Seelsorge, Psychotherapie (HPG) & Traumaberatung Heike und Andreas Timmler


Januar 18, 2016

Rein und heilig?

Gerade überrascht mich Gott wieder mit einer supergenialen Aussage. Nicht dass ich den Inhalt nicht theoretisch kennen würde, aber das auch wirklich zu glauben und 1:1 für sich in Anspruch zu nehmen, das ist noch mal eine ganz andere Hausnummer. Es geht um folgende Aussage:

„Durch seinen Tod hat euch Christus mit Gott versöhnt. Jetzt steht ihr ohne Sünde und ohne jeden Makel vor Gott. Bleibt nur fest und unerschütterlich in eurem Glauben, und lasst euch durch nichts davon abbringen! Keine Macht der Erde soll euch die Hoffnung dieser rettenden Botschaft rauben, die ihr gehört habt und die überall in der Welt verkündet worden ist.“ (Kol. 1.22-23)

Ist das nicht genial? Ich bin mit Gott versöhnt und Du bist mit Gott versöhnt, wenn Du auch Deine Sünden bekannt hast und Gottes Vergebung in Anspruch genommen hast. Aber da gibt es dann immer wieder die Gedanken, dass ich ein Sünder bin, dass ich ein schlechter Christ bin. Kennst Du das auch?

Das ist die Unwahrheit, denn die Bibel sagt es hier doch sehr klar und deutlich, dass wir ohne Sünde und ohne jeden Makel vor Gott stehen. Und wenn Du das liest, dann treffe den Entschluss, der Wahrheit zu glauben und berufe Dich auf dieses Bibelwort. Lass Dir diese Hoffnung und diesen Zuspruch Gottes nicht rauben, denn Du bist heilig, Du bist ohne Sünde, Du bist ohne jeden Makel.

Und wenn Du jetzt argumentierst, dass Du doch dieses oder jenes Sündige denkst oder tust und Du deswegen doch unrein, unheilig und voller Sünde bist, dann nimm doch einmal Gottes Sichtweise ein. Wenn Gott Dich sieht, dann sieht er das, was Jesus für Dich getan hat, dann sieht er Jesus, der Deine Sünden weggewaschen hat. Und dieses Reinwaschen ist für immer, hat ewig Bestand und jede Anklage gegen Dich endet am Kreuz von Jesus. Du bist heilig, Du bist rein, Du bist ohne jeden Makel! Das jedenfalls ist Gottes Sicht.

DANKE JESUS!

Februar 25, 2015

Auswirkung einer Gottesbegegnung

Gestern Abend sprachen wir in unserer Oasis-Kleingruppe über das Thema „gesunde Beziehungen leben“. Es ging um die Frage, wie ich mit Angriffen auf meinen Charakter, mit Angriffen auf meine Person umgehen kann. Eigentlich kamen wir dabei nur am Rande an zwei Bibelstellen vorbei, über die ich noch weiter nachdenken muss.

Angriffe auf meinen Charakter erlebe ich immer wieder mal und habe ich immer wieder mal erlebt. Ich behaupte auch, dass jeder Mensch immer mal wieder Angriffe auf seinen Charakter oder auf seine Person erleben muss. Aber wie gehe ich damit richtig um? Die fromme Antwort darauf könnte lauten: „Bring einfach alles zu Jesus und leg diese Angriffe, die Du erlebst, vor seine Füße, er wird sich darum kümmern… Nicht dass das jemand falsch versteht, ich finde dieses Vorgehen gut, richtig und wichtig. Aber was mache ich mit meinen Gefühlen, was mache ich mit meiner Wut, meinem Frustriertsein? Muss ich das alles ignorieren, soll ich das einfach schlucken?

Ich glaube nicht! Meine Gefühle haben ihre Berechtigung und es wäre falsch, sie zu vergraben. Sie kämen irgendwann später ganz sicher zum Vorschein, und dann wahrscheinlich in einer Situation, in der ich diese Gefühle sicher nicht gebrauchen könnte. Also: Wie kann ich mit meinen Gefühlen in diesen Situationen umgehen, dass sie mich nicht überrollen und dass sie mich nicht gefangen nehmen?

Bei dieser Frage komme ich auf die beiden Bibelstellen zurück. Beide Stellen berichten von Menschen, die eine Begegnung mit Gott hatten. Die erste Stelle in Jesaja 6 hat auch nichts mit einem Angriff auf den Charakter oder die Person Jesajas zu tun. Trotzdem kann ich daraus viel lernen. Jesaja hatte in dieser Gottesbegegnung noch nicht einmal in das Gesicht Gottes sehen können, aber der Anblick Gottes, wie er auf dem Thron saß und die heilige Atmosphäre dieser Begegnung bewirkten, dass Jesaja sich seiner eigenen Schuld plötzlich bewusst wurde. Er wusste in diesem Moment, dass er nicht vor Gott bestehen kann, dass er ein Sünder ist und Gott rein und heilig ist. Er spürte, dass Licht und Finsternis nicht parallel existieren können. Die Bibel beschreibt die Situation so:

In dem Jahr, als König Usija starb, sah ich den Herrn. Er saß auf einem hohen Thron und war erhöht und der Saum seines Gewandes füllte den Tempel. Über ihm schwebten Seraphim, jeder hatte sechs Flügel. Mit zwei Flügeln bedeckten sie ihre Gesichter, mit zweien ihre Füße und mit dem dritten Paar flogen sie. Sie riefen einander zu: »Heilig, heilig, heilig ist der Herr, der Allmächtige! Die Erde ist von seiner Herrlichkeit erfüllt!« Dieses Rufen ließ die Fundamente der Vorhalle erzittern und der Tempel wurde mit Rauch erfüllt. Da sagte ich: »Mir wird es furchtbar ergehen, denn ich bin ein Mann mit unreinen Lippen, inmitten eines Volkes mit unreinen Lippen. Ich werde umkommen, denn ich habe den König, den Herrn, den Allmächtigen, gesehen!« (Jesaja 6,1-5)
In Bezug auf die Frage, wie kann ich mit meinen Gefühlen umgehen, wenn mich Menschen in meinem Charakter oder mich als Person angreifen lerne ich daraus, dass ich in dieser Situation die Nähe Gottes suchen kann. Eine Begegnung mit Gott wird bewirken, dass ich mir meiner Schuld, meiner Unreinheit und meinem Versagen mehr bewusst werde. Ich werde verstehen, dass ich es selbst auch manchmal bin, der andere Menschen in ihrem Charakter oder in ihrer Person angreift. In diesem Bewusstsein kann ich dann viel besser meine Gefühle wirklich bei Gott abgeben und ER wird sie in Dankbarkeit umwandeln. So auch bei Jesaja: Die Engel sprechen Jesaja kurz nach dieser Begegnung zu:
»Jetzt ist deine Schuld getilgt; deine Sünden sind dir vergeben.«
Dann hörte ich den Herrn fragen: »Wen soll ich senden? Wer wird für uns gehen?« Und ich sagte: »Hier bin ich, sende mich.« (Jes. 6,7-8)
Gott wandelt bei mir in diesem Moment meine Gefühle in eine tiefe Dankbarkeit um und richtet meinen Blick auf das, was ER für mich getan hat. Und spätestens dann spielen meine Gefühle der Person gegenüber, die mich verletzt hat, keine Rolle mehr.
Die zweite Stelle steht in Lukas 5. Bei dieser Stelle könnte es gut sein, dass Petrus Jesus Aussage als Angriff auf seine Person empfunden hat. Schließlich sagt ein Nicht-Profi einem Profi, was er tun könnte, um in seinem Job erfolgreich zu sein. Das kann ganz schön an das eigene Ego gehen… So steht die Geschichte in der Bibel:
Als er mit seiner Predigt fertig war, sagte er zu Simon: »Nun fahr weiter hinaus und wirf dort deine Netze aus, dann wirst du viele Fische fangen.« »Meister«, entgegnete Simon, »wir haben die ganze letzte Nacht hart gearbeitet und gar nichts gefangen. Aber wenn du es sagst, werde ich es noch einmal versuchen.« Diesmal waren ihre Netze so voll, dass sie zu reißen begannen! Sie riefen nach ihren Gefährten in dem anderen Boot, und bald darauf waren beide Boote so voller Fische, dass sie unterzugehen drohten. Als Simon Petrus begriff, was da geschehen war, fiel er vor Jesus auf die Knie und sagte: »Herr, kümmere dich nicht weiter um mich – ich bin ein zu großer Sünder, um bei dir zu sein.« (Lukas 5,4-8)
Als Jesus Simon sagt, dass er noch einmal mit dem Boot hinausfahren soll, um mehr Erfolg zu haben, dann sagt Jesus ihm das nach einer erfolglosen Nacht, wahrscheinlich war die Grundstimmung eh schon angespannt und dann kommt Jesus noch mit so einem Satz! Das ging gar nicht. Petrus hört in dieser Situation aber trotzdem auf Jesus und er hat im Anschluss eine ganz besondere Gottesbegegnung. Petrus wird sich plötzlich bewusst, wer Jesus wirklich ist und wer er ist. Er weiss plötzlich um seine Schuld und dass er vor Jesus nicht bestehen kann. Vielleicht hat er auch daran gedacht, wie er selbst schon oft andere Menschen angegriffen hat. Und in diese Gedanken spricht Jesus dann „Hab keine Angst“. Wie muss dieser Satz Salbe auf Simons Wunde gewesen sein. Ob er nach dieser Gottesbegegnung wohl noch an den vermeintlichen Angriff auf seine Person gedacht hat? Ich glaube nicht…
Wie kann ich also mit solchen Situationen am besten umgehen? Zuerst darf ich meinen Frust und Schmerz darüber wirklich zu Gott bringen und ihm vor die Füße legen. Meine verletzten Gefühle möchte ich dann auch von niemand anderem als Jesus selbst behandeln und in Dank umwandeln lassen. Und dazu möchte ich die Nähe und Gegenwart Gottes suchen, ganz bewusst und voller Erwartung, dass er mir begegnen wird, denn er hat ja gesagt, dass die, die ihn von ganzem Herzen suchen, auch finden werden.
Wer hat Dich in letzter Zeit in Deinem Charakter, in Deiner Person angegriffen? Trägst Du Deine Gefühle, Deine Wut, Deinen Frust immer noch mit Dir herum? Ich lade Dich ein, Gott in einer ganz neuen Tiefe zu begegnen, damit Du selbst frei wirst. Gott segne Dich!
Februar 28, 2014

Das Gute an Karneval

Jetzt sind wir wieder mittendrin in der so genannten 5. Jahreszeit, dem Karneval. Je näher man sich in Richtung Rhein bewegt, desto mehr nehme ich diese fünfte Jahreszeit war. Sie lässt sich an unterschiedlichsten Dingen erkennen:

  • die sonst eher „grauen Mäuse“ strahlen farbenfroh in den ulkigsten Verkleidungen, in denen sie sich selbst verspotten würden, wenn sie sich in gleichem Outfit zwei, drei Monate später sehen würden
  • die sonst relativ gute Luft ist durchzogen von einem Geruchsmix aus Alkohol und Erbrochenem
  • seriöse Menschen werden zu Kindern und albern herum
  • Menschen, die zum Lachen sonst in den Keller gehen, können auf Grund von aufgemalten, starren und lachenden Clowngesichtern sehr, sehr fröhlich sein
  • in den öffentlichen Verkehrsmitteln müssen Sondereinsatzkräfte der Polizei dafür sorgen, dass sich die prügelnden Mitfahrer nicht so schlimm verletzen, dass sie womöglich nicht mehr an den Umzügen teilnehmen können
  • Strassen, Gehwege und vor allem Bahnhofsbereiche werden zu öffentlichen Müllhalden und kostenlosen Schlafplätzen umfunktioniert
  • eine eigene Sprache wird benutzt und nur eingesessene Karnevalisten können wahrscheinlich erklären, welchen tieferen Sinn Wörter wie Alaaf, Helau und Wuppdika haben, die sie immer und immer wieder rufen

Zusammengefasst also eine Jahreszeit, auf die man sich doch wirklich in den vier anderen Jahreszeiten freuen sollte, oder? Was macht für Millionen Menschen den Reiz von Karneval aus? Das ist für mich wirklich die Frage bei all den „schönen“ Dingen, die diese Zeit mit sich bringt. Warum sudeln sich die Menschen so gerne im Dreck, warum verstecken sie ihr wahres Ich so gerne hinter den fröhlich scheinenden Masken? Warum ertränken sie so gerne ihre Probleme im Alkohol? Ich hörte in den letzten Tagen von Ehepaaren, die sich ganz bewusst für die Karnevalswoche voneinander verabschieden, getrennte Wege gehen, dem Partner ungezwungenen Sex mit egal wem zugestehen und sich gegenseitig versprechen nach dieser Woche wieder zusammen zu kommen und einfach weiter zu leben, als sei nichts geschehen. Wie krank ist das?!?

Man könnte jetzt meinen, ich sei ultrakonservativ oder gönne dem Menschen keine Freude. Ich freue mich zum Beispiel, wenn Kinder sich verkleiden und einfach Spaß dabei haben, ich gönne es ihnen von Herzen. Ich glaube aber, dass der Karneval bei vielen, vielen Erwachsenen ein Freibrief zum Sündigen ist. Wenn ich mich verkleiden muss oder Dinge im Verborgenen tue, dann ist da Dunkelheit und ich möchte nicht, dass Licht darein kommt. Wenn ich mich für eine Woche von meiner Frau verabschieden würde und würde ihr zugestehen, egal mit welchem Mann zu schlafen und sie würde es mir zugestehen, dann stimmt aus meiner Sicht ganz viel nicht, dann ist da ganz viel Dunkelheit im Herzen. Wie könnte ich dann in den anderen vier Jahreszeiten noch echte Freude erleben, wenn ich die Erlebnisse aus diesen Karnevalstagen in meinem Kopf hätte?

Die Überschrift dieses Beitrages lautet ja „Das Gute an Karneval“ und Du fragst Dich jetzt vielleicht, wo das Gute denn ist? Bisher habe ich ja nur Schlechtes geschrieben… Das Gute an Karneval ist für mich persönlich, dass

  • ich mich mit vier Jahresezeiten absolut zufrieden gebe und keine 5. Jahreszeit brauche
  • jeder Karnevalist so am eigenen Leib erleben und sehen kann, was tief in seinem Inneren (im Herzen) ist
  • dass Gott trotzdem und gerade wegen all dieser Dunkelheit mit offenen Armen da steht und auch jeden Karnevalisten zu einem viel besseren Leben einlädt, ein Leben in echter Freude und mit echtem Tiefgang
  • dass Gottes Vergebung ausreicht, um auch alle Sünden dieser Tage zu tilgen, wenn Du diese Vergebung annimmst

Ich lade Dich ein, diesen Gott kennenzulernen, vor dem Du keine Maske brauchst um froh zu sein, keinen Alkohol brauchst, um Deine Sorgen loszuwerden, der so viel mehr für Dich hat, nämlich Leben in Überfluss. Gott segne Dich!

 

 

September 13, 2013

Veranstaltungstipp

Gestern bekamen wir eine Einladung zu einem Themenabend „vergeben und verzeihen“ des Gemeindezentrums Dabringhausen in Wermelskirchen. In dem Einladungstext heisst es:

Der Kollege, der über mich lästert, der Nachbar, der mich ausschimpft, mein Partner, der mich hintergeht. In unserem täglichen Leben gibt es unzählige Situationen, die tiefe Spuren hinterlassen, uns belasten und uns gewissermaßen binden.

Hier kann das Vergeben dem Menschen helfen, wieder nach vorne zu schauen. Dabei geht es nicht darum, dem anderen etwas Gutes zu tun, sondern es geht vor allem um uns selbst, um unsere eigene seelische Gesundheit. So werden wir befähigt, auch Menschen zu verzeihen, die gar nicht um Vergebung gebeten haben.

Vergeben und verzeihen sind also hochaktuelle Themen, die mich ganz persönlich betreffen, die in meinem Leben relevant sind. Manchmal denke ich bei „vergeben“ nur, dass ich jemanden einen Gefallen tue, wenn ich der Person, die an mir schuldig geworden ist, diese Schuld vergebe. Aber ist es nicht so, dass Unvergebenheit am meisten mich selbst bindet? Dass mich Unvergebenheit bitter werden lässt? Dass mich Unvergebenheit absolut lähmen kann?

Wer könnte das besser nachempfinden als Eltern, deren Kind auf eine schreckliche Art und Weise von ihnen getrennt wird, nämlich durch Mord? Der Fall Mirco (des vor drei Jahren ermordeten 10-jährigen Jungen aus Grefrath) ist den meisten Menschen in Deutschland noch in den Köpfen. Damals gab es die größte Mordermittlung in der Kriminalgeschichte von Deutschland und sie endete mit der schrecklichen Gewissheit, dass Mirco Opfer eines Gewaltverbrechens geworden ist.

Mircos Eltern haben sich entschlossen, dem Mörder ihres Sohnes zu vergeben. Das ist für mich Wahnsinn! Wie können Eltern so etwas schaffen? Ich bin überzeugt, das geht nur mit der übernatürlichen Kraft Gottes. Natürlich sind da extrem tiefe Verletzungen, Trauer und Verlust, aber … und das soll die Botschaft des Abends sein… es gibt einen Weg aus dieser Lähmung heraus.

Persönlich bin ich sehr gespannt auf diesen Abend. Ich kann jedem empfehlen, der irgendwie im Umkreis von Wermelskirchen wohnt, diese Veranstaltung zu besuchen und von den Eltern des ermordeten Jungen zu hören, wie sie dem Mörder Ihres Sohnes vergeben konnten und was diese Vergebung mit ihnen gemacht hat. Wer vorab ein Interview mit den Eltern lesen möchte, kann das z. B. hier tun. Sehen wir uns?

Der Fall "Mirco"

Juni 25, 2013

Buße und Vergebung

Heute morgen las ich ein Zitat von Leo Bigger, dem Gründer der ICF Zürich. Dieses Zitat lautet: „Not forgiving is like drinking poison and hoping the other person dies.“ Frei übersetzt bedeutet dieses Zitat so viel wie: Nicht zu vergeben ist wie Gift zu trinken und zu hoffen, dass die andere Person stirbt. Wie oft kommt es bei mir vor, dass ich dieses Gift trinke? Warum ist Vergeben so schwer? Wie konnte Jesus mir vergeben, war das für ihn auch so schwer? Warum trinke ich manchmal vielleicht lieber das Gift in der unrealistischen Hoffnung, dass der, der mir weh getan und mich verletzt hat dann stirbt?

Ich glaube, vergeben ist deswegen so schwer, weil ich mein Recht dann zur Seite legen muss, weil ich meinen Stolz überwinden muss. Mit jedem Tag der Unvergebenheit trinke ich einen weiteren Schluck dieses tötenden Giftes, mit jedem Gedanken, dem anderen Schlechtes zu wünschen vergifte ich mich ein Stück mehr. Das ist echt krass, ich bin vielleicht der Meinung, das hat die Person, die mir weh getan, die mich vielleicht gedemütigt hat, nicht verdient, dass ich ihr das, was sie getan hat, vergebe und wem schade ich damit am allermeisten? Mir selbst! Letztlich wird mich Unvergebenheit irgendwann selbst umbringen, es wird einen Keil in meine Beziehungen treiben, es wird meine Gedankenwelt gefangen nehmen, es wird meinen Alltag bestimmen und mich schließlich umbringen.

Vergeben ist fast das Schwierigste, was es in zwischenmenschlichen Beziehungen gibt, vielleicht sogar das Schwerste überhaupt. Auch für Jesus war es alles andere als einfach, ER, der keine Sünde kannte, wurde für mich zur Sünde gemacht. Jesus hat mir meine Schuld abgenommen, ist dafür eines schrecklichen Todes gestorben und hat mir Vergebung zugesprochen. Das war wirklich alles andere als einfach, im Gegenteil.

Wenn  Du das hier liest kannst Du Dich ja mal fragen, für was Du Dich entscheiden möchtest. Willst Du gerne jeden Tag weiter einen kleinen Schluck von dem todbringenden Gift trinken oder möchtest Du Dich für eine Entgiftungskur entscheiden und erleben, wie Vergebung Dich und Dein Leben frei macht. Es ist ehrlich nicht leicht, aber es lohnt sich so sehr, dass ich jedem zum Schritt der Vergebung nur von Herzen raten kann. Vielleicht ist sogar zuerst einmal Buße erforderlich vor Gott, dass ich (oder Du) mich bisher der Vergebung verweigert habe. Ich bin überzeugt, dass Gott sehr darauf wartet, dass wir uns zur Vergebung entscheiden und ich bin genau so überzeugt, dass Gott mich dann an die Hand nimmt, wenn ich diesen schweren Schritt gehe, damit ich nicht alleine bin. In Hosea kann man ein Stück weit die Geschichte des Volkes Israel nachlesen. Sie waren zur Zeit Hoseas tief in Sünde, Unmoral und Aberglauben verstrickt. Sogar die Anführer des Volkes waren mittendrin in all den vielen Problemen, Sünden und machten mit. Gott klagte damals sehr über das Verhalten des Volkes und in Kapitel sechs ruft Hosea das ganze Volk zur Buße auf. Dieser Text ist so voller Hoffnung und Zuversicht, dass Gott auf die Buße des Volkes reagieren wird und vergeben wird, das hat mich beim Lesen sehr beeindruckt. Dort stehen Sätze wie:

  • Kommt, wir wollen wieder zum Herrn zurückkehren! (Vers 1)
  • er wird unsere Wunden verbinden (Vers 1)
  • noch zwei Tage, dann wird er uns wieder Kraft zum Leben geben, am dritten Tag wird er uns wieder aufrichten, damit wir in seiner Gegenwart leben können (Vers 2)
  • Kommt, wir wollen den Willen des Herrn erkennen! Ja, lasst uns alles daransetzen, dass wir den Herrn erkennen! Dann wird er erscheinen – das ist so sicher wie der Morgen, mit dem jeder Tag beginnt, oder wie der Regen, der jedes Frühjahr kommt (Vers 3)

Das sind Auswirkungen göttlicher Vergebung, einer Vergebung, die so intensiv ist, wie sie unter Menschen nicht sein kann. Göttliche Vergebung bringt wieder zusammen, sie heilt die Wunden, sie schenkt Leben, sie gibt die Fähigkeit, in SEINER Gegenwart zu sein und das ist so sicher, wie der Morgen, mit dem jeder Tag beginnt. Danke GOTT für Deine Vergebung, die so großartig und vollkommen ist. Bitte hilf mir, Vergebung zu lernen und zu leben.

Juni 06, 2013

Strom des Segens

Vor ein paar Tagen habe ich schon von dem Buch berichtet, das ich derzeit lese. Dieses Buch hat den Titel „Die Gott nachjagen“ und gestern hatte ich wieder Gelegenheit, in diesem Buch zu lesen. Der Autor überschreibt ein Kapitel darin mit „Lass es regnen“, eine Bitte, die besonders in diesen Tagen der schrecklichen Hochwasser in Süd- und Ostdeutschland, sowie Polen, der Tschechei und anderen Ländern abstrus klingt. Diese Bitte ist auch nicht wörtlich gemeint. Der Autor malt ein Bild davon, was passieren würde, wenn die Faszination eines Lebens mit Gott uns Christen wirklich erreichen würde, wenn unser Glaube mehr als nur ein Besuch im Gottesdienst wäre, wenn wir wirklich komplett unser Leben mit Gott leben, ihm zu 100 % vertrauen und er mit unserem Leben machen dürfte, was ER (Gott) möchte.

Beeindruckt hat mich der Gedanken, dass es in der biblischen Geschichte vorkam, dass Wasserbrunnen nicht mehr ihren Dienst erfüllten, weil Menschen sie zugeschüttet hatten. In 1. Mose 26 wird davon berichtet. Isaak war ein von Gott gesegneter Mann, er besaß große Viehherden, er erntete das hundertfache von dem, was er ausgesäht hatte. Das rief den Neid der Philister hervor, die darauf Isaaks Brunnen zuschütteten. Abimelech bat Isaak damals, wegzuziehen, da er zu mächtig geworden sei. Isaak befolgt diesen Wunsch und zieht in das Tal Gerar. Das erste, was er dort macht ist, dass er die zugeschütteten Brunnen wieder ausgraben lässt, die die Philister nach dem Tod seines Vaters Abraham zugeschüttet hatten. Warum macht Isaak das? Ich glaube, weil er sich erinnerte, dass Brunnen dafür da sind, dass Wasser aus ihnen geschöpft wird, klares, reines Wasser, das zur Lebenserhaltung so wichtig ist, Wasser, das erfrischt. Interessanterweise kommt es beim Ausgraben der Brunnen zum Streit mit den Hirten, die sich in dem Tal aufhielten. Interessant sind auch die Namen, die Isaak diesen Brunnnen gibt: „Streit“, „Anfeindung“ und „Weiter Raum“. Was hat Isaak damals gemacht? Er machte sich auf die Suche nach der Quelle, nach dem Wasser, nach dem, was Leben erhält. Und er erntet dafür nicht nur Lob und Dank. Ich entdecke da Parallelen. Was ist mit Menschen, die sich auf die Suche nach der Quelle machen, die frisches, klares Wasser trinken möchten, die die Person finden möchten die von sich sagt, dass sie die Quelle ist und dass derjenige, der aus dieser Quelle trinkt, keinen Durst mehr hat in Ewigkeit. Diese Menschen suchen Erfrischung und ernten dafür manchmal Unverstäntnis, Streit und Anfeindungen, manchmal sogar von anderen Christen, die die Quelle ja eigentlich auch kennen sollten. Wie schön ist dann die Begegnung mit Gott selbst, die Isaak erleben durfte. Damals sagte Gott zu ihm: „Hab keine Angst, denn ich bin bei dir und werde dich segnen.“ (1. Mose 26,24)

Ich frage mich, welcher Schutt und welcher Dreck in meinen Brunnen liegt, welchen Unrat vielleicht andere Menschen in den Brunnen gekippt haben, dass er nun nicht mehr seinen Zweck erfüllen kann, mir den Zugang zur Quelle zu ermöglichen, mich mit frischem Wasser zu stärken und mich zu erfrischen. Das ist es, was der Autor des Buches sagen möchte: Ich muss zuerst die zugeschütteten Brunnen wieder freilegen, nach ihnen graben, den ganzen Schutt beiseite tun, bevor das Wasser wieder fließen kann. Er bezieht das auch auf Kirchen und Gemeinden: Auch sie müssen ihre Brunnen wieder ausgraben, müssen den Schutt heraus holen, damit Gottes Wasser wieder fließen kann und den Menschen Reinigung und Erfrischung geben kann. Wir müssen zurück zur Quelle und sollten uns nicht zufrieden geben mit dem Gedanken, dass es irgendwo frisches, reines Wasser gibt, wir sollten alles daran setzen, nach diesem Wass zu graben, die Quelle freizulegen, damit wir wieder erfrischt und gesegnet werden können.

Mich hat das Bild vom Strom der Heilung in Hesekiel 47 sehr beeindruckt. Dort heisst es: „Dann brachte der Mann mich zurück zum Eingang des Tempels. Dort sah ich, wie unter der Schwelle des Tempels Wasser hervorströmte und nach Osten floss – denn die Vorderseite des Tempels zeigte nach Osten. Das Wasser lief unten an der südlichen Seitenwand, südlich vom Altar, hinab. Der Mann brachte mich durch das nördliche Tor und führte mich außen herum zum äußeren östlichen Tor. Dort sah ich, dass das Wasser aus der südlichen Seitenwand herausfloss. Der Mann hatte eine Messrute in der Hand und ging nach Osten. Und er maß 1.000 Ellen ab und ließ mich durch das Wasser gehen. Das Wasser reichte mir bis zum Knöchel. Er maß weitere 1.000 Ellen ab und ließ mich wieder durch das Wasser gehen. Diesmal ging es mir bis ans Knie. Er maß noch einmal 1.000 Ellen ab und ließ mich wieder hindurchgehen. Es reichte mir nun bis zur Hüfte. Dann maß er noch einmal 1.000 Ellen ab, und da war es ein Strom, so tief, dass ich nicht mehr hindurchgehen konnte. Der Fluss konnte nur noch schwimmend durchquert werden, man konnte nicht mehr hindurchgehen. Er fragte mich: »Hast du das gesehen, Menschenkind?« Dann führte er mich am Flussufer entlang wieder zurück. Als ich zurückging, sah ich auf einmal, dass auf beiden Seiten des Flussufers Bäume wuchsen. Da sagte er zu mir: »Dieses Wasser fließt Richtung Osten in die Araba und mündet dort ins Tote Meer. Wenn es hineinfließt, heilt es das Wasser des Toten Meeres. Alles, was sich regt und bewegt, wohin das Wasser kommt, wird leben. Es wird sehr viele Fische geben, denn dieses Wasser kommt dorthin und macht das Salzwasser gesund. Wohin dieses Wasser fließen wird, dort wird alles leben. Von En-Gedi bis nach En-Eglajim werden Fischer am Ufer des Toten Meeres stehen und fischen. Man wird dort die Netze aufspannen. Alle Arten von Fischen werden es erfüllen, so zahlreich wie im Mittelmeer. Doch die Teiche und Lachen daneben werden nicht gereinigt werden; sie sollen der Salzgewinnung dienen. Auf beiden Seiten des Stroms werden alle Arten von Obstbäumen wachsen. Die Blätter dieser Bäume werden niemals welken; an ihren Zweigen werden immer Früchte hängen. Jeden Monat wird eine neue Ernte heranreifen! Denn sie werden vom Fluss, der im Tempel entspringt, bewässert. Ihre Früchte werden als Nahrung dienen und ihre Blätter als Heilmittel.“

Ist das nicht beeindruckend? Gott liebt es zu segnen, Gott liebt es Gutes zu tun, Gott liebt es zu befreien, Gott liebt es zu erfrischen. In diesem Bild erlebt der Schreiber, wie dieser Segensfluss aus dem Tempel fließt, zuerst nur so viel, dass er mit seinen Knöcheln im Wasser steht, dann später bis zum Knie, dann zur Hüfte und schließlich ist er umspült vom Wasser, vom Segen und er kann nicht mehr stehen, nur noch schwimmen. In diesem Bild wird der Schreiber dann am Flussufer wieder zurückgeführt und er darf die Segnungen erleben, die dieses Wasser mit sich bringt:

  • Heilung (das Wasser des toten Meeres wird heil, wenn der Strom in das Meer fließt, die Blätter der Bäume bewirken  Heilung)
  • Leben (alles, was sich regt und bewegt in diesem Wasser wird leben)
  • Frucht (das Wasser wird voll sein mit allen Arten von Lebewesen)
  • Versorgung und Lebenserhaltung (Fischer werden fischen, Obstbäume werden nicht welken und immer Frucht bringen)

Mich beeindruckt dieses Bild absolut und ich stelle mir vor, unsere Häuser, unsere Kirchen und Gemeinden wären Orte, aus denen diese Wasserströme fließen. Ich stelle mir vor, wie Menschen Heilung erfahren, wie (geistlich) Tote wieder leben würde, wie Frucht sichtbar wird und wie Gottes Versorgung erlebt wird. Ich glaube, Gott ist bereit, diesen Strom des Segens fließen zu lassen, denn Gott möchte die Leere füllen, das Kranke heilen, er möchte sich verschenken und Leben spenden und er möchte für uns sorgen. Bin ich bereit, in diesen Segensstrom einzutauchen? Kann ich den vermeintlich sicheren Halt loslassen und mich in tieferes Wasser wagen? Oder gebe ich mich damit zufrieden, dass nur meine Füße ein wenig vom Wasser umspült werden? Was verstopft meinen Brunnen, wo muss ich Dreck wegräumen, wo ist Buße und Vergebung nötig?

Aus eigener Erfahrung darf ich sagen, dass es sich lohnt, die vergrabenen Brunnen zu suchen und diese wieder freizulegen, weil das Wasser so gut ist, dass aus dieser Quelle kommt. Ich möchte mich auch nicht mit ein wenig Erfrischung an den Füßen zufrieden geben, ich möchte in die ganze Flut eintauchen, die Gott für mich hat. Und ich möchte davon weitergeben, weil ich es jedem wünsche, in diesem Strom der Heilung schwimmen zu können. In Matthäus 11 fordert Jesus die Jünger von Johannes dem Täufer auf, Johannes (der im Gefängnis saß) zu berichten, was sie gesehen und erlebt hatten:

Blinde sehen, Gelähmte gehen, Aussätzige werden gesund, Taube hören, Tote werden zum Leben erweckt und den Armen wird die gute Botschaft verkündet.

Ich möchte mich durchgraben, bis hin zur Quelle und möchte auch von diesen Wundern Gottes berichten.

Jesaja durfte einen kleinen Eindruck davon bekommen was es heisst, an der Quelle anzukommen. Er schreibt: “ …sah ich den Herrn. Er saß auf einem hohen Thron und war erhöht und der Saum seines Gewandes füllte den Tempel. Über ihm schwebten Seraphim, jeder hatte sechs Flügel. Mit zwei Flügeln bedeckten sie ihre Gesichter, mit zweien ihre Füße und mit dem dritten Paar flogen sie. Sie riefen einander zu: »Heilig, heilig, heilig ist der Herr, der Allmächtige! Die Erde ist von seiner Herrlichkeit erfüllt!« Habakuk schreibt: „Die ganze Erde wird die Herrlichkeit des Herrn erkennen und davon erfüllt sein, so wie Wasser das ganze Meer füllt.

Vater, Dein Reich komme, wie im Himmel so auf der Erde, in Jesus Namen!

 

Oktober 16, 2012

Intensive Woche auf der Pro-Junior-Herbstfreizeit

Jetzt ist die Woche schon wieder vorbei, auf die wir uns alle so sehr gefreut hatten… Was bleibt sind Erinnerungen an 6 sehr gesegnete Tage, in der wir die Gegenwart Gottes so deutlich gespürt und erlebt haben. Erinnerungen an 78 tolle Jugendliche und an ca. 30 tolle Mitarbeiter, mit denen wir zusammen im Knüll House sein konnten. Aber nicht nur Erinnerungen bleiben, es sind auch Beziehungen neu entstanden oder alte gewachsen, über die ich mich sehr freue und von denen ich hoffe, dass sie weiterleben, Beziehungen in der Familie Gottes.

Besonders hat mich selbst die AG „Hörendes Gebet“ beeindruckt, die ich an zwei Nachmittagen mit einigen Teilnehmern machen durfte. Beim hörenden Gebet geht es hauptsächlich nicht um das Reden mit Gott sondern um den Dialog mit Gott. Besonders das Schweigen fällt mir schon mal schwer, um auch Gottes Antworten auf meine Fragen zu hören. Mir war klar, dass ich bei dieser AG zwar theoretisch etwas zu dem Thema sagen kann, wenn es aber um die Praxis geht, ich vollkommen abhängig von Gott bin. Und wow, Gott hat uns mit seinem Reden dermaßen überrascht und begeistert, dass wir alle an beiden Nachmittagen buchstäblich sprachlos waren. Nach dem zweiten AG-Nachmittag hatten wir dann abends einen Gebetsabend (erfahrungsgemäß immer der beste Abend), an dem die Teilnehmer an verschiedenen Stationen mit Gott ins Gespräch kommen können. Nach diesen knapp zwei Stunden, in denen die Teilnehmer untereinander möglichst nicht kommunizieren sollen gibt es dann einen ausgedehnten Worship-Teil, wo neben viel Lobpreis auch die Teilnehmer über ihre Erfahungen mit Gott berichten können. In diesem Zeugnisteil erzählten die Jugendlichen dann davon, wie Gott zu ihnen gesprochen hat. Andere berichteten von ihren Erlebnissen, dass Gott ihnen Heilung geschenkt hat, viele Jugendliche wurden sehr berührt, andere gaben Gott ihr Leben oder machten einen Neuanfang in ihrer Beziehung zu Gott. HALLELUJAH! War das ein krasser Abend, eine krasse Woche, Gott – Dir gebührt alle Ehre, Du bist Gott und König, Du veränderst, Du heilst, Du schenkst Frieden.

Danke Gott für diese wunderbare Woche, danke heiliger Geist, dass Du so viel bewirkt und zu uns gesprochen hast, danke Jesus für Heilung, für Reinwaschung und für Deine Vergebung.

März 26, 2012

Offenbarung – das Hoffnungsbuch

Heute war Ulrich Neuenhausen, der Leiter der Bibelschule Forum Wiedenest bei uns in der Gemeinde zu Gast und hat ein Seminar zum Buch der Offenbarung mit uns durchgeführt. Ulrich ist Autor des Buches „Die Offenbarung – Das Buch das glücklich macht“.

Auch wenn es nicht ganz einfach war, die Zusammenhänge zu verstehen und es sicher auch andere Auslegungsmöglichkeiten der Offenbarung gibt, konnte ich seiner Auslegung folgen. Was mich besonders beeindruckt hat ist die Tatsache, dass ich mich als sein Kind nicht zu fürchten brauche. Besonders gestern in der Predigt zu Offenbarung 12 und dem Titel der Predigt „Die Entlassung des Staatsanwaltes“ ist mir noch einmal klar geworden, wir umfangreich Gottes Vergebung für mich ist und dass der Widersacher, der Ankläger, der Satan kein Anrecht mehr an mir hat. Ich gehöhre zu Jesus und zu IHM allein und nichts kann mich von ihm trennen.

Danke Jesus für Deine Vergebung!

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Januar 24, 2012

Aha-Erlebnis am frühen Morgen

Was für eine coole Zeit mit Gott heute morgen. Habe Matthäus 18 gelesen, ein Kapitel der Bibel, das sehr bekannt ist, in dem Sätze wie „wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“ und weitere mehr stehen, die ich fast in- und auswendig kenne. Und dann plötzlich – schon fast beim „Überfliegen“ des bekannten Textes – spricht der heilige Geist auf einmal so klar und deutlich zu mir, dass ich diesen Text auf einmal in einem ganz anderen Licht sehe, als bisher.

Da geht es zuerst um die Frage, was wahre Größe im Reich Gottes wirklich ausmacht. Dann warnt Jesus die Jünger vor Verführungen und erzählt ihnen das Gleichnis vom verlorenen Schaf,wo der Hirte seine 99 weidenden Schafe zurück lässt, um das eine verirrte Schaf wieder zu finden. Und dann plötzlich kommen die Aussagen Jesus zum Thema „was tun, wenn Dein Bruder oder Deine Schwester gegen Dich sündigt“. Und genau an dieser Stelle hat der heilige Geist gerade den Blick meiner bisherigen Sichtweise zugedeckt und verdunkelt, um mir eine komplett neue Sichtweise zu schenken.

Hatte ich die Verse 15-22 bisher aus der „Du-hast-gesündigt-und-ich-habe-Recht-und-zur-Not-beweise-ich-das-mit-Aussagen-meiner-Mitgeschwister“-Sicht gelesen, hat Gott diese Denke gerade ins rechte Licht gerückt. Da war die innere Stimme, die mir sagte: „Hey, raff´ es doch, es geht mir hier doch um ganz etwas anderes. Es geht mir nicht darum, dass Du Deinen geistlichen Dickkopf bekommst und du dem Anderen sein Versagen klar machst, mir geht es um Wiederherstellung, mir geht es darum, Sünder zurück zu gewinnen, sie wieder in eine tiefe Beziehung mit mir zu führen, weil sie für mich so wertvoll sind und ich sie so doll liebe.“

Wow, das war eine Ansage! So hatte ich diesen Text noch nie gesehen. Natürlich kam dann sofort der Zweifler in mir durch mit der Frage, was denn ist, wenn mein 4-Augen-Gespräch keine Wirkung zeigt. Dann steht dort doch in Matthäus 18, 17: „Will er auch auf diese nicht hören, dann bring die Sache vor die Gemeinde. Will er auch auf die Gemeinde nicht hören, dann soll er in deinen Augen ´wie ein gottloser Mensch` sein, wie ein Heide oder ein Zolleinnehmer.“ Dann bestehe ich doch auf meinem Recht oder auf meiner Besserwisserei, oder? Ist das nicht sogar Jesus Anweisung hier in diesem Text?

Auch da hat mir Gott einen kleinen Einblick in sein Herz, in seine Denke geschenkt. Wenn mein 4-Augen-Gespräch nichts bringt, dann und erst dann sagt Jesus, dass ich mit ein oder zwei Anderen es noch einmal versuchen soll. Was denn versuchen? Die Person von seiner Sünde zu überführen und ihn möglichst auch vor den Augen anderer zu degradieren? Nein! Versuchen, ihn wieder zurück zu gewinnen, zurück in eine tiefe und gute Beziehung zu Gott, aber auch in eine gute und tiefe Beziehung untereinander.

Und was meint Jesus dann mit seiner Aussage, die betroffene Person als gottlosen Mensch, als Heide oder Zolleinnehmer zu betrachten, wenn alle Versuche nichts bringen? Kommt das nicht einem Ausschluss von der Gemeinschaft gleich? So war meine Denke bis heute morgen. Aber was meint Jesus denn hier wirklich? Dass der Abtrünnige und Unbelehrbare endlich zu spüren bekommt, was er durch sein Tun verdient? Ablehnung und Ausschluss? Nein, ich soll ihn umso mehr versuchen zurück zu gewinnen, in dem ich mich für ihn verwende wie für einen Gottlosen, einen Heiden, einen Zolleinnehmer. Damit habe ich als Christ doch kein Problem, das ist doch meine Aufgabe, Menschen, die ohne Gott leben und keine Beziehung zu IHM haben, in eine Beziehung zu führen, davon zu erzählen, wie cool es ist, mit Gott Beziehung zu leben. So soll ich mich dann für diese Person einsetzen, sie mit Liebe überführen und zurück gewinnen.

Daddy, ich kann nur staunen über Deine Eigenschaften, über das „Wie“ Du bist. Danke für diesen tiefen Einblick in Dein Herz. Lass mich immer mehr dieses Denken von Dir übernehmen, lass mich es hineintragen in meine Gemeinde. Bitte Vater schenke mir noch viele solcher Aha-Erlebnisse mit Einblicken in Dein Herz.

Januar 20, 2012

Freundschaft

…ist eine tolle Erfindung Gottes. Du bist gesegnet, wenn Du Freunde hast, die für Dich beten. Du bist gesegnet, wenn Du Freunde hast, die Dich lieb haben, auch wenn Du selbst nicht viel zu geben hast. Du bist gesegnet, wenn Du Freunde hast, die für Dich da sind, auch wenn es Dir nicht gut geht. Du bist gesegnet, wenn Du Freunde hast, die Dir Deine Fehler vergeben, Dich Aufrichten und mit Dir weiter gehen. Du bist gesegnet, wenn Du Freunde hast, die Dir echt zuhören. Du bist gesegnet, wenn Du Freunde hast, die versuchen, Dich zu verstehen. Du bist gesegnet, wenn Du Freunde hast, die Dir liebevoll helfen, Deine Fehler zu erkennen, sie zu bekennen und sie zukünftig nicht mehr zu machen. Du bist gesegnet, wenn Du Freunde hast, die mit Dir zusammen Gott nachfolgen.

Danke Jesus für Freunde, die Du uns schenkst.

Und nebenbei erwähnt die Hauptsache: Jesus wartet darauf, Dich seinen Freund nennen zu dürfen. Möchtest Du das?  … dann bist Du sehr gesegnet…

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