Eindrücke Hillsong Conference 2013 London
Wir sind frisch zurück von der Hillsong Conference 2013 in der O2-Arena in London und stehen noch sehr unter dem Eindruck von dem, was Gott getan hat und wie ER sein Reich baut. In drei Night-Sessions und zwei kompletten Konferenztagen unter dem Motto „This is Revival“ gab es neben ausgiebigem Lobpreis mit Hillsong Live, Hillsong London, Chris Tomlin, Kari Jobe und vielen weiteren Sängern und Bands reichlich Input und Predigten von Bobbie und Brian Houston (Hillsong Sydney), Louie Giglio (Passion City Church Atlanta), Judah Smith (The City Church, Seattle), Christine Caine (A21) u. A.
Wenn wir nur einen Punkt hätten mitnehmen können, dann diesen: Die Kirche stirbt nicht aus, im Gegenteil, sie steht am Anfang einer neuen Ära und wir dürfen Teil dieser Ära sein. So wird auch die Konferenz nächstes Jahr unter dem Motto „No other name than JESUS“ stehen. Wenn das in mir, in uns, in den Kirchen und Gemeinden das zentrale Motto ist, dann werden die Häuser schon bald nicht mehr reichen. Und darauf freue ich mich sehr!
Ich wünsche jedem, der das hier liest, dass er oder sie es selbst erleben darf, vielleicht nächstes Jahr im Juli in London.
Hier noch zwei kleine Eindrücke:
Hillsong Conference London
Morgen ist es endlich soweit und wir brechen zur Hillsong-Conference 2013 nach London auf. Ich freue mich so sehr darauf, zusammen mit ca. 16.000 weiteren Königskindern ganz viel von Gott zu erwarten. Gott selbst soll in den drei Konferenztagen im Mittelpunkt stehen, ER allein soll jedes Herz berühren und ER allein soll in mir und in jedem Besucher ein Feuer anzünden, das dann mit jedem von uns zurück an seinen Ort kommt, an viele Orte in ganz Europa. Gespannt bin ich auf das Thema „This is revival“ (Das ist Erweckung), das mich schon so lange begleitet und mich immer neu motiviert, mit aller Kraft, mit Verstand und besonders mit Herz an seinem Reich mitzubauen, darein zu investieren und Menschen mit IHM in Kontakt zu bringen.
Ich bin überzeugt, dass ich eine gewaltige Erweckung in Deutschland erleben werde, dass Menschen zu hunderten, ja zu tausenden zu Gott finden werden, weil die Zeit reif ist, weil so viele Menschen um Erweckung beten. Gott wird diese Gebete nicht unerhört lassen. Teilweise dürfen wir die Anfänge dieser Erweckung bereits erleben und dafür sind wir Gott sehr dankbar. Aber wir erwarten mehr, wir erwarten viel mehr!
Besonders freue ich mich auch auf die ausgiebigen Worship-Zeiten mit Hillsong-Live, Chris Tomlin und Kari Jobe und auf die Predigten, z. B. von Brian Houston und Judah Smith. Samstag geht es dann wieder nach Hause und direkt weiter zur gemeinsamen Kennenlernparty des B.A.S.E.- und MYP-Teams. Was eine Oase in dem ganzen Stress und Chaos der letzten Wochen.
Gott ist gut und Gott beschenkt uns. Vielen Dank dafür!
Erfrischung
Die heutige Tageslosung aus Jesaja 58,11 hat mich neugierig auf das ganze Kapitel gemacht:
Dann wird dich der Herr beständig leiten und dir selbst in Dürrezeiten innere Zufriedenheit bewahren. Er wird deinen Körper erfrischen, sodass du einem soeben bewässerten Garten gleichst und bist wie eine nie versiegende Quelle.
Aktuell erleben wir in mancherlei Hinsicht eine Dürrezeit. Nach dem Wasserschaden, der uns nach wie vor an jedem Tag begleitet, haben sich so manche weitere Dinge ereignet, die zum Einen einfach nur nerven, zum Anderen auch viel Geld kosten. Das verabschiedet sich der Roller, mit dem ich täglich zum Bahnhof fahre, der neue (gebrauchte) Roller benötigt neue Reifen, die am nächsten Morgen wieder platt sind, beim Auto tropft wieder Öl, das Bügeleisen geht kaputt usw.
