Seelsorge, Psychotherapie (HPG) & Traumaberatung Heike und Andreas Timmler


Februar 21, 2014

MYP – da bewegt sich was in NRW

Seit 2012 dürfen wir mit „Pro-Junior e. V.“ den Jugendgottesdienst MYP-Public veranstalten. Am letzten Samstag wurde der neunte Gottesdienst im Zentrum für Kirche und Kultur in Gevelsberg gefeiert. Rund 750 Jugendliche und junge Erwachsene erlebten einen ganz besonderen Abend in der Gegenwart Gottes.

Wenn ich über diesen Abend nachdenke, dann bin ich davon überzeugt, dass Gott etwas Großes mit unserer Region vorhat. Da gibt es so eine Sehnsucht nach mehr, da ist eine „heilige Unzufriedenheit“ über das, was in so manchem Glaubensleben passiert (nämlich nicht besonders viel) und die Jugendlichen und jungen Erwachsenen dürfen Stück für Stück erleben, dass Gott eben deutlich mehr aus ihrem Leben machen möchte, mehr das Leben mit ihnen teilen möchte und ihnen mehr Gotteserfahrungen schenken möchte.

Ich sehe eine Generation heranwachsen, die sich nach diesem „mehr“ ausstreckt, die von Gott ganz konkrete, große Dinge erwartet, die mit Gott an ihrer Seite ihren Glauben sehr bewusst leben möchten und sich nicht mehr (wie ich früher) für ihren Glauben schämen, im Gegenteil, sie wissen, was sie mit Gott an ihrer Seite haben und sind stolz darauf.

Persönlich bin ich so froh, mit dieser Generation gehen zu dürfen, auch wenn ich schon die 40 passiert habe. Auch ich möchte mich nicht auf dem Hier und Jetzt ausruhen, ich erwarte noch deutlich mehr als das bisher Erlebte. Ich sehe, dass die bisherige Halle des MYP bald nicht mehr ausreicht, ich sehe, dass wir zusammen mit anderen (Jugend-)Gottesdiensten zusammen in Einheit Gottes Namen groß machen und dass die großen Hallen und Stadien bald nicht mehr ausschließlich für Sportveranstaltungen genutzt, sondern in ihnen Gott gefeiert und sein Name geehrt wird. Jeder soll sehen, wie gut unser Gott ist und dass er seinen Segen über die Menschen in unserem Land ausschütten möchte. Ich sehe Gemeinden, die mit Leidenschaft Gott nachfolgen, in denen Menschen sein dürfen, wie sie sind, in denen wertschätzend miteinander umgegangen wird, in denen Menschen sich nach mehr von Gott ausstrecken und auch erleben.

Neues hat begonnen, davon bin ich überzeugt. Ich bin gespannt auf das, was Gott vorbereitet hat und uns sehen lassen möchte. Morgen zum Beispiel werden Tausende in der Porsche-Arena Stuttgart Gott feiern, Sonntag Abend wird der nächte B.A.S.E.-Jugendgottesdienst in der Essigfabrik in Köln stattfinden, überall wird Gott geehrt. Die Bibel sagt in Matthäus 24:

Die Botschaft vom Reich Gottes wird in der ganzen Welt verkündet werden, damit alle Völker sie hören.

Auch das sind die Zeichen dafür, dass Jesus bald wiederkommt, worauf ich mich sehr freue.

Hier einige Eindrücke des Abends:

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MYP

Februar 12, 2014

Voller Erwartung

Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit der Frage, ob die in der Apostelgeschichte beschriebenen Wunder und Geistesgaben auch heute noch real sein können, oder ob diese irgendwann in der Kirchengeschichte ein Ende gefunden haben. Auslöser für diese Überlegungen war der Besuch eines Seminares für den Heilungsdienst, zu dem ich (zugegeben mit einer sehr kritischen Einstellung) gefahren bin. Auf diesem Seminar wurden die biblischen Grundlagen für den Heilungsdienst erklärt und anschließend konnten kranke Menschen für sich beten lassen. Bis zu diesem Zeitpunkt war ich immer noch sehr kritisch, auch wenn mir die biblischen Grundlagen klar geworden sind. Was ich dann erleben durfte war, dass es sehr wohl auch heute noch Wunder Gottes gibt, z. B. Spontanheilungen, Dinge die menschlicher Logik und dem Verstand widersprechen.

Ich frage mich, warum diese göttlichen Dinge so rar geworden sind, besonders hier in unserer westlichen Welt, wo Verstand, wissenschaftliche Erkenntnisse, Logik groß geschrieben werden. Warum sind diese Dinge in armen Ländern auch heute noch an der Tagesordnung und wie kommt es, dass Menschen, die sich nach übernatürlichen Dingen ausstrecken, sich danach sehnen, göttliche Dinge zu erleben, diese auch wirklich erleben dürfen? Noch vor zwei Jahren hätte ich diesen Text sicher nicht geschrieben, aber heute traue ich mich, weil ich weiss, dass Gott derselbe ist und dass er uns sogar beauftragt, die Dinge zu tun, die er getan hat. Diesen Auftrag hat er zeitlich nicht befristet. Manche Kritiker meinen, dass diese Geistegaben mit Fertigstellung der Bibel aufgehört haben. Diesen Kritikern muss ich sagen, dass das nicht stimmt. Ich habe es mit eigenen Augen erleben dürfen, dass Gott auch heute auf übernatürliche Weise heilt. Aber woran liegt es wirklich?

In Sprüche 27,7 steht ein markanter Satz: „Wer satt ist, dem schmeckt auch der Honig nach nichts, dem Hungrigen aber schmeckt sogar bittere Speise süß.“ Was hat dieser Satz mit der oben genannten Frage zu tun? Ich glaube, dass wir hier in Deutschland und der westlichen Welt einfach viel zu satt sind, satt von Luxus, satt von Gottesdiensten, wo kaum jemand das Wirken des heiligen Geistes mehr erwartet, satt von viel zu viel Lehre ohne praktische Umsetzung des Gelehrten, satt von vielen, vielen Dingen, die uns oberflächlich gesehen das Leben leicht machen, tiefer gekratzt aber bedeuten, dass wir das wirkliche geistliche Leben in seiner ganzen Tiefe heute gar nicht mehr erleben. Als Honig würde ich das praktische Wirken Gottes bezeichnen, sei es dadurch, dass ER jemanden einfach ganz neu berührt, dass eine Person eine Begegnung mit Gott hat, dass jemand Gottes Stimme hört oder einen Eindruck hat, dass Menschen auf nicht logische Weise geheilt werden, all diese Dinge sind wie Honig, weil sie mehr von dem zeigen, wie Gott wirklich ist. Wenn wir satt sind, dann schmecken wir diesen Honig leider nicht.

Aber was kann ich daran ändern? Wie kann ich diesen Honig wieder schmecken? Ich bin überzeugt, dass das Geheimnis gar nicht so schwer ist. Strecke Dich mehr und mehr nach dem Übernatürlichen aus, erwarte mehr von Gott, sag ihm, dass Du diesen Honig schmecken möchtest, dass Du mehr in der erlebbaren Gegenwart Gottes leben möchtest. Das sind Gebete, die Gott ernst nehmen und nicht überhören wird. Ich denke an Hanna in 1. Samuel 1. Dort kann man solch ein Ausstrecken nach dem Übernatürlichen nachlesen. Hanna konnte keine Kinder bekommen aber sie wusste, dass Gott es trotzdem schenken kann. Und so streckte sie sich nach dem Größeren, nach dem Übernatürlichen aus. Und so sah das Ausstrecken ganz praktisch aus:

Eines Tages, nachdem sie in Silo gegessen und getrunken hatten, ging Hanna zum Heiligtum des Herrn. Dort saß der Priester Eli am Platz neben dem Eingang. Hanna war ganz in ihren Kummer versunken und weinte bitterlich, während sie zum Herrn flehte. Sie legte ein Gelübde ab: »Allmächtiger Herr, wenn du mein Leid siehst und an mich denkst und mich nicht vergisst und mir einen Sohn schenkst, dann will ich ihn dir, Herr, geben. Sein ganzes Leben lang soll sein Haar niemals geschnitten werden.« Eli beobachtete sie, während sie lange Zeit zum Herrn betete. Er sah, dass ihre Lippen sich bewegten, aber er hörte nichts, weil Hanna nur im Stillen für sich betete. Er dachte deshalb, sie habe getrunken. »Musstest du betrunken hierher kommen?«, wollte er wissen. »Werde erst einmal wieder nüchtern!« »Nein, Herr!« antwortete sie. »Ich bin nicht betrunken! Aber ich bin sehr traurig und habe dem Herrn mein Herz ausgeschüttet. Denk nicht, dass ich eine schlechte Frau bin! Ich habe aus großem Kummer und Leid gebetet.« »Dann geh in Frieden«, sagte Eli, »der Gott Israels wird dir deine Bitte, die du hast, erfüllen.« »Lass mich Gunst in deinen Augen finden!«, rief sie. Dann ging sie zurück und fing wieder an zu essen und sie war nicht mehr traurig. Am nächsten Morgen stand die ganze Familie früh auf und ging, den Herrn noch einmal anzubeten. Dann kehrten sie heim nach Rama. Als Elkana mit Hanna schlief, erhörte der Herr ihre Bitte. Sie wurde schwanger und brachte, als es so weit war, einen Sohn zur Welt. Sie nannte ihn Samuel, denn sie sagte: »Ich habe ihn vom Herrn erbeten.«

Das ist ja so eine krasse Geschichte, oder? Hanna geht erst einmal dahin, wo sie Gott vermutet, sie sucht seine Nähe und streckt sich nach dem Unlogischen, nach dem Größeren, nach Gott selbst aus. In seiner Nähe fleht sie Gott an und muss sogar Spott über sich ergehen lassen. Doch sie ist sich sicher, dass der einzige Ort, wo Hilfe möglich ist, der Ort in Gottes Nähe ist, an dem sie sich gerade befindet. Die erste Auswirkung dieses Gebetes ist, dass sie nicht mehr traurig ist. Die Belohnung für diesen Glauben, für dieses Ausstrecken nach Gott ist, dass Hanna einen Sohn bekommt.

Vielleicht möchtest Du Dich auch nach mehr ausstrecken, vielleicht ahnst Du auch, dass es mehr gibt, als wir in den allermeisten Kirchen und Gemeinden erleben, vielleicht traust Du Gott auch heute noch mehr zu, als Du bisher erlebt hast. Dann möchte ich Dir Mut machen, Dich danach auszustrecken, da zu sein, wo Gott versprochen hat, auch zu sein. Erwarte mehr von Gott und sage es ihm, dass Du mehr erwartest. Vielleicht wirkt das in Deinem Umfeld dann komisch, vielleicht hörst Du auch Sätze wie Hanna sie gehört hat und man sagt Dir nach, dass Du jetzt vielleicht abgehoben seist, ein geistlicher Überflieger oder andere Wörter… Lass Dich von diesen Dingen nicht beeindrucken, Gott hat definitv mehr für Dich, für Dein Leben, für deine Umgebung. Gebe Dich nicht mit weniger als mit der ganzen Fülle Gottes zufrieden, suche Dir Menschen, die zusammen mit Dir Gottes Wirken erleben möchten, ganz real, ganz praktisch, ohne wenn und aber. Denn: Gott ist derselbe, gestern, heute und in alle Ewigkeit. Was kann in Deutschland geschehen, wenn immer mehr Christen diese tiefe Sehnsucht in ihrem Leben verspüren und sich danach ausstrecken, Gott zu begegnen und in seinem Namen Wunder zu tun? Was, wenn wir nicht mehr so satt wären und wieder anfangen würden, den Honig zu genießen? In Deutschland würde eine große Erweckung geschehen und Gott würde geehrt!

Diese große Erwartung habe ich auch für den MYP-Jugendgottesdienst am kommenden Samstag in Gevelsberg. Ich erwarte, dass Gott da ist, ich erwarte, dass Gott Menschen berührt, dass sie vor ihm auf die Knie gehen und IHM ihr Leben geben, ich erwarte, dass Menschen geheilt werden, geheilt von Krankheiten aber auch geheilt von Verletzungen, ich erwarte Wunder Gottes an diesem Abend.

Sei gesegnet!

Januar 28, 2014

2014 – The best is yet to come

Über einen Monat habe ich diesen Blog nicht mehr aktualisiert, für mich eine ganz schön lange Zeit. In der Zwischenzeit ist so viel geschehen, wir durften Weihnachten feiern, einen tollen Jahreswechsel erleben, unser Sohn hat für 2014 ein größeres Ereignis angekündigt, wir durften mit lieben Freunden eine geniale Zeit in der Schweiz verbringen, wir haben eine geniale NoW (Night of Worship) mit der Outbreakband erlebt, ich hatte Zeit, einige gute Bücher zu lesen und – das freut uns ganz besonders – wir konnten zusammen mit Gott anfangen, ein neues Kapitel zu schreiben, ein Kapitel, das uns in den nächsten Monaten und Jahren sicher viel begleiten wird und worauf wir uns sehr freuen. Im Moment gibt es dazu noch gar nicht so viel zu sagen außer, dass wir schon erleben dürfen, wie Gott dieses Kapitel schon längst vorgeschrieben hat und uns Schrit für Schritt anfängt mitzuteilen, welche Pläne er hat. Mehr dazu wird sicherlich in den nächsten Wochen auch hier zu lesen sein.

Zwei Verse hat Gott uns für dieses neue Kapitel besonders wichtig gemacht. Sie lauten:

Nicht durch Gewalt und Kraft wird es geschehen, sondern durch meinen Geist´, spricht der Herr, der Allmächtige. `Wer bist du, großer Berg, vor Serubbabel? Du wirst zur Ebene werden! Dann wird Serubbabel den Schlussstein einsetzen, und das Volk wird jubeln: Er sei gesegnet!

Zunächst aber freuen wir uns jetzt auf den ersten MYP in 2014 am 15. Februar in Gevelsberg. Gestern waren wir als MYP-Team zusammen, um Gott unsere großen Erwartungen an den Abend zu bringen und um seinen Segen, sein Wirken zu erbitten. Es macht so viel Spaß, mit diesem Team Reich Gottes zu bauen, mehr von seiner Gegenwart auch im Alltag zu erwarten und Gott zu feiern, gestern Abend unplugged, am 15. Februar dann plugged 🙂

Mia Friesen wird ein sehr spannendes und wichtiges Thema mitbringen. Sei dabei und erlebe einen Abend in der Gegenwart Gottes!

2014 – The best is yet to come!!!

Dezember 13, 2013

Kirche bauen? Ein bisschen „verrückt“ muss man da schon sein…

Seit einigen Jahren beschäftige ich mich immer wieder mit der Frage, was es heisst, Kirche zu bauen, Gemeinde zu bauen. Besonders angesprochen hat mich dabei das so genannte „Vater-Unser“, wo mir viele Dinge auch in Bezug auf Gemeindegründung und -bau aufgefallen sind. Jesus selbst lehrt seinen Jüngern das Beten und er sagt, dass wir beten sollen

„Vater unser im Himmel, geheiligt werde Dein Name, Dein Reich komme, Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden“.

Alleine der Anfang dieses „Vater-Unsers“ hat so viel Aussagekraft, wie wir Gemeinde leben sollen, was in Kirchen geschehen soll. Zuerst kommt die klare Ausrichtung auf Gott, in dem ich Gott direkt anspreche mit den beiden Worten „Vater unser…“. Im zweiten Satz geht es darum, den Namen Gottes groß zu machen, seinem Namen Ehre zu geben:

„geheiligt werde Dein Name“.

Im dritten Satz geht es darum, dass wir unser Denken auf Gottes Reich ausrichten:

„Dein Reich komme, wie im Himmel, so auf Erden“

Was ist denn sein Reich? Sein Reich ist ein ewiges Friedensreich, wo eine Umgebung der absoluten Liebe sein wird, wo es keinen Schmerz, keine Krankheit, keinen Neid geben wird. Darauf sollen wir uns ausrichten und dieses Reich sollen wir als Christen schon hier auf die Erde bringen. Wenn das nicht möglich wäre, hätte Jesus uns nicht geleert, so zu beten. Wenn ich mir alleine diese ersten drei Sätze ansehe und das auf Kirchen und Gemeinden übertrage, dann stelle ich mir diese Fragen:

  • Wie geschieht diese klare Ausrichtung auf Gott?
  • Wie wird sein Name geheiligt und groß gemacht?
  • wie richtet sich die Kirche / die Gemeinde auf sein Reich aus? Wie können Menschen in unseren Kirchen ein Gefühl davon bekommen, wie sich Gottes Reich „anfühlt“?

Das alles sind Fragen, die mich immer wieder herausfordern, die mir aber auch Mut machen, eingefahrene Denkmuster einmal beiseite zu legen und darüber nachzudenken, wie es vielleicht auch gehen kann, eben so, wie es schon das „Vater-unser“ lehrt.

Wenn ich mir die Gründer von Kirchen und Gemeinden ansehe, die in den letzten Jahrzehnten neue Gemeinden gegründet haben, die Relevanz haben in ihrem Umfeld, in ihren Städten und in denen Menschen zu Gott finden (was für mich Indikator für Gemeinde nach Gottes Plan ist), dann stelle ich fest, dass diese Gemeindegründer irgendwie auf den ersten Blick schon ein bisschen „verrückt“ waren und ganz spezielle Chraktereigenschaften besaßen. Ich denke da z. B. an Leo Bigger, an Brian und Bobbie Houston, an John Wimber, an einen Freund der aktuell in Hamburg Gemeinde baut und an viele weitere. Interessanterweise finden sich die Charaktere dieser Gemeindegründer und Gemeindebauer auch bei biblischen Personen  wieder. Was macht einen Gemeindegründer aus? Was sind hervorstechende Charaktereigenschaften?

Da sehe ich zum Beispiel einen Noah, der – aus Sicht seiner Nachbarn, Freunde usw. – schon ziemlich verrückt war. Gott sprach zu ihm, er solle eine Arche bauen und was macht er? Er baut eine Arche, ein gewaltiges Schiff mitten auf dem Land! Das ist verrückt! Noah wusste auch nicht wie er ein Boot bauen soll, er ließ es sich aber von Gott sagen. Was er aber wusste, dass er Gott vertrauen kann, trotz aller „Für-Verrückt-Erklärungen“ seiner Umgebung. Der Charakter hier ist also ein wenig Verrücktheit. Auf Gemeindegründung bezogen sehen diese Personen Fähigkeiten und Gaben in Menschen, die vielleicht noch nicht mal etwas mit Gott zu tun haben und die sie vielleicht später einmal  zum Bau der Kirche oder Gemeinde einbringen können. Oder sie sehen ein Gebäude und in Gedanken
finden dort schon längst Gottesdienste statt.

Oder da wird in der Bibel von Nehemia berichtet, der schon etwas arrogant daher gekommen sein muss wenn er den Mut hatte zu glauben, dass eine bunt gemischte Gruppe von Menschen in eine erstklassige Bautruppe verwandelt werden kann, die eine massive Stadtmauer, die über 70 Jahre in Ruinen lag, innerhalb von Wochen wieder aufbauen können soll. Auf Gemeindegründung bezogen: Wenn ich die vorhandenen Kirchen- und Gemeinden in Deutschland sehe mit all ihren vielen Gebäuden, deren Leben aber oftmals immer mehr erlischt und wo immer mehr Gebäude leer stehen und wo vielleicht schon viele Leiter und Pastoren verschiedene Anläufe zur Wiederbelebung gestartet haben… da braucht es schon ein wenig Arroganz wie Nehemia zu sagen „das schaffe ich mit Gottes Hilfe“.

Kaleb ist ein zielstrebiger und entschlossener Mann gewesen. Als er 85 Jahre alt ist geht er zu seinem langjährigen Freund Josua und sagt:

„Denke daran, was der Herr in Kadesch-Barnea zu Mose, dem Gottesmann, über dich und mich sagte. Ich war 40 Jahre alt, als mich Mose, der Diener des Herrn, von Kadesch-Barnea aus losschickte, um das Land zu erkunden. Ich kehrte zurück und lieferte ihm aus vollster Überzeugung einen positiven Bericht, doch meine Brüder, die mit mir gegangen waren, machten dem Volk Angst und nahmen ihm den Mut. Ich für mein Teil folgte ganz dem Herrn, meinem Gott. Deshalb versprach mir Mose damals mit einem Eid: `Das Land, das du betreten hast, wird für immer der Erbteil deiner Familie sein, denn du bis dem Herrn, meinem Gott, ganz gefolgt.´ Der Herr hat mich bis jetzt am Leben erhalten, wie er es versprochen hat. Vor 45 Jahren gab er Mose während der Wüstenwanderung Israels diese Zusage für mich. Heute bin ich 85 Jahre alt. Ich bin immer noch so stark wie damals, als Mose mich auf Kundschaft schickte, und ich bin heute noch rüstig und genauso gut im Kampf wie damals. Deshalb bitte ich dich, mir das Bergland zu geben, das der Herr mir an diesem Tag versprochen hat. Du wirst dich erinnern: damals kundschafteten wir aus, dass dort die Anakiter in großen, befestigen Städten leben. Doch wenn der Herr mit mir ist, werde ich sie aus dem Land vertreiben, wie der Herr gesagt hat.«

Gemeindegründer sind entschlossen, haben ein Ziel vor Augen und haben Mühe, das kleine Wörtchen „Nein“ in manchen Dingen als endgültige Entscheidung anzusehen. Wenn Ehrenamtliche z. B. „Nein“ sagen, verstehen Leiter oder Gemeindegründer „OK, die Vision ist noch nicht so klar geworden“. Wenn Gemeindegründer von ihren Nachbarn ein „Nein“ auf die Einladung zum Gottesdienst bekommen, hören sie „OK, noch nicht“.

Gemeindegründer verstehen etwas vom Feiern. Matthäus richtet eine Party aus als er erfährt, dass Jesus der langersehnte Messias ist. Er baut in diesem Moment keine Kirche, er geht nicht zum Pastor und er schreibt auch keine Gedichte. Matthäus feiert eine Party. Und wenn ich mir die Gästeliste ansehe, dann muss es da recht laut zugegangen sein. Er feierte nämlich mit Zöllnern und Sündern. Gemeindegründer haben die Zöllner und Sünder im Blick und tun sich auch nicht schwer damit, eine fette Party zu schmeißen, eine Party so richtig mit Licht und mit Musik, eine Party, wo viel gelacht und getanzt wird. Gemeinde bauen und Partys feiern können durchaus Hand in Hand gehen, wenn Menschen mit der rettenden Botschaft erreicht und wie bei Matthäus zu Jesus geführt werden.

David führte ein Heer von Außenseitern an. „David und seine starken Helden“ könnte der Titel eines gewaltigen Film-Epos lauten. Sofort würden uns Bilder von gesitteten, muskelbepackten Soldaten durch den Kopf laufen, die in totaler Ergebenheit an ihren König bis zum letzten Atemzug kämpfen. Aber das sind nich Davids starke Helden, wie sie die Bibel beschreibt. In 1. Samuel 22 steht Folgendes:

„Und noch weitere kamen: Männer, die in Not waren, sich verschuldet hatten oder verbittert waren. Schließlich war David der Anführer von etwa 400 Mann.“

Davids Helden waren unzufriedene, von der Umgebung vielleicht sogar als wertlos angesehene Menschen. Wie sehen die Helden in unseren Kirchen und Gemeinden aus? David stieß diese Menschen nicht zurück. Haben ehemalige Drogenabhängige, Arbeitslose, oder als Versager oder Außenseiter verschriehene Menschen eine Chance, auch leitende Aufgaben in der Kirche zu bekommen? Trauen wir Ihnen etwas zu? Gemeindebauer und Gemeindegründer sehen mehr, nämlich das, was Gott in den Menschen gelegt hat, auch wenn es noch nicht für jeden offensichtlich ist und fördern dieses Gute.

Petrus war auch ein krasser Typ. Als er Eliah und Moses begegnet meint er, direkt an Ort und Stelle ein Hotel bauen zu müssen. Als Jesus ihn in die Geheimnisse der Fusswaschung einweiht, möchte er direkt ein ganzes Bad. Als Jesus Petrus sagt, dass alle ihn verlassen würden entgegnet Petrus, dass er immer zu ihm stehen würde und das ihm das niemals passiert. Petrus steigt mitten auf dem See bei Wellengang aus dem Boot aus und läuft über das Wasser, er haut dem Malchus ein Ohr ab und er weint sich die Augen aus dem Kopf, als er die Tiefe und Bedeutung seines Verrates an Jesus begreift. Alles, was Petrus tut, tut er mit Leidenschaft. Gemeindegründer leiten mit Leidenschaft, sie hören auf ihr Herz. Sie sind tief betroffen, wenn sie von einer zerbrochenen Ehe hören, sie feiern Bekehrungen und Taufen mit großen Festen, sie können nicht anders, als ihrer Umgebung von Gott zu erzählen.

Eine weitere Charaktereigenschaft von Menschen, die neue Gemeinden pflanzen ist Hartnäckigkeit. Paulus ist ein unglaubliches Beispiel dafür. Die Bibel zeigt das in 2. Korinther 11 sehr eindrücklich. Paulus sagt dort:

„Ich weiß, dass ich wie ein Verrückter klinge, aber ich habe ihm weit mehr gedient! Ich habe härter gearbeitet, wurde öfter ins Gefängnis geworfen, mehr geschlagen und war immer wieder in Lebensgefahr. Fünfmal haben die Juden mir neununddreißig Hiebe verabreicht. Dreimal wurde ich ausgepeitscht. Einmal wurde ich gesteinigt. Ich habe drei Schiffbrüche überlebt. Einmal verbrachte ich eine ganze Nacht und einen Tag auf dem Meer treibend. Ich habe viele beschwerliche Reisen unternommen und war unzählige Male in großer Gefahr: ob durch Flüsse oder durch Räuber, ob durch mein eigenes jüdisches Volk oder durch Nichtjuden, ob in Städten, in der Einöde oder auf stürmischer See oder durch Leute, die sich als Anhänger von Christus ausgaben, es aber nicht waren. Ich habe Erschöpfung und Schmerzen und schlaflose Nächte kennen gelernt. Oft litt ich Hunger und Durst und habe gefastet. Oft habe ich vor Kälte gezittert und hatte nichts, um mich warm zu halten. Und als wäre das alles noch nicht genug, lebe ich dazu noch täglich in Sorge um das Wohlergehen der Gemeinden“.

Paulus war ein krasser Gemeindegründer, dessen Hartnäckigkeit ihm half, sich selbst immer wieder zu verändern und seine Arbeit an die jeweiligen Gegebenheiten anzupassen, bis er einen Weg fand, Menschen mit dem Evangelium zu erreichen und sie in eine Glaubensgemeinschaft zu integrieren.

Gemeindegründer lieben ihre Stadt, ihre Umgebung. Ihr Vorbild dabei ist Jesus, der Jerusalem so sehr liebte, die Stadt, die Jesus mehr als alle anderen Städte zurückwies. Diese Stadt war die Stadt, die Jesus am meisten liebte. Kurz vor seinem Tod weinte Jesus über Jerusalem, wohl wissend, dass diese Stadt eine große Bedeutung in der Zukunft haben würde. Und obwohl er wusste, dass seine Liebe ihm das Leben kosten würde, blieb er in dieser Stadt. Gemeindegründer weinen über ihre Stadt, über ihre Region, sehen der Tatsache, dass Menschen Gott ablehnen, ins Auge und bleiben erst recht. Sie gehen hinaus und bringen Gottes Liebe in ihre Region, in ihre Stadt, weil sie die Verlorenheit sehen und dieses Sehen ihnen Schmerzen bereitet.

  • Bist Du oder bin ich jemand, der Gemeinde gründen oder bauen kann?
  • Schlägt Dein Herz für Deine Region oder Deine Stadt?
  • Bist Du bereit, alles zu tun, um die Menschen in Deiner Region mit Gott in Verbindung zu bringen, auch wenn Du dafür ungewöhnliche Wege gehen musst?
  • Kannst Du Gegenwind und Rückschläge verkraften?
  • Bist Du bereit, mit einer Gruppen Außenseitern, Abgelehnten usw. eine Gemeinschaft von Helden zu bauen, Helden, die Gott im Fokus haben?
  • Bist Du bereit, Dinge zu feiern? Möchtest Du die Begabung von Menschen erkennen, sie fördern und sie würdigen?
  • Bist Du vielleicht sogar ein wenig verrückt?

Ja, dann könnte es sein, dass Du ein Kirchengründer bist und Gott mit Dir Gemeinde bauen möchte. Lässt Du Dich darauf ein?

Dein Reich komme!

November 28, 2013

Natürlich übernatürlich

Wenn ich so aus dem Fenster sehe, dann sehe ich gerade mal geschätzte 50 Meter weit, denn draußen ist November der allerfeinsten Güte, mit dichtem Nebel, Nieselregen und einem trüben grau-in-grau. Bei diesem Blick aus dem Fenster muss ich daran denken, dass auch mein Christsein durchaus Zeiten kannte, in denen ich gerade mal 50 Meter weit sehen konnte und das Gefühl hatte, mein Beten reicht maximal bis zur Zimmerdecke. Der Blick auf Gott war vernebelt, geistlicher Nieselregen fiel immer und immer wieder und ließ mich in einem ungemütlich-religiösen grau-in-grau erschaudern.

Wie wohltuend ist es, wenn nach Tagen des Dauergraus endlich der Nebel verschwindet, wenn sich die ersten Sonnenstrahlen durch den Nieselregen kämpfen und die ungemütliche Stimmung in eine hoffnungsvolle, Licht und Wärme spendende Stimmung umwandelt! Wie erhellt sich dann das Gesicht, wenn ich meinen Blick durch letzte Nebelfetzen hindurch auf die Sonne richte, wenn ich ihr erlaube, mein Gesicht anzustrahlen? Und mit den Strahlen und der Wärme der Sonnenstrahlen kommt auch das Lebensgefühl wieder, Motivation, auch die allerletzten Nebelreste wegzublasen und einen freien, ungehinderten Blick auf die Sonne zu haben. Kennst du das Gefühl?

Im geistlichen Leben gibt es so leider so oft auch diese Nieselregen- und Nebeltage und ich muss sagen, diese Tage sind alles andere als schön, sie sind ungemütlich, sie stimmen traurig oder manchmal sogar depressiv. Ich habe manchmal den Eindruck, dass Christen sich in diesem Dauergrau manchmal ganz wohl fühlen, dass sie gar nicht bereit sind, sich nach dem Licht, der Sonne, der Wärme auszustrecken, Manchmal hört man sogar so Sätze wie „Wunder passierten damals zur Zeit der ersten Christen, aber heute?“ oder „Gott hören oder seine Gegenwart spüren ist doch nur emotionales Getue“…  Um in dem Bild des trüben Novembertages zu bleiben sind solche Sätze dasselbe als würden wir sagen „die Sonne gibt es nicht, guck doch aus dem Fenster“ oder „die Sonne hat keine Kraft, den Nieselregen zu verdrängen“.

Was sind für mich die Sonnenstrahlen im geistlichen Leben, was ist die Wärme, die mir Lebensmut gibt? Primär ist es eine Person, die die Quelle dieses Lebens ist: Jesus Christus. Dann sind es aber auch die Dinge, die Gott mir versprochen hat wie zum Beispiel das Versprechen, dass Gott für mich ein Leben in Überfluss bereit hält (Joh. 10) oder dass ich Dinge in Jesus Namen tun kann, die er selbst getan hat und sogar größere Dinge (Johannes 17) tun kann. Wenn ich mir diesen letzten Satz vorstelle, dann muss da eine übernatürliche Kraft sein, die meine natürlichen Kräfte bei weitem übersteigt, dann muss da jemand existieren, der mir diese Kraft und Vollmacht verleiht, denn ich selbst kann aus meiner Kraft heraus nicht viel tun. Oder hast Du schon einmal versucht, den Nebel wegzublasen oder hast Du es schon einmal geschafft, den Nieselregen zu stoppen?

Was können wir als Christen denn machen, um mehr in diesem Übernatürlichen zu leben? Genau wie Du dem Dauergrau entfliehen kannst, in dem Du zum Beispiel auf einen hohen Berg steigst oder in dem Du Dich in einem Flugzeug über die Wolken bringen lässt, kannst Du auch dem christlichen grau-in-grau entfliehen, in dem Du Dich ausstreckst nach der Person, die den Nebel wegblasen und den Nieselregen stoppen kann. Du kannst Dich auf Gottes Aussagen verlassen, er hat sie ja schließlich in seinem Wort – der Bibel – verbrieft. Wir dürfen Gott beim Wort nehmen, wir dürfen viel mehr von ihm erwarten. Ich glaube, wir stehen uns im geistlichen Leben oft selbst im Weg und wir trauen Gott oft viel zu wenig zu. Gott ist derselbe, gestern (also in der Zeit, in der er auf der Erde lebte und Wunder tat), heute (in der Zeit, in der ich lebe) und in Ewigkeit. Und wenn Gott derselbe ist, dann hat das Übernatürliche auch heute seine Berechtigung und wir sollten es nicht mehr länger als komisch oder sogar als Gefahr zur Seite legen. Damit laden wir nämlich den Nebel und den Nieselregen ein, weiter unseren Blick auf die Sonne zu trüben.

Christentum wird definiert durch einen Glauben an das Übernatürliche. Wenn wir das Übernatürliche zur Seite legen, legen wir das Christentum zur Seite. Oder was ist wohl damit gemeint, wenn Jesus uns auffordert zu beten „Dein Reich komme“?

Sei gesegnet! Gott hat mehr für Dich und mich!

… Die Sonne ist da, ganz sicher… ich genieße sie jetzt und trotze dem Nebel und dem Nieselregen… Du auch?

November 19, 2013

Ich mache Dir eine Tür auf – Unterweg zu den Quellen Gottes

…so lautet der Titel des neuen Buches von Heide Gneiting, das ich derzeit lese. Die Autorin beschreibt ihre sehr persönlichen Erlebnisse mit Gott auf ihrer Reise zu den Quellen Gottes. Sie beschreibt sehr anschaulich, wie sie zur Bethel-Church nach Redding kam, um dort mit ihrem Mann die Bethel School of Supernatural Ministries zu besuchen und in ein Umfeld von Erweckung kam, was sie selbst entscheidend verändert hat. Sie berichtet von Wundern Gottes, die dem Leser einen Eindruck davon geben, was auch heute in unserer Zeit, in unserer Stadt und in unserem Land möglich ist, wenn ich mich auf den Weg zu den Quellen Gottes mache, seine unveränderliche Kraft anzapfe und in Anspruch nehme und seine Autorität zum Wohl meiner Mitmenschen einsetze. Dieses Buch macht mir Mut, noch viel mehr vom Himmel aus zu Leben und noch viel mehr von Gott zu erwarten.

Ein Schlüssel zu solch einem Leben in Gottes Fülle ist laut der Autorin neben der Offenheit für das Wirken des heiligen Geistes, mit den Mitmenschen in einer Kultur der Ehre, der Wertschätzung und Ermutigung zu leben. In Gottes Königreich wird diese Kultur groß geschrieben und wir sollen ja beten „Dein Reich komme“. Das bedeutet doch nichts anderes, als dass ich mich nach den Eigenschaften dieses Königreiches ausstrecken soll und den „Himmel auf die Erde holen“ soll.

Beim Jugendgottesdienst MYP dürfen wir das als Team relativ intensiv erleben und auch letzten Samstag durften wir echte Wunder Gottes erleben. Ich bin überzeugt, dass wir hier in Deutschland erst ganz am Anfang einer neuen Ära stehen, in der wir Gottes Wirken, seine Wunder immer deutlicher erleben, weil Menschen sich ernsthaft auf den Weg zu seinen reinen, frischen Quellen machen. Gott hat ganz sicher alles dafür vorbereitet. Ich freue mich sehr darauf 🙂

November 12, 2013

„Was wäre wenn“-Gemeinde?

Diesen Clip der Elim-Gemeinde in Hannover habe ich gerade gesehen und ich muss sagen, die „Was wäre wenn“-Fragen haben mich sehr angesprochen und neu motiviert. Ich glaube, es sind auch nur rethorische Fragen, denn wenn aus „Was wäre wenn“-Fragen Aussagen werden wie die folgenden, dann wird die Gemeinde Relevanz haben, dann wird man sie nicht übersehen und dann muss sie sich in keinster Weise verstecken, im Gegenteil:

  • in der Gemeinde erleben Menschen Gott
  • in der Gemeinde dürfen wir laut lachen
  • in der Gemeinde dürfen wir laut weinen
  • in der Gemeinde werden Menschen ihrer Gabe entsprechend eingesetzt
  • in der Gemeinde dürfen Menschen einfach sein, so wie sie sind

Dann werden Menschen, die Gott nicht kennen, diesen Ort aufsuchen wollen, weil es ein Ort der Liebe, der Annahme und der Vergebung ist, ein Ort, wo Gott selbst ist. Danach strecke ich mich persönlich sehr aus! Ich möchte nicht mehr „Was-wäre-wenn“ träumen, ich möchte es anfangen zu leben. In diesem Sinn: Gottes Segen!

November 11, 2013

Brennend im Geist

…lautet das Motto einer Bibelschule, deren Arbeit und deren Feuer für Gottes Sache ich sehr schätze. Ich hoffe, dass ich nicht in Konflikt komme, wenn ich die Überschrift meines BLOG-Eintrags mit gleichem Wortlaut nutze 😉 …

„Brennend im Geist“ war auch die Überschrift der Predigt von Dirk W. gestern und es ging darum, brennend im Geist zu leben, es ging um das Feuer, das Gott in uns hineingelegt hat und das darauf wartet, einen Flächenbrand zu entzünden. Mal ehrlich: Was oder wer ist der heilige Geist für mich oder für Dich? Ist er eine ominöse Gestalt, von der Du vielleicht kopfmäßig weisst, dass sie existiert, sie aber noch nie wirklich gespürt hast? Oder ist der heilige Geist für dich sogar etwas Gefährliches, Angst einflößendes? Etwas, das Du nicht packen kannst oder nicht packen möchtest? Welche Lügen über den heiligen Geist sind Dir zu Ohren gekommen, vielleicht sogar von den Kanzeln unserer Kirchen und Gemeinden? Ich befürchte, die Realität des heiligen Geistes wird in unserem Land viel zu oft ignoriert, die Kraft dieses riesengroßen Geschenkes viel zu oft verleugnet und unsere Vollmacht in Jesu Namen viel zu oft kleingeredet. Wir sind (wenn ich da richtig liege) dreifacher Fußball-Weltmeister, aber ich befürchte, wir sind der größte Weltmeister im Unterdrücken der Kraft Gottes und im Diskutieren über Dinge, die für die Ewigkeit so irrelevant sind wie ein umgefallener Sack Reis in China. Wen interessiert es in der Ewigkeit, ob die (Kirchen-)musik laut oder leise war, ob der Bühnenscheinwerfer weißes oder gelbes Licht geworfen hat? Welchen Wert für die Ewigkeit haben jahrelange Diskussionen über theologische  Ansichten, die man biblisch so oder so auslegen kann? Für mich ist das eine unglaubliche List Satans, uns mit solchen Dingen lahm zu legen, damit wir als Christen ja nicht auf die Idee kommen, uns um die Menschen zu kümmern, die geradeaus in eine Ewigkeit laufen, die von der Abwesenheit Gottes (sprich: Hölle) geprägt ist.

Gestern in der Predigt ist mir das noch einmal so bewusst geworden, wie viele Millionen von Menschen alleine in Deutschland verloren gehen. Die Bibel sagt klar, dass Gott treu ist und Sünde vergibt, wenn wir unsere Sünde bekennen (1. Joh. 1,9). Der Umkehrschluss ist aber auch klar: Gott vergibt Sünde nicht, wenn sie nicht bekannt wird. Wissen dass unsere Mitmenschen? Konkret:

  • Weiss das Deine Familie?
  • Weiss das Dein Partner?
  • Wissen das Deine Freunde?
  • Wissen das Deine Kollegen und Nachbarn?

Wenn Du das gerade liest: Du bist jetzt und in diesem Moment angesprochen und ich frage Dich noch einmal: Wer aus Deinem Umfeld weiss, dass er oder sie ohne Gott verloren geht? Was empfindest Du bei dem Gedanken daran? Was macht die Vorstellung mit Dir, dass die Menschen, die Dir lieb und wichtig sind und die Gott nicht kennen, eine üble Zukunftsperspektive haben? Für mich verliert bei dem Gedanken daran jede Diskussion  um Traditionen, um geschmackliche Fragen des Gottesdienstes und um christliche Programme komplett an Wert. Eigentlich gibt es sogar nur zwei Fragen, die es zu beantworten gilt:

  1. Dient das, was ich oder meine Kirche/Gemeinde tue, dazu, dass Gott groß gemacht wird, dass er bekannt wird und dass seine Genialität gesehen wird?
  2. Dient das, was ich oder meine Kirche/Gemeinde tue, dazu, dass Menschen gerettet werden?

Alle anderen Fragen werden angesichts der Ewigkeit verblassen. Was heisst das für mich? Wenn grünes Licht hilft, Gott groß zu machen, dann lasst uns grünes Licht nutzen. Wenn leise Musik hilft, Menschen in Gottes Gegenwart zu führen, dann lasst uns leise Musik machen. Wenn Tanz und Jubel Gott präsentieren, dann lasst uns tanzen, springen und jubeln. Aber lasst uns aufhören zu diskutieren, lasst uns unsere Geschmäcker ganz hinten anstellen und nur Gott in den Vordergrund und Mittelpunkt stellen.

Ich entscheide mich, nicht mehr zu diskutieren sondern mich zu öffnen für das Wirken des heiligen Geistes. Und selbst dazu brauche ich ganz dringend den heiligen Geist. Hört sich vielleicht paradox an, ist aber so. Nur ER kann mich vor Satans List bewahren, nur ER kann meinen Blick auf Gott ausrichten, ER möchte mich an das Vaterherz Gottes bringen, ER möchte mir helfen, Gott zu präsentieren, ER möchte in mir ein Feuer entfachen, das nicht zu löschen ist und das von Menschen, die Gott brauchen, gesehen wird. ER wird in uns eine Liebe entfachen, die Menschen nicht kalt lassen wird.

Gott, lass Dein Feuer auf mich und uns fallen und entzünde in mir und in uns einen Flächenbrand. Ich brauche Dich, meine Mitmenschen brauchen Dich, unsere Städte und Deutschland brauchen Dich.

Der Text dieses genialen Liedes ist mein Gebet, für mich, für Dich und für unsere Kirchen und Gemeinden in Deutschland:

November 08, 2013

eingeschränkte Freiheit?

In den letzten Wochen und Monaten läuft mir ein Bibelvers immer und immer wieder über den Weg. Es ist der Vers aus 2. Kor. 3,17:

Der Herr aber ist der Geist, und wo immer der Geist des Herrn ist, ist Freiheit.

In allen möglichen und unmöglichen Situationen taucht dieser Ausspruch auf, nicht zuletzt in dem schönen Hillsong-Lied „Where the spirit of the Lord is, there is freedom“.

Es kommt sogar vor, dass ich nachts wach werde und mir dieser Vers durch den Kopf läuft. Ich glaube, dass Gott diese Sache einfach sehr wichtig ist und dass er möchte, dass wir als seine Kinder diese Freiheit erleben. Ich frage mich aber, in welchen Bereichen meines Lebens erlebe ich diese Freiheit nicht? Wie kommt es, dass es Bereich gibt, in denen ich die hier gemeinte Freiheit einfach nicht spüre? In welchen Bereichen bin ich gebunden? Gebunden an Traditionen, gebunden an Religion, gebunden an Menschen, gebunden an Süchte, gebunden an Ängste, gebunden an Leistungsorientiertheit? Wo bin ich eingeschränkt, wo darf und kann ich meine Freiheit nicht leben und warum? Und wie kann ich in diesen Lebensbereichen frei werden?

Ich glaube, dass ich Gottes Geist ganz bewusst in diese unfreien Bereiche einladen muss, denn die Aussage der Bibel ist ja sehr klar: Wo der Geist des Herrn ist, ist Freiheit! Anders ausgedrückt kann man genau so gut sagen:

  • Wo ich gebunden bin, da ist Gottes Geist nicht
  • Wo ich Leistung bringen muss um mich zu definieren oder zu beweisen, ist Gottes Geist nicht
  • Wo ich Unfreiheit erlebe, ist Gottes Geist nicht
  • Wo Religion, Menschenfurcht oder Traditionen mich einengen, ist Gottes Geist nicht

Persönlich versuche ich, meine eigenen unfreien Bereiche mit Gottes Hilfe zu erkennen. Wenn ich sie erkannt habe, lade ich den heiligen Geist ganz bewusst in diese unfreien Bereiche meines Lebens ein und eröffne IHM so die Möglichkeit, mich freizusetzen und in die Freiheit zu führen.  Das ist total genial und tut so gut!

Gibt es in Deinem Leben auch unfreie Bereiche, Bereiche wo Du spürst, da geht mehr und Du hast es aber noch nicht? Oder Bereiche, in denen Du Dein Dir von Gott gegebenes Potential noch nicht leben kannst? Ich lade Dich ein, Dich auszustrecken nach diesem „mehr-von-Gott“, nach der göttlichen Freiheit, die er für Dich vorbereitet hat, es lohnt sich so sehr!

Mir helfen Bilder immer sehr, so etwas mehr zu verstehen. In Jesaja 54 steht ein sehr schöner Text, der dieses Ausstrecken nach mehr gut beschreibt:

Mach in deinem Zelt Platz, breite Decken aus. Spare nicht! Mach die Stricke lang und die Pflöcke fest, denn bald wirst du aus allen Nähten platzen. Deine Nachkommen werden Völker beerben und verwüstete Städte wieder aufbauen. Hab keine Angst: Du wirst nicht enttäuscht werden. Schäme dich nicht, denn du wirst dich nicht lächerlich machen.

Ich glaube, wir müssen in unseren Herzen auch Platz machen, die Türen für Gottes Geist öffnen, damit Gottes Geist viel mehr in uns wirken und uns mit Freiheit beschenken kann. Und was die Freiheit bedeuten kann? … verwüstete Städte werden wieder aufgebaut, sprich: Wir dürfen wieder anfangen zu leben und Gottes Wirken einfach miterleben… und dafür müssen wir nichts leisten.

Gott ist gut! Dein Reich komme!

November 06, 2013

Video der Pro-Junior-Freizeiten

Wer hier auf diesem BLOG schon mal mitliest wird den Namen „Pro-Junior“ und „MYP“ immer wieder finden. Seit heute ist ein neues Video online, was sehr gut die Freizeitarbeit zeigt. Viel Spaß damit und…. am Besten mitkommen und miterleben 🙂

Danke an Heinz J. für seine super Arbeit!

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