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Trust me! Phil Dooley (Hillsong Cape Town / South-Africa) über Gottvertrauen |

Seelsorge, Psychotherapie (HPG) & Traumaberatung Heike und Andreas Timmler


Juni 04, 2013

Trust me! Phil Dooley (Hillsong Cape Town / South-Africa) über Gottvertrauen

Frisch vom Willow-Creek Jugendkongress in Wetzlar kam Phil Dooley am vergangenen Sonntag nach Düsseldorf. Phils Predigten sind immer sehr ansprechend, tiefgründig und mit einer guten Prise Humor gespickt. Genau auf den Tag seiner Gastpredigt in Düsseldorf existiert seine Heimatgemeinde Hillsong Capetown in Südafrika seit fünf Jahren. Mittlerweile wurden dort 5 Campusse ins Leben gerufen, viele Menschen kommen zum Glauben an Jesus Christus und echte Wunder Gottes passieren dort.

IMG_2108In seiner Predigt ging es um das Thema „Trust me!“ – unserem Vertrauen auf Gott. Vertrauen auf Gott muss gelernt werden, es ist nicht einfach da. Vertrauen ist zudem äußerst schwierig, weil wir in unserem Leben so unsere Erfahrungen mit Vertrauen machen. Oft sind diese Erfahrungen leider negativ. Wir schenken anderen Menschen unser Vertrauen und werden vielleicht derbe enttäuscht. Und schon wird es beim nächsten Mal ein Stück schwieriger, jemandem das Vertrauen zu schenken, alleine aus der Angst heraus, das Vertrauen könnte wieder gebrochen und man selbst erneut enttäuscht werden. Und so ziehen wir uns mit jedem missbrauchten Vertrauen ein Stückchen weiter in unser Schneckenhaus zurück und sind bald nicht mehr in der Lage, einen so genannten Vertrauensvorschuss zu geben.

Auch das Vertrauen auf Gott muss erlernt werden. Phil Dooley machte das an Hand der Geschichte von Simon Petrus deutlich und las dazu folgende Bibelstellen:

  • Matth. 4,18-20: „Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er zwei Fischer, die auf dem See ihr Netz auswarfen. Es waren Brüder, Simon, auch Petrus genannt, und Andreas. Jesus sagte zu ihnen: »Kommt, folgt mir nach! Ich will euch zu Menschenfischern machen.« Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.“
  • Lukas 5,1-11: „Eines Tages stand Jesus am See Gennesaret; eine große Menschenmenge drängte sich um ihn und wollte das Wort Gottes hören. Da sah er zwei Boote am Ufer liegen. Die Fischer waren ausgestiegen und reinigten ihre Netze. Jesus stieg in das Boot, das Simon gehörte, und bat ihn, ein Stück weit auf den See hinauszufahren. So konnte er im Boot sitzen und von dort aus zu den Menschen sprechen. Als er aufgehört hatte zu reden, wandte er sich an Simon und sagte: »Fahr jetzt weiter hinaus auf den See; werft dort eure Netze zum Fang aus!« Simon antwortete: »Meister, wir haben uns die ganze Nacht abgemüht und haben nichts gefangen. Aber weil du es sagst, will ich die Netze auswerfen.« Das taten sie dann auch, und sie fingen eine solche Menge Fische, dass ihre Netze zu reißen begannen. Deshalb winkten sie den Fischern im anderen Boot, sie sollten kommen und mit anpacken. Zusammen füllten sie die beiden Boote, bis diese schließlich so voll waren, dass sie zu sinken drohten. Als Simon Petrus das sah, warf er sich vor Jesus auf die Knie und sagte: »Herr, geh fort von mir! Ich bin ein sündiger Mensch.« Denn ihm und allen, die bei ihm ´im Boot` waren, war der Schreck in die Glieder gefahren, weil sie solch einen Fang gemacht hatten, und genauso ging es Jakobus und Johannes, den Söhnen des Zebedäus, die zusammen mit Simon Fischfang betrieben. Doch Jesus sagte zu Simon: »Du brauchst dich nicht zu fürchten. Von jetzt an wirst du ein Menschenfischer sein.« Da zogen sie die Boote an Land, ließen alles zurück und schlossen sich ihm an.“
  • Matth. 14,22-29: „Nun drängte Jesus die Jünger, unverzüglich ins Boot zu steigen und ihm ans andere Ufer vorauszufahren; er wollte inzwischen die Leute entlassen, damit sie nach Hause gehen konnten. Als das geschehen war, stieg er auf einen Berg, um ungestört beten zu können. Spät am Abend war er immer noch dort, ganz allein. Das Boot befand sich schon weit draußen auf dem See und hatte schwer mit den Wellen zu kämpfen, weil ein starker Gegenwind aufgekommen war. Gegen Ende der Nacht kam Jesus zu den Jüngern; er ging auf dem See. Als sie ihn auf dem Wasser gehen sahen, wurden sie von Furcht gepackt. »Es ist ein Gespenst!«, riefen sie und schrien vor Angst. Aber Jesus sprach sie sofort an. »Erschreckt nicht!«, rief er. »Ich bin´s. Ihr braucht euch nicht zu fürchten.« Da sagte Petrus: »Herr, wenn du es bist, dann befiehl mir, auf dem Wasser zu dir zu kommen!« – »Komm!«, sagte Jesus. Petrus stieg aus dem Boot und ging auf dem Wasser auf Jesus zu.“
  • Joh. 18: Petrus verleugnet Jesus drei Mal
  • Joh. 21 (komplettes Kapitel)
  • 2. Tim. 2,13: „Und doch hebt unsere Untreue seine Treue nicht auf, denn er kann sich selbst nicht untreu werden.“

In der ersten Begebenheit schenkt Petrus Jesus trotz seiner Zweifel (…Herr, wir haben die ganze Nacht nichts gefangen…) sein Vertrauen (…aber auf dein Wort hin werfe ich die Netze noch einmal aus…), entgegen aller menschlichen Vernunft und entgegen den Gesetzen der Fischerei. Das ist dieses Stück Vertrauensvorschuss. Jesus belohnt Petrus mit einem übervollen Netz, das er alleine nicht einholen kann. Ob Petrus wohl bereut hat, Jesus sein Vertrauen geschenkt zu haben? Sicher nicht, er lässt alles stehen und liegen und folgt Jesus nach. Und Jesus überträgt Petrus größere und wichtigere Aufgaben. Er sagt: „Von jetzt an wirst Du Menschenfischer sein.“ Ich glaube, dass wir heute mehr dieses kleine Stück Vertrauensvorschuss brauchen. Jesus hat unendliche Ressourcen zur Verfügung und ER möchte unsere Netze füllen, ER möchte uns größere und wichtigere Aufgaben übertragen. Wie oft ist es bei mir schon daran gescheitert, dass ich meinen Zweifeln mehr geglaubt habe, als Jesus Verheißung? Dieses Zitat von Phil Dooley bringt es auf den Punkt: „Du bist nicht berufen, ein kleines Leben zu leben!

Bei der zweiten Begebenheit kommt Petrus frisch von weiteren Erlebnissen, die er mit Jesus hat. Er hat Krankenheilungen erlebt und an der unglaublichen Brot- und Fischvermehrung teilgenommen, er ist sogar Teil davon gewesen. Wieder muss er gedacht haben: „Ja, es lohnt sich, dem Aufruf „Trust me!“ Folge zu leisten. Jesus ist einfach gut, er sorgt für mich, er sorgt für 5000 Männer plus Frauen und Kinder, ja, es lohnt sich!“ Und vielleicht genau mit diesen Gedanken steigt Petrus dann auch in das Boot und fährt hinaus auf den See. Jesus hatte ihm und den anderen Jüngern gessagt, dass sie ihm an das andere Ufer vorausfahren sollten. Auf dem See passiert es dann: Ein Sturm kommt auf. Wie konnte Jesus Petrus denn auf das Wasser schicken, obwohl er den Sturm kommen sah? Wie konnte Jesus den Petrus dieser Gefahr aussetzen? An dieser Stelle bröckelt das Vertrauen der Jünger, sie haben Angst, sie haben Lebensangst, und dann kommt da auch noch eine Art Gespenst. Hatten Sie nicht schon Vertrauen gelernt? Hatten sie nicht schon erlebt, dass es sich lohnt, Gott zu vertrauen? Gott hat uns kein sturmfreies Leben versprochen, aber er zeigt mit dieser Geschichte so deutlich, dass er längst mit uns in unserem Sturm ist, dass er da ist. ER ist kein ferner Gott, er ist mitten im Sturm bei Petrus und ER ist mitten in unseren Stürmen bei uns. Welche Sicht haben die Jünger? Sie sehen den Sturm, sie sehen die Wellenberge, sie sehen die Dunkelheit, sie sehen in dieser beängstigenden Situation sogar ein Gespenst.

Kann es sein, dass meine Lebenseinstellung so negativ ist, dass ich Jesus gar nicht mehr erkenne, obwohl er direkt bei mir ist, mitten in meinem ganz persönlichen Sturm?

Petrus erkennt in diesem Sturm plötzlich, dass es gar kein Gespenst ist, sondern Jesus selbst. Und da macht es bei Petrus Klick. Das Vertrauen kommt wieder, er erinnert sich plötzlich an sein Erlebnis mit dem Auswerfen der Netze entgegen aller Logik, er erinnert sich an die Menschen, die Jesus geheilt hat, er erinnert sich an die wenigen Brote und Fische, die tausende Menschen satt gemacht haben und mehr übrig lassen lies, als vorher zur Verfügung standen, er erinnert sich daran, dass sein Meister alles kann, dass ihm nichts unmöglich ist, nichts, nichts, einfach nichts. Und dann schenkt er Jesus wieder ein Stück Vertrauen, Jesus wird die Naturgesetze außer Kraft setzen und ihn auf dem Wasser laufen lassen… und mit diesem Vertrauensvorschuss steigt er auch schon über die Reling. Und Gott belohnt dieses Vertrauen mit dem Erlebnis, auf dem Wasser laufen zu können. Das ist echt krass.

Auch wenn dann bei Petrus die Angst wiederkommt, als er auf die Wellenberge sieht und er droht zu sinken darf er doch erleben, dass sich Vertrauen lohnt. Und selbst in dem Moment, als die erlebten Wunder Gottes bei ihm nicht mehr präsent sind, als seine Angst überwiegt, als er die Wellenberge sieht, die ihn bedrohen, da ist Jesus Hand da, die ihn rettet. Wie unglaublich gut ist Gott!?! Ich möchte nicht auf dem Wasser laufen, aber ich möchte da sein, wo Jesus ist, und wenn ich da bin, wo Jesus ist, dann werden Wunder passieren, dann wird Gott mein Vertrauen belohnen, selbst wenn ich im nächsten Moment vielleicht schon wieder die Wellen sehe… Phil Dooley bringt es wieder gut auf einen Punkt: „Der gefährlichste Ort für einen Christen ist der außerhalb der Gegenwart Gottes.“

So lernt Petrus in seinem Leben Stück für Stück, sein Vertrauen auf Gott zu setzen. Er gibt Jesus ein kleines Stück Vertrauensvorschuss und wird belohnt mit Segen von Gott, mit Erlebnissen, die übernatürlich göttlich sind. Und dann kommt der Punkt, wo die Angst und Scham einfach zu groß für Petrus wird. Er hat Angst um sein Leben, er hat Angst, wie Jesus gefangen genommen und ebenfalls hingerichtet zu werden. Gilt Jesus Aufforderung „Trust me!“ jetzt auch noch? In dieser lebensbedrohlichen Situation ist es für Petrus einfach zu schwer, Gott hundert Prozent zu vertrauen. Er verrät Jesus, er stellt sich auf die entgegengesetzte Seite und leugnet, Jesus zu kennen. Sicher ist jetzt der Punkt gekommen, wo Jesus nichts mehr mit Petrus anfangen kann. Er hat versagt,  und zwar auf der ganzen Linie. Trotz aller erlebter Wunder, trotz aller Beweise, dass Jesus zu seinem „Trust me!“ steht, ist die Angst einfach größer. Gut, dass Simon Petrus Geschichte in der Bibel hier nicht aufhört, sondern dass es noch Johannes 21 gibt. Gut dass Gott nicht so handelt wie Menschen, wenn deren Vertrauen missbraucht wurde. Gott steht zu Petrus, Gott steht zu seinem Wort und zu seinem Auftrag an Petrus. Fazit: Es lohnt sich, der Aufforderung „Trust me!“ ohne Bedingung und ohne Einschränkung nachzukommen.

Ich persönlich möchte dem Ruf „Trust me!“ folgen, ich möchte kein kleines Leben leben, ich möchte ins Boot einsteigen, auch wenn Stürme auf mich warten, ich möchte aus dem Boot aussteigen, auch oder gerade wenn die Wellen am Höchsten sind weil ich weiss, dass Gott zu seinem Wort steht und er mein Vertrauen nicht enttäuschen wird. Ich weiss, dass mir das nie ganz gelingen wird, weil ich Mensch bin, weil ich natürlich auch die Wellen sehe. Und wenn ich in diesem Momenten falle, dann möchte ich mich daran erinnern, dass Gottes Treue und seine Zusagen nicht von meiner Treue und meinem Grad des Vertrauens abhängig sind, denn: „unsere Untreue hebt seine Treue nicht auf, denn er kann sich selbst nicht untreu werden.“

Und das ist gut so!

 

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