Diese ganzen Dinge zehren schon ganz schön an den Nerven und am Geldbeutel und dann lese ich diesen Vers, der mich aufhören lässt. In diesem Kapitel geht es um den wahren Gottesdienst und um den falschen Gottesdienst. Ab Vers 6 beschreibt Gott, wie er sich wahren Gottesdienst vorstellt. Seine Vorstellungen von wahrem Gottesdienst sind außerdem gefüllt mit Segnungen, die ER uns verspricht:
Fasten, wie ich es liebe, sieht doch vielmehr so aus: Lasst die zu Unrecht Gefangenen frei und gebt die los, die ihr unterjocht habt. Lasst die Unterdrückten frei. Zerbrecht jedes Joch. Ich möchte, dass ihr euer Essen mit den Hungrigen teilt und heimatlose Menschen gastfreundlich aufnehmt. Wenn ihr einen Nackten seht, dann kleidet ihn ein. Verleugnet euer eigenes Fleisch und Blut nicht. Wenn du so handelst, wird dein Licht aufleuchten wie die Morgenröte. Deine Heilung wird schnelle Fortschritte machen. Deine Gerechtigkeit geht dir dann voraus und die Herrlichkeit des Herrn folgt dir nach. Dann wirst du rufen und der Herr wird antworten. Du wirst um Hilfe schreien und er wird antworten: `Hier bin ich.´ Entferne die Unterdrückung aus deiner Mitte. Lass die höhnischen Fingerzeichen und das trügerische Reden! Öffne dem Hungrigen dein Herz und hilf dem, der in Not ist. Dann wird dein Licht in der Dunkelheit aufleuchten und das, was dein Leben dunkel macht, wird hell wie der Mittag sein. Dann wird dich der Herr beständig leiten und dir selbst in Dürrezeiten innere Zufriedenheit bewahren. Er wird deinen Körper erfrischen, sodass du einem soeben bewässerten Garten gleichst und bist wie eine nie versiegende Quelle. Deine Leute werden die Ruinen aus alter Zeit wieder aufbauen. Die Grundmauern vieler vergangener Generationen werdet ihr wieder errichten. Dann wird man euch folgendermaßen nennen: `Die die Risse ausbessern und die Straßen erneuern, um sie bewohnbar zu machen.´ Tut an meinem heiligen Tag, dem Sabbat, nicht, was ihr wollt, sondern erlebt ihn als Wonne und ehrt den heiligen Tag des Herrn. Ehrt ihn, verfolgt nicht eure eigenen Interessen, geht nicht euren Geschäften nach und spart euch leeres Geschwätz. Dann wird der Herr eure Freude sein. Ich lasse euch über die Höhen der Erde gehen und euch das Erbe Jakobs, eures Vorfahren, genießen. Ich, der Herr, habe gesprochen!«
Diese Sätze haben mich gerade richtig angesprochen. Klar gab es Tage, die irgendwie besser liefen und die einfach schöner waren, aber was macht denn echten Gottesdienst aus? Nicht meine Anbetung, wenn es mir gut geht, wenn alles easy ist. Wahre Anbetung, wahrer Gottesdienst passiert in meinem Alltag, auch oder gerade wenn es nicht so gut läuft, wenn da echte Anfechtungen sind oder – wie man so schön sagt – uns der Feind an den Karren pinkeln möchte und es auch tut. Kann ich dann auch noch den Nächsten sehen, dem es vielleicht noch viel dreckiger geht als mir? Kann ich „jedes Joch“ auch dann noch zerbrechen? Kann ich dann auch noch Menschen gastfreundlich aufnehmen? Ich glaube, in solchen Zeiten stellt sich heraus, wie befestigt mein Glaube ist, wie viel ich Gott auch in schwierigen Zeiten zutraue und ob mein Gottesdienst echt ist. Für mich habe ich gemerkt, dass ich mit Gottes Hilfe da noch viel Lernen kann uns muss 😉 In Johannes 1,5 sagt Gott mir, dass es nie zu dunkel ist, um das Licht zu sehen. Daran möchte ich festhalten!
