Seelsorge, Psychotherapie (HPG) & Traumaberatung Timmler


Juni 16, 2011

Notizen „Die Perfektionismusfalle“


Gestern abend sprach Reinhold Ruthe im Rahmen einer Vortragsreihe des Vereins „Schwerelos e. V.“ in Hagen zum Thema  „Die Perfektionismusfalle“. Hier grob meine Notizen:

Der Perfektionist

  • ist vollkommenheitsstrebig
  • möchte lückenlos und fehlerlos sein
  • möchte besser sein als andere
  • ist überheblich
  • ist „buchstabentreu“ und entwickelt einen großen „Hochleistungsglauben“
  • ist mit nichts außer dem Perfekten zufrieden
  • meint, makellos und fehlerfrei zu sein
  • ist übersorgfältig und übertreu und moralistisch
  • ist Idealist

„Vollkommen sein bedeutet, vollkommen bei IHM zu sein“ (Zitat v. Oswald Chambers)
„Das Ideale ist die Grundunvernunft im Leben“ (Zitat v. Friedrich Wilhelm Nietzsche)
–> Das Ideale gibt es erst im Himmel!

Perfektionisten

  • möchten sich nichts zu Schulden kommen lassen
  • wollen immer ein Vorbild sein
  • tun oft „alles für den Herrn“ (–> Achtung: Lüge!)

Perfektionisten

  • sind oftmals intolerant
  • haben einen kritischen Geist
  • sind fehlerorientiert
  • haben wenig Barmherzigkeit
  • stehen unter der Tyrannei des „Sollns und Müssens“ und das Müssen wird zur „Faust im Nacken“
  • sind unzufrieden
  • haben zu hohe Ziele
  • streben das Optimum an und können sich mit dem Mittelmaß nicht zufrieden geben (Achtung! Nur Gott ist absolut!)
  • sind herrschsüchtig (die eigenen Maßstäbe geben den Ton an)
  • suchen Bewunderung und Anerkennung
  • treiben ihre Kinder an
  • sind einsame Spitze (zwar spitze, aber halt einsam…)

–> „Perfektionismus ist die Nachäffung der Glaubensvollkommenheit“

Symptome bei Perfektionisten sind Aussagen wie: „Alles oder Nichts“, „Sekt oder Selters“ u. v. m. (passendes Zitat eines Fußballtrainers: „…wir haben alles trainiert, nur nicht die Niederlage…“; Beispiel: Robert Enkes Freitod)

Der Satz „ihr werdet sein wie Gott“ ist teuflisch (Beispiel: Turmbau zu Babel in 1. Mose 11)

Perfektionisten fühlen sich oft minderwertig und entwickeln daraufhin einen übermäßigen Ehrgeiz. Ehrgeiz kommt in der Bibel 7 mal vor und jedes Mal kommt es darauf hin zu Problemen und Spaltungen in Gemeinden!

Erlebte Zurückweisungen und Ablehnungen können zum Perfektionismus führen, ebenso fehlende Erziehung oder Liebesentzug z. B. der Eltern.

Umgang mit Perfektionismus:

  • Konkurrenzstreben aufgeben (z. B. durch Änderung der Einstellung: „Danke Gott für meine von Dir geschenkte Gabe XY“ und nicht „Bruder A oder Schwester B hat eine bessere Gabe XY“)
  • Mut zur Lücke und Unvollkommenheit haben und Ja dazu sagen (mehr „Na und“-Mentalität an den Tag legen); Vollkommenheit erreichen wir erst im Himmel und wir sind unvollkommen, haben Fehler und sind Sünder. Aber dafür ist Jesus ja gestorben und er liebt mich, ja, er liebt mich!!!
  • – lerne das Leben lieben (Joh. 10, 10)
  • – so wie ich bin, bin ich gut genug! Selbstannahme mit allen meinen Fehlern, Macken und Schwächen. Ich muss mich nicht überanstrengen, ich bin gut genug! Ich muss nicht hektisch arbeiten, auch nicht „für den Herrn“, sondern ich kann alles in Ruhe und seinem Frieden erledigen.
Juni 15, 2011

Vorfreude auf zwei Visionstreffen in der Gemeinde

Am kommenden und übernächsten Samstag ist Martin Schneider aus Wiedenest in unserer Gemeinde zu Gast. In einem kleinen Kreis möchten wir Gott fragen, was er mit unserer Gemeinde vorhat, wie es weiter gehen soll, welche Aufgaben er für uns hat und welche Visionen. Ich persönlich freue mich schon sehr auf diese beiden Treffen und bin gespannt, was Gott uns sagen wird und wo es hingeht. Gott ist so gut, es wird bestimmt spannend.

Juni 15, 2011

Letzter Tag ZAP / Vortrag „Die Perfektionismusfalle“

Für Gul ist heute ein besonderer Tag. Die letzte Prüfung auf der Gesamtschule gilt es noch zu bestehen, heute in Mathematik. Gut, dass Gott immer bei uns ist, auch heute während der Prüfung bei Gul. Wir freuen uns mit ihr, wenn sie es dann heute Mittag endlich geschafft hat. Nach den Prüfungen kommen zwar noch ein paar Tage Schule, aber den Kopf darf sie dann schon einmal frei haben.

Heute Abend lädt der Verein „Schwerelos e. V.“ wieder zu einem Vortrag von Reinhold Ruthe. Das Thema heute „Die Perfektionismusfalle“.

Juni 14, 2011

Pfingsten 2011

Pfingsten 2011 ist schon wieder vorbei. Zum ersten Mal seit Jahren konnten wir uns über Pfingsten als Paar eine Auszeit gönnen. In den Vorjahren waren wir mit den Kids und Teens der Gemeinde unterwegs, in diesem Jahr gab es genug neue Mitarbeiter, die mitgefahren sind. Unsere eigenen Kids waren auf der Pfingstjugendkonferenz der Bibelschule Wiedenest, die in diesem Jahr in der Siegerlandhalle stattgefunden hat. So haben wir als Paar die Gelegenheit genutzt und sind für drei Tage nach Egmond aan Zee in Nordholland gefahren und haben es uns gut gehen lassen. Es war ein tolles, entspanntes Wochenende mit gutem Essen, tollem Wetter, Zeit zum Lesen und Fahrrad fahren. Danke Gott für dieses Geschenk, das wir echt genossen haben.

Juni 07, 2011

ZAP – erster Tag

Der erste große Tag von Gul in Sachen Schulabschluss. Heute steht für sie die zentrale Abschlussprüfung in Deutsch an. Wir sind sehr zuversichtlich, dass sie es schaffen wird. Schließlich ist sie ja nicht alleine. Danke Gott, dass Du ihr bis heute so doll geholfen hast!

Juni 07, 2011

Au wie Auto…

So ein Auto ist ja schon ein Luxus-Gut. Nachdem wir vor vier Wochen zwei neue Reifen und neue Bremsen bekommen haben und froh waren, dass uns der TÜV nicht getrennt hat, stehen nun erneut größere Reparaturen an. Der Kupplungszylinder hat das Zeitliche gesegnet und tropft fröhlich vor sich hin. Ab heute legen wir deswegen nun zwei autofreie Tage ein und hoffen, dass die ölige Bremsflüssigkeit sich nicht auf die Kupplungsscheibe verflüchtigt hat. Denn dann möchte unser Auto auch noch eine neue Kupplung 🙁

Juni 06, 2011

Besuch im Feierabendhaus

Heute war der erste richtige Besuchstag einer Gruppe Jugendlicher im Feierabendhaus. Einige haben mit den alten Menschen „Mensch-Ärgere-Dich-Nicht“ gespielt, einige andere sind mit den alten Menschen in Rollstühlen duch den Park spazieren gegangen. Sowohl die Jugendlichen als auch die besuchten Menschen haben viel Freude erlebt. Gekrönt wurde der Besuch durch gemeinsames Singen im benachbarten Park. Danke Gott für die lieben alten Menschen und für die Teens, die ihre Zeit für diese Menschen opfern. Segne sie bitte dafür!

Juni 01, 2011

Ankündigung: Arne Kopfermann + Sara Lorenz + Someday Jacob

Konzert „storys & worship“
Am Sonntag, 19.6. findet ein besonderer Lobpreis / Konzert – Gottesdienst „storys & worship“ mit Arne Kopfermann und Sara Lorenz um 10.00 Uhr im Gemeindesaal Bergstrasse 7 in Schwelm stattt!

Vom 9-19.Juni ist Arne Kopfermann (www.arnekopfermann.de) mit seinem aktuellen Konzertprogramm auf „Storys & Worship-Tour“.
Special Guest ist Sara Lorenz (www.saralorenz.de).

Wunderschöne Balladen wechseln sich ab mit gitarrenlastigen, groovig-jazzigen Songs im modernen Akustik-Sound.
Jörn Schlüter komplettiert das Trio. Unter dem Namen Somebody Jacob spielt er leisen Songwriter-Folk zwischen Paul Simon und Jars of Clay.

Also herzliche Einladung an alle die gute Lieder mögen und einen besonderen Sonntagmorgen geniessen wollen!

Eintritt kostenlos!

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Juni 01, 2011

Der Glanz auf Moses Gesicht

Heute morgen las ich im 2. Buch Mose von der Begebenheit, wo Gott seinen Bund mit Mose und dem Volk Israel erneuert (Kap. 34). Ich habe mir die Situation so vorgestellt, wie Mose nach seinen traurigen Erlebnissen mit dem goldenen Kalb und der Abtrünnigkeit seines Volkes erneut aufbricht, um 40 Tage unter Fasten (er aß und trank nichts!) alleine in Gottes Gegenwart zu treten, erneut seine Gebote aufzuschreiben und für sein Volk zu beten. Diese 40 Tage haben Mose total verändert. Er erlebt Gott live und in Farbe, muss sich aber von der Herrlichkeit und Heiligkeit Gottes abwenden bzw. sein Gesicht bedecken. Was muss Mose erlebt haben, was muss er gedacht haben. Wahnsinn, Gott so nahe sein zu dürfen und IHN zu erleben. Für mich ist alleine der Gedanke daran „Gänsehaut pur“.

Und dann habe ich mir vorgestellt, wie Mose nach 40 Tagen ohne etwas zu Essen oder zu trinken wohl augesehen haben muss. Wahrscheinlich abgemagert, ausgedürrt, einfach nur fertig. Aber wie sah die Realität aus? In Vers 29 steht: „Als Mose mit den beiden Tafeln in der Hand vom Berg Sinai herabstieg, lag ein Glanz auf seinem Gesicht, denn er hatte mit dem Herrn gesprochen; Mose selbst merkte nichts davon.“ Und in Vers 30: „Aaron und die anderen Israeliten aber sahen sein leuchtendes Gesicht und fürchteten sich, in seine Nähe zu kommen.“ Ist das nicht irre? Wie viel mehr bewirken 40 Tage in der Gegenwart Gottes als Essen und Trinken? Mose selbst merkte davon nichts, aber seine Umgebung sah und spürte, dass Mose etwas Großartiges erlebt haben musste.

Ich habe mich dann gefragt, wie ich diesen beeindruckenden Text für mich lebendig machen kann und was Gott mir mit diesem Text sagen möchte. Ich hatte den Eindruck, dass Gott mir deutlich machen möchte, dass er auch mein Gesicht zum Strahlen bringen kann und dass er es möchte, dass meine Umgebung registriert, dass ich ein tiefes Erlebnis mit dem König der Könige und dem Herrn der Herren, meinem Papa im Himmel gehabt habe. Ich bin überzeut, dass mich die gemeinsame Zeit mit Gott verändern wird, denn ER ist derselbe, gestern (zu Moses Zeiten), heute (in meiner Zeit) und in alle Ewigkeit.

Lieber Herr, lass mich für diese tiefe Gemeinschaft mit Dir bereit sein, trotz mancher Dinge, die vielleicht nicht so schön sind und die nicht so rund laufen. Lass mich Deine Gegenwart spüren und erleben und lass mich ähnlich wie Mose so verändert werde, dass man mir Deine Liebe, Deine Freundlichkeit, Deine Güte ansieht.

Mai 31, 2011

Diakonie – Besuchsdienst gestartet

Gestern hat ein weiterer Teil von „Hoffnung“ seine Arbeit aufgenommen. 12 Teens und drei erwachsene Mitarbeiter trafen sich zum ersten Mal im Feierabendhaus in Schwelm mit der Leiterin der Abteilung „Ehrenamt“ und konnten einen ersten Einblick bekommen, wie der neue Besuchsdienst aussehen wird. Ab nächster Woche werden die Jugendlichen jeweils in Begleitung eines erwachsenen Mitarbeiters einmal pro Woche die alten Bewohner des Feierabendhauses besuchen und wir hoffen, dass wir ihnen damit eine große Freude machen können.