Seelsorge, Psychotherapie (HPG) & Traumaberatung Heike und Andreas Timmler


Dezember 20, 2011

Schnee

Schön, wenn ein Tag so wie der heutige Tag startet: Ein erster Blick aus dem Fenster, alles ist mit einer weissen Decke überzogen, es schneit bei leichtem Frost und das Geräusch des fallenden Schnees ist schon ein ganz besonderes. Das normale Leben wird unterbrochen, weil die Fahrt mit dem Motorroller nicht möglich ist und so stapfe ich durch den Schnee zum Bahnhof.

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Alles geht heute langsamer und ich habe mehr Zeit, über die Größe Gottes nachzudenken. Mir kommen die Worte Hiobs in den Kopf, der in seinem Buch schreibt: „Wunderbar ist Gottes Donnerstimme. Er tut unbegreiflich große Dinge. Er befiehlt dem Schnee, auf die Erde zu fallen, ebenso dem Schneeregen und dem Wolkenbruch. So zwingt er die Menschen, ihre Arbeit ruhen zu lassen, um ihnen sein Handeln vor Augen zu führen. Das Wild verkriecht sich in seinen Schlupfwinkel oder bleibt in seiner Höhle. Aus dem Süden bricht der Sturm hervor und der Nordwind bringt Kälte. Gottes Atem schickt Eis und an den Ufern gefrieren die Wasserflächen. Er füllt die Wolken mit Feuchtigkeit und Blitze zucken aus ihnen hervor. Er treibt die Wolken hin und her und im Kreis herum, sie folgen seiner Leitung und tun überall auf der Welt, was er von ihnen will... Steh still und betrachte, was Gott Wunderbares tut! Begreifst du, wie Gott all diese Dinge regelt und wie er den Blitz aus den Wolken hervorzucken lässt? Durchschaust du, wie die Wolken am Himmel dahinschweben? Kannst du die Wunder fassen, die Gott in seiner vollkommenen Weisheit tut?“

Ist das nicht irre, was da so über Nacht passiert? Große Teile Deutschlands liegen nun unter dieser weissen Decke. Wie stark muss Gottes Atem sein, der mit einem Hauch das Land mit einer dicken Schneedecke bedeckt? Welcher Reichtum  steht meinem Papa im Himmel zur Verfügung? Wie viele Kinderherzen (und Erwachsenenherzen) hat Daddy mit einem Mal glücklich gemacht?

Beim Nachdenken über diesen meinen Gott fielen mir noch Worte aus Psalm 147 ein. Dort heisst es (in Ausschnitten): „Halleluja! Ja, es ist gut, unserem Gott Loblieder zu singen! Ihn zu loben, macht froh und ist wunderschön! … Er heilt gebrochene Herzen und verbindet Wunden… Unser Herr ist groß und seine Macht ist gewaltig! Seine Erkenntnis übersteigt alles, was wir begreifen können! Er bedeckt den Himmel mit Wolken und spendet der Erde Regen...  der Herr hat Freude an denen, die ihn ehren und ihre Hoffnung auf seine Gnade setzen. Lobe den Herrn, Jerusalem! Lobe deinen Gott, Zion! ..  Er schickt Schnee wie weiße Wolle und streut auf den Boden Reif wie Asche aus. Er schleudert Hagel wie Steine. Wer kann in dieser Kälte überleben? Doch auf sein Wort hin schmilzt alles wieder. Er schickt seine Winde, und das Eis taut.

Wie unendlich groß ist mein Gott? Neben den Aussagen, die seine Macht deutlich machen, steht sehr unscheinbar dann der Satz „Er heilt gebrochene Herzen und verbindet Wunden„. Ist das nicht unglaublich? Mein König, mein Gott, der Herr der Herren, der Allmächtige, der Ewige, er kümmert sich um gebrochene Herzen und mein König verbindet Wunden!!! Daddy, das macht Dich mir immer größer!

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