Gott, ich möchte meinen Gottesdienst nicht abhängig machen von meinen Umständen, meinen Gefühlen. Ich möchte Dir Gott dienen, wie es gut ist in Deinen Augen. Dazu brauche ich Deine Hilfe und Deine Nähe. Danke für die vielen, tollen Verheißungen in diesem Kapitel. Sie tun sehr gut!
Buße und Vergebung
Heute morgen las ich ein Zitat von Leo Bigger, dem Gründer der ICF Zürich. Dieses Zitat lautet: „Not forgiving is like drinking poison and hoping the other person dies.“ Frei übersetzt bedeutet dieses Zitat so viel wie: Nicht zu vergeben ist wie Gift zu trinken und zu hoffen, dass die andere Person stirbt. Wie oft kommt es bei mir vor, dass ich dieses Gift trinke? Warum ist Vergeben so schwer? Wie konnte Jesus mir vergeben, war das für ihn auch so schwer? Warum trinke ich manchmal vielleicht lieber das Gift in der unrealistischen Hoffnung, dass der, der mir weh getan und mich verletzt hat dann stirbt?
Ich glaube, vergeben ist deswegen so schwer, weil ich mein Recht dann zur Seite legen muss, weil ich meinen Stolz überwinden muss. Mit jedem Tag der Unvergebenheit trinke ich einen weiteren Schluck dieses tötenden Giftes, mit jedem Gedanken, dem anderen Schlechtes zu wünschen vergifte ich mich ein Stück mehr. Das ist echt krass, ich bin vielleicht der Meinung, das hat die Person, die mir weh getan, die mich vielleicht gedemütigt hat, nicht verdient, dass ich ihr das, was sie getan hat, vergebe und wem schade ich damit am allermeisten? Mir selbst! Letztlich wird mich Unvergebenheit irgendwann selbst umbringen, es wird einen Keil in meine Beziehungen treiben, es wird meine Gedankenwelt gefangen nehmen, es wird meinen Alltag bestimmen und mich schließlich umbringen.
Vergeben ist fast das Schwierigste, was es in zwischenmenschlichen Beziehungen gibt, vielleicht sogar das Schwerste überhaupt. Auch für Jesus war es alles andere als einfach, ER, der keine Sünde kannte, wurde für mich zur Sünde gemacht. Jesus hat mir meine Schuld abgenommen, ist dafür eines schrecklichen Todes gestorben und hat mir Vergebung zugesprochen. Das war wirklich alles andere als einfach, im Gegenteil.
Wenn Du das hier liest kannst Du Dich ja mal fragen, für was Du Dich entscheiden möchtest. Willst Du gerne jeden Tag weiter einen kleinen Schluck von dem todbringenden Gift trinken oder möchtest Du Dich für eine Entgiftungskur entscheiden und erleben, wie Vergebung Dich und Dein Leben frei macht. Es ist ehrlich nicht leicht, aber es lohnt sich so sehr, dass ich jedem zum Schritt der Vergebung nur von Herzen raten kann. Vielleicht ist sogar zuerst einmal Buße erforderlich vor Gott, dass ich (oder Du) mich bisher der Vergebung verweigert habe. Ich bin überzeugt, dass Gott sehr darauf wartet, dass wir uns zur Vergebung entscheiden und ich bin genau so überzeugt, dass Gott mich dann an die Hand nimmt, wenn ich diesen schweren Schritt gehe, damit ich nicht alleine bin. In Hosea kann man ein Stück weit die Geschichte des Volkes Israel nachlesen. Sie waren zur Zeit Hoseas tief in Sünde, Unmoral und Aberglauben verstrickt. Sogar die Anführer des Volkes waren mittendrin in all den vielen Problemen, Sünden und machten mit. Gott klagte damals sehr über das Verhalten des Volkes und in Kapitel sechs ruft Hosea das ganze Volk zur Buße auf. Dieser Text ist so voller Hoffnung und Zuversicht, dass Gott auf die Buße des Volkes reagieren wird und vergeben wird, das hat mich beim Lesen sehr beeindruckt. Dort stehen Sätze wie:
- Kommt, wir wollen wieder zum Herrn zurückkehren! (Vers 1)
- er wird unsere Wunden verbinden (Vers 1)
- noch zwei Tage, dann wird er uns wieder Kraft zum Leben geben, am dritten Tag wird er uns wieder aufrichten, damit wir in seiner Gegenwart leben können (Vers 2)
- Kommt, wir wollen den Willen des Herrn erkennen! Ja, lasst uns alles daransetzen, dass wir den Herrn erkennen! Dann wird er erscheinen – das ist so sicher wie der Morgen, mit dem jeder Tag beginnt, oder wie der Regen, der jedes Frühjahr kommt (Vers 3)
Das sind Auswirkungen göttlicher Vergebung, einer Vergebung, die so intensiv ist, wie sie unter Menschen nicht sein kann. Göttliche Vergebung bringt wieder zusammen, sie heilt die Wunden, sie schenkt Leben, sie gibt die Fähigkeit, in SEINER Gegenwart zu sein und das ist so sicher, wie der Morgen, mit dem jeder Tag beginnt. Danke GOTT für Deine Vergebung, die so großartig und vollkommen ist. Bitte hilf mir, Vergebung zu lernen und zu leben.
