jesu Kleid berührte und geheilt wurde. Was hat sie getan? Sie hat geglaubt, sie war bereit ein Risiko einzugehen und sie handelte. Und Gott segnete diese Frau mit Heilung.

Hat sich an unserem Glauben heute etwas verändert? Hat sich Gott etwa verändert? Steht er heute nicht mehr zu einem risikobereiten und radikalen Glauben? Gott ist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit. Das bedeutet, dass sich auch das nicht geändert hat. Wenn Gott unseren Glauben herausfordert und mir sagt, dass ich zu den Menschen gehen soll und dieselben Dinge wie er tun soll, dann kostet mich das extrem viel Glauben. Es fordert meine Risikobereitschaft dermaßen, dass ich durchaus auch Angst bekommen könnte. Dann kommen bei mir so Fragen wie: Was, wenn das nicht klappt… oder was denken die Leute?

Was, wenn Gott mir aufträgt, für einen kranken Menschen zu beten, damit er gesund wird? Dann wird mein Glaube gefordert, meine Risikobereitschaft getestet. Folge ich der Angst und unternehme nichts oder gehe ich das Risiko ein, glaube radikal und handele? Gottes Hilfe ist nah und sie ist immer erreichbar. Ich glaube, dass sie aber nur demjenigen zuteil wird, der sie sucht, sie ergreift und handelt. Heilung setzt dann ein, wenn wir uns nach ihr ausstrecken, wenn wir sie suchen, wenn wir einen Schritt im Glauben auf Gott zumachen. Wunder geschehen dann, wenn wir unsere Logik beiseite legen und im Glauben handeln. Gottes Größe wird dann sichtbar, wenn wir die vielen „Was, wenn….“ beiseite legen und handeln, das hat er jedenfalls versprochen:

Nahe ist der Herr denen, die zu ihm rufen, allen, die ihn aufrichtig anrufen. Er erfüllt das Sehnen und Wünschen derer, die Ehrfurcht vor ihm haben; er hört, wenn sie um Hilfe schreien, und rettet sie. (Ps. 145, 18-19)

Ich persönlich entscheide mich zu glauben, fest darauf zu vertrauen, dass Gott Glauben belohnt und er zu seinem Wort steht. Machst Du mit?

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