Seelsorge, Psychotherapie (HPG) & Traumaberatung Heike und Andreas Timmler


März 12, 2014

Warum ich Worship liebe

Worship ist für manche Christen ein rotes Tuch, andere hört man sehr viel und begeistert davon reden. Für manche ist Worship ein echter Aufreger, für Andere eine eher lästige Begleiterscheinung evangelikaler oder pfingstlerischer Gemeinschaften, wiederum Andere können und möchten nicht auf Worship verzichten. Persönlich ist Worship (oder auch Anbetung) ein elementarer Bestandteil meiner Beziehung zu Gott. Im Worship kann ich eintauchen in die Gegenwart Gottes, kann ich Gott begegnen, seine Nähe und Gegenwart spüren und genießen. Aber Worship ist nicht gleich Worship.

Ich glaube, wenn Worship lediglich ein Programmbestandteil eines Gottesdienstes ist, dann wird es eben auch nur ein Programmbestandteil bleiben. Ich werde dann eben nicht bewusst in die Gegenwart Gottes eintauchen, werde Gott nicht wirklich begegnen, werde auch nicht seine Nähe und Gegenwart spüren und genießen. Ich werde vielleicht ein Programm erleben, durchaus auch Lieder singen, nicht aber in die Tiefe gehen können. Um in Gottes Gegenwart einzutauchen braucht es mehr als ein Programm, es braucht Zeit, Ruhe und vor allem die Bereitschaft, Gott wirklich zu begegnen. Ich möchte keine coolen, lauten, flippigen Lieder singen, ich möchte von der Oberfläche (und damit meine ich Beschreibungen wie cool, laut, flippig) in die wirkliche Tiefe gelangen (und damit meine ich das Bewusstsein von Gottes realer Gegenwart).

Ist denn Worship oder Anbetung nur eine Erfindung der heutigen Zeit? Wenn ich mir Beschreibungen der Bibel ansehe, welche Tiefe wirklich erreicht werden kann, dann kann ich nur staunen und stelle für mich fest, dass ich mich genau nach dieser Tiefe ausstrecke. In 1. Könige 18 lese ich Folgendes:

Da ließ der Herr Feuer herabfallen und setzte das Opferfleisch, das Holz, die Steine und die Erde in Brand und trocknete sogar den Graben aus. Als das Volk das sah, warfen die Menschen sich zu Boden und riefen: »Der Herr ist Gott! Der Herr ist Gott!«

Das ist echte Tiefe, oder? Gott zeigt sich, in dem er Feuer vom Himmel fallen lässt und die Menschen erkennen, dass Gott Herr ist. Oder ich denke an Mose, der vom Berg herunterstieg und dessen Gesicht strahlte, weil er die Herrlichkeit Gottes gesehen hatte. Oder Jesaja, der sich die Lippen verbrennt als der Tempel erschüttert wird und voller Rauch ist, nachdem die Seraphin sich gegenseitig zugerufen haben:

»Heilig, heilig, heilig ist der Herr, der Allmächtige! Die Erde ist von seiner Herrlichkeit erfüllt!« (Jesaja 6)

Oder die Priester, die ihren Dienst im Tempel nicht mehr verrichten konnten, weil eine Wolke von Gottes Herrlichkeit den Raum erfüllte, nachdem der Tempel wieder eingeweiht wurde und die Bundeslade ihren Platz dort einnahm (2. Chron. 5).

OK, das alles war das alte Testament, aber was schreibt Paulus in 1. Kor. 14? Paulus fordert dazu auf, in die Tiefe zu gehen, prophetisch zu reden, uns nach den Geistesgaben auszustrecken. Mit welchem Sinn und Zweck? Dass Menschen (Nicht-Christen) sich vor Gott niederwerfen, ihn anbeten und erkennen, dass Gott Herr ist und gegenwärtig ist.

Das ist der tiefe Sinn für Worship. Gut, dass die Bibel davon so oft berichtet. Gut, dass die Bibel nicht von Gottesdienstprogrammen berichtet sondern uns auffordert, uns nach Gottes Geist auszustrecken. Ich bin überzeugt, dass jeder in diese Tiefe eintauchen kann, wenn er oder sie einfach mal den Käfig des Vorbehaltes öffnen und sich ganz schlicht nach Gottes Geist ausstrecken würde, das Herz öffnen würde für das Wirken des Geistes und es nicht als Bedrohung ansehen würde. Was könnte Gott uns dann alles klar machen, wenn wir nicht unseren persönlichen Geschmack, sondern eine große Erwartung an Gott in den Vordergrund stellen würden. Wie viel mehr können wir erleben und … das ist die gute Botschaft… Es ist noch nicht zu spät, das zu erleben, was Gott Dir und mir geben möchte, eben nicht nur Lieder sondern echte und tiefe Anbetung.

Ich liebe diese Zeiten der Anbetung und freue mich auf das Wirken Gottes.

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