Wasser marsch!
Letzte Woche Donnerstag gab es in unserer kleinen Stadt Schwelm ein extrem heftiges Unwetter. Innerhalb von 30-45 Minuten fielen pro Quadratmeter ca. 60 Liter Regen. Wenn man das einmal auf die kleine Fläche Schwelms von 20,5 Quadratkilometern hochrechnet, dann sind in diesen wenigen Minuten 420250000 Liter Wasser auf unsere Stadt herabgefallen. Das ist eine unglaublich große Zahl. In Tonnen ausgedrückt sind das immerhin noch 420250, in Worten vierhundertzwanzigtausendzweihundertundfünfzig Tonnen Wasser…
Wenn man sich diese Massen bildlich vorstellen möchte, dann sind das gerundete vierhundertzwanzigtausend Kleinwagen, die da mit den Wolken auf unsere Stadt abgeworfen wurden, echt krass!
Gut, bei uns im Keller sind davon nur wenige hundert Liter angekommen, es reicht allerdings für die Durchnässung fast aller (Schlaf-)räume und für einen äußerst unangenehmen Geruch, da das Wasser leider durch die Kanalisation rückwärts gelaufen ist, mit den entsprechenden Zusätzen…
Bei allem Chaos, den dieses Unwetter verursacht hat staune ich darüber, wie unendlich groß Gott ist. Er haucht einmal aus und füllt die Wolken mit Regen, er schickt Blitze, Hagel und Sturm, damit wir Menschen erkennen, das ER Gott ist.Hiob sagt das in seinem Buch an vielen Stellen. Er fragt sich selbst: „Kannst du deine Stimme bis zu den Wolken dringen lassen und einen Regenschauer auf dich herabrufen?“ Nein, das können wir Menschen nicht und alleine daran sehen wir, wie abhängig wir, wie abhängig ich von Gott bin.
Auch wenn wir dieses Mal betroffen sind, sind wir dankbar, dass wir bewahrt geblieben sind. In solchen Situationen kommen natürlich Fragen auf: Warum musste das sein? Warum in unserem Haus? Warum hat Gott das zugelassen? Ich möchte vertrauen, dass seine Pläne gut sind, dass ER alles im Griff hat und dass es zwar ein „Unwetter“ war, dass ER aber damit etwas im Sinn hatte, was letztlich gut ist. Vielleicht liest der ein oder andere Schwelmer ja auch diesen Beitrag und macht sich über die Größe Gottes einmal Gedanken. Es lohnt sich 🙂
„Das ist Erweckung“ oder „Mit dem Fahrrad nach London“
Heute startet der 40-tägige Countdown bis zur Hillsong-Conference im Juli in London. In Vorbereitung auf diese Konferenz startet heute auch das 40-tägige Andachtsheft mit dem Titel „Das ist Erweckung – Erweckung beginnt mit mir“. Persönlich bin ich sehr gespannt auf diese 40 Tage und auf das, was Gott mir in den nächsten 40 Tagen und dann auf der Konferenz mitteilen wird.
Das Thema „Erweckung“ läuft mit in den letzten Monaten und Jahren immer öfter über den Weg. Waren es erst Geschichten über Erweckungen, die andere Menschen in vergangenen Zeiten erlebt hatten und die mich fasziniert haben, darf ich in letzter Zeit immer mehr erleben, dass das, was Erweckung ausmacht, auch in meinem Umfeld passiert. Da geht es nicht mehr um Storys aus dem tiefen Afrika oder frühen Amerika, die von manchen vielleicht mit viel Skepsis betrachtet werden, da geht es um Erlebnisse mit Gott, die hier und heute passieren. Erweckung bedeutet für mich, dass es Menschen gibt, die – ganz platt gesagt – schlafen, schlafen in ihrem Alltag, schlafen in ihrer vielen Beschäftigung, schlafen in ihrem Wohlstand und nicht mitbekommen, dass es viel wichtigere Dinge gibt. Ein solcher Schläfer schreibt gerade diese Zeilen… Erweckung bedeutet für mich aber auch, dass es ein Aufwachen aus diesem Schlaf gibt, die Erkenntnis, dass Gott etwas Großes mit meinem Leben vorhat, dass ER mich dafür nicht braucht, aber dass ER es liebt, mit mir SEINEN Plan umzusetzen. Es geht bei Erweckung für mich auch nicht darum, Hallen und Stadien bei Gottesdiensten vollzumachen um des Vollmachens willen, es geht darum, dass Jesus in meinem Leben den Platz bekommt, den er verdient, dass ER mich füllen darf mit dem heiligen Geist, dass ich IHN liebe mit ganzem Herzen, mit aller Kraft und ganzem Verstand und dass ich meine Mitmenschen lieben lerne, wie mich selbst. Und das wiederum wird zur Folge haben, dass Hallen und Stadien gefüllt werden mit Menschen, die genau das auch erleben möchten. Das ist für mich Erweckung!
Es begeistert mich, wenn ich dieses Verlangen nach Gott in Menschen sehe und erleben darf, wenn ich sehe, was manche Menschen an Anstrengungen in Kauf nehmen, um da zu sein, wo Gott versprochen hat, in der Mitte zu sein. Das betrifft besonders viele junge Menschen, bei denen ich dieses Verlangen erlebe. Ein Beispiel sind zwei junge Männer, die kein Geld haben, um z. B. auf dieser Konferenzim Juli in London dabei zu sein, die sich keinen Flug leisten können. Aktuell planen diese Beiden mit dem Fahrrad nach London zu fahren. Ich finde das große Klasse!!! Und so darf ich viele weitere Bestrebungen sehen und erleben die mir zeigen, dass Gott ganz nah dran ist an diesen Menschen, sie zu berühren, mit Ihnen sein Reich zu bauen und Großes mit ihrem Leben anzufangen, zu SEINER Ehre und für andere Menschen zum Heil. Danke Gott, dass ich Teil dieser Erweckung sein darf. Ich wünschte mir, dass die vielen Gebete von Christen aus unserem Land und auch aus vielen anderen Ländern bald in Erfüllung gehen und Du Dich wie noch nie in unserem Land zeigst.
Die heutige Andacht zum Thema „Erweckung“ hat als Bibelvers diesen Text aus Psalm 90,12: „Lehre uns zu bedenken, wie wenig Lebenstage uns bleiben, damit wir ein Herz voll Weisheit erlangen!“
Lebe Deinen Traum
Angefangen hat unser Traum ja schon vor nunmehr fünf Jahren. Damals sagte meine Frau Heike mir: „Mein Traum ist es, mich als Seelsorgerin ausbilden zu lassen“. Ich fand diesen Traum damals sehr unterstützenswert, besonders nach den vielen Jahren, in denen sie sich ausschließlich um unsere Kinder gekümmert hat und keiner erwerbsmäßigen Arbeit nachgegangen ist. Für diese vielen Jahre bin ich ihr übrigens sehr dankbar. Damals entschloss ich mich, mich diesem Traum anzuschließen und habe eine Seelsorge-Ausbildung mit Heike zusammen begonnen. Was uns damals wie ein riesengroßer Berg vorkam, sowohl was den finanziellen Einsatz dafür betrifft, als auch den zeitlichen, ist aus heutiger Sicht zwar immer noch viel gewesen, aber Stück um Stück ging und geht es weiter und wir dürfen anfangen, unseren Traum zu leben. Gestern konnte ein weiterer Mosaikstein ins große Puzzle eingefügt werden, als Heike ihre mündliche Prüfung zum Heilpraktiker für Psychotherapie vor dem Gesundheitsamt in Dortmund erfolgreich abgelegt hat und sie nun auch offiziell in diesem Beruf tätig sein darf.
Hätte ich damals gewusst, was in der Summe an zeitlichem und finanziellem Aufwand auf uns zukommt, hätte ich vielleicht nicht angefangen, diesen Traum zu leben, sondern hätte mein Leben verträumt (Achtung: Wortspiel 😉 ).
Viele Menschen, besonders junge Menschen (mit denen wir viel Kontakt haben dürfen) fragen uns, was sie denn mal machen könnten, beruflich oder auch in anderen Bereichen des Lebens. Manchmal erwarten sie die Antwort aus dem Himmel, am liebsten in Form eines von Gott persönlich unterschriebenen Zettels mit ganz klaren Anweisungen. Zugegeben, das hätte echt was… Aber eigentlich ist es doch gar nicht so schwierig. Wenn wir in unserem Leben dem nachgehen, was uns Spaß macht, wenn wir darein investieren, wofür unser Herz schlägt und was unsere Leidenschaft ist und das nicht im Widerspruch zu Gottes Gedanken ist, die er uns in der Bibel mitteilt, dann dürfen wir anfangen, unseren Traum zu leben. Wir dürfen auch Fehler machen, denn Gott ist ein Gott, der gerne vergibt. Wir dürfen nach einem Traum auch weiterträumen und andere, neue Ziele in Angriff nehmen. Ich glaube, dass Gott uns ein Empfinden geschenkt hat dafür, was gut für uns ist und was er mit einem jeden einzelnen vorhat. Fest steht, dass Gott gute Pläne mit uns hat, dass er Gaben und Fähigkeiten verteilt, um seinen guten Plan umzusetzen, wo wir als Menschen Teil von sein dürfen.
Wenn wir anfangen, das zu tun, wofür ER uns Träume schenkt, wir dann im Vertrauen losgehen, unabhängig von manchen logischen Überlegungen (z. B. Finanzen), dann können wir sicher sein, dass Gott uns begleitet, dass er eben größer ist als unserer kleine Logik und dass er liebend gern unser Vertrauen belohnt und in Segen umwandelt. Ich muss nicht erst die Tausende Euro auf der so genannten „hohen Kante“ haben, um meinen Traum zu leben, ich muss vertrauen, dass Gottes Schatzkammern voll sind. Ich muss nicht erst einen gewissen Ausbildungslevel haben, um mich um meinen Traum zu kümmern, ich muss eher darauf vertrauen, dass Gott mir in seiner unendlichen Weisheit Verständnis schenkt. Ich muss nicht alles zu 100 % unter Kontrolle haben, ich darf Vertrauen in die Person, die den absoluten Überblick hat.
Ich möchte einfach Mut machen, wenn Du vor Entscheidungen stehst, wo es viele Fragezeichen gibt. Du hast einen Traum, dann fange an, ihn zu leben. Wir durften wieder einmal erleben, dass es sich lohnt, manchmal sogar entgegen dem Rat von Menschen, die es sicher auch gut meinen, aber Gott allein ist es, der eben den Masterplan hat, auch für Dich, Deinen Traum und Dein Leben.
Strom des Segens
Vor ein paar Tagen habe ich schon von dem Buch berichtet, das ich derzeit lese. Dieses Buch hat den Titel „Die Gott nachjagen“ und gestern hatte ich wieder Gelegenheit, in diesem Buch zu lesen. Der Autor überschreibt ein Kapitel darin mit „Lass es regnen“, eine Bitte, die besonders in diesen Tagen der schrecklichen Hochwasser in Süd- und Ostdeutschland, sowie Polen, der Tschechei und anderen Ländern abstrus klingt. Diese Bitte ist auch nicht wörtlich gemeint. Der Autor malt ein Bild davon, was passieren würde, wenn die Faszination eines Lebens mit Gott uns Christen wirklich erreichen würde, wenn unser Glaube mehr als nur ein Besuch im Gottesdienst wäre, wenn wir wirklich komplett unser Leben mit Gott leben, ihm zu 100 % vertrauen und er mit unserem Leben machen dürfte, was ER (Gott) möchte.
Beeindruckt hat mich der Gedanken, dass es in der biblischen Geschichte vorkam, dass Wasserbrunnen nicht mehr ihren Dienst erfüllten, weil Menschen sie zugeschüttet hatten. In 1. Mose 26 wird davon berichtet. Isaak war ein von Gott gesegneter Mann, er besaß große Viehherden, er erntete das hundertfache von dem, was er ausgesäht hatte. Das rief den Neid der Philister hervor, die darauf Isaaks Brunnen zuschütteten. Abimelech bat Isaak damals, wegzuziehen, da er zu mächtig geworden sei. Isaak befolgt diesen Wunsch und zieht in das Tal Gerar. Das erste, was er dort macht ist, dass er die zugeschütteten Brunnen wieder ausgraben lässt, die die Philister nach dem Tod seines Vaters Abraham zugeschüttet hatten. Warum macht Isaak das? Ich glaube, weil er sich erinnerte, dass Brunnen dafür da sind, dass Wasser aus ihnen geschöpft wird, klares, reines Wasser, das zur Lebenserhaltung so wichtig ist, Wasser, das erfrischt. Interessanterweise kommt es beim Ausgraben der Brunnen zum Streit mit den Hirten, die sich in dem Tal aufhielten. Interessant sind auch die Namen, die Isaak diesen Brunnnen gibt: „Streit“, „Anfeindung“ und „Weiter Raum“. Was hat Isaak damals gemacht? Er machte sich auf die Suche nach der Quelle, nach dem Wasser, nach dem, was Leben erhält. Und er erntet dafür nicht nur Lob und Dank. Ich entdecke da Parallelen. Was ist mit Menschen, die sich auf die Suche nach der Quelle machen, die frisches, klares Wasser trinken möchten, die die Person finden möchten die von sich sagt, dass sie die Quelle ist und dass derjenige, der aus dieser Quelle trinkt, keinen Durst mehr hat in Ewigkeit. Diese Menschen suchen Erfrischung und ernten dafür manchmal Unverstäntnis, Streit und Anfeindungen, manchmal sogar von anderen Christen, die die Quelle ja eigentlich auch kennen sollten. Wie schön ist dann die Begegnung mit Gott selbst, die Isaak erleben durfte. Damals sagte Gott zu ihm: „Hab keine Angst, denn ich bin bei dir und werde dich segnen.“ (1. Mose 26,24)
Ich frage mich, welcher Schutt und welcher Dreck in meinen Brunnen liegt, welchen Unrat vielleicht andere Menschen in den Brunnen gekippt haben, dass er nun nicht mehr seinen Zweck erfüllen kann, mir den Zugang zur Quelle zu ermöglichen, mich mit frischem Wasser zu stärken und mich zu erfrischen. Das ist es, was der Autor des Buches sagen möchte: Ich muss zuerst die zugeschütteten Brunnen wieder freilegen, nach ihnen graben, den ganzen Schutt beiseite tun, bevor das Wasser wieder fließen kann. Er bezieht das auch auf Kirchen und Gemeinden: Auch sie müssen ihre Brunnen wieder ausgraben, müssen den Schutt heraus holen, damit Gottes Wasser wieder fließen kann und den Menschen Reinigung und Erfrischung geben kann. Wir müssen zurück zur Quelle und sollten uns nicht zufrieden geben mit dem Gedanken, dass es irgendwo frisches, reines Wasser gibt, wir sollten alles daran setzen, nach diesem Wass zu graben, die Quelle freizulegen, damit wir wieder erfrischt und gesegnet werden können.
Mich hat das Bild vom Strom der Heilung in Hesekiel 47 sehr beeindruckt. Dort heisst es: „Dann brachte der Mann mich zurück zum Eingang des Tempels. Dort sah ich, wie unter der Schwelle des Tempels Wasser hervorströmte und nach Osten floss – denn die Vorderseite des Tempels zeigte nach Osten. Das Wasser lief unten an der südlichen Seitenwand, südlich vom Altar, hinab. Der Mann brachte mich durch das nördliche Tor und führte mich außen herum zum äußeren östlichen Tor. Dort sah ich, dass das Wasser aus der südlichen Seitenwand herausfloss. Der Mann hatte eine Messrute in der Hand und ging nach Osten. Und er maß 1.000 Ellen ab und ließ mich durch das Wasser gehen. Das Wasser reichte mir bis zum Knöchel. Er maß weitere 1.000 Ellen ab und ließ mich wieder durch das Wasser gehen. Diesmal ging es mir bis ans Knie. Er maß noch einmal 1.000 Ellen ab und ließ mich wieder hindurchgehen. Es reichte mir nun bis zur Hüfte. Dann maß er noch einmal 1.000 Ellen ab, und da war es ein Strom, so tief, dass ich nicht mehr hindurchgehen konnte. Der Fluss konnte nur noch schwimmend durchquert werden, man konnte nicht mehr hindurchgehen. Er fragte mich: »Hast du das gesehen, Menschenkind?« Dann führte er mich am Flussufer entlang wieder zurück. Als ich zurückging, sah ich auf einmal, dass auf beiden Seiten des Flussufers Bäume wuchsen. Da sagte er zu mir: »Dieses Wasser fließt Richtung Osten in die Araba und mündet dort ins Tote Meer. Wenn es hineinfließt, heilt es das Wasser des Toten Meeres. Alles, was sich regt und bewegt, wohin das Wasser kommt, wird leben. Es wird sehr viele Fische geben, denn dieses Wasser kommt dorthin und macht das Salzwasser gesund. Wohin dieses Wasser fließen wird, dort wird alles leben. Von En-Gedi bis nach En-Eglajim werden Fischer am Ufer des Toten Meeres stehen und fischen. Man wird dort die Netze aufspannen. Alle Arten von Fischen werden es erfüllen, so zahlreich wie im Mittelmeer. Doch die Teiche und Lachen daneben werden nicht gereinigt werden; sie sollen der Salzgewinnung dienen. Auf beiden Seiten des Stroms werden alle Arten von Obstbäumen wachsen. Die Blätter dieser Bäume werden niemals welken; an ihren Zweigen werden immer Früchte hängen. Jeden Monat wird eine neue Ernte heranreifen! Denn sie werden vom Fluss, der im Tempel entspringt, bewässert. Ihre Früchte werden als Nahrung dienen und ihre Blätter als Heilmittel.“
Ist das nicht beeindruckend? Gott liebt es zu segnen, Gott liebt es Gutes zu tun, Gott liebt es zu befreien, Gott liebt es zu erfrischen. In diesem Bild erlebt der Schreiber, wie dieser Segensfluss aus dem Tempel fließt, zuerst nur so viel, dass er mit seinen Knöcheln im Wasser steht, dann später bis zum Knie, dann zur Hüfte und schließlich ist er umspült vom Wasser, vom Segen und er kann nicht mehr stehen, nur noch schwimmen. In diesem Bild wird der Schreiber dann am Flussufer wieder zurückgeführt und er darf die Segnungen erleben, die dieses Wasser mit sich bringt:
- Heilung (das Wasser des toten Meeres wird heil, wenn der Strom in das Meer fließt, die Blätter der Bäume bewirken Heilung)
- Leben (alles, was sich regt und bewegt in diesem Wasser wird leben)
- Frucht (das Wasser wird voll sein mit allen Arten von Lebewesen)
- Versorgung und Lebenserhaltung (Fischer werden fischen, Obstbäume werden nicht welken und immer Frucht bringen)
Mich beeindruckt dieses Bild absolut und ich stelle mir vor, unsere Häuser, unsere Kirchen und Gemeinden wären Orte, aus denen diese Wasserströme fließen. Ich stelle mir vor, wie Menschen Heilung erfahren, wie (geistlich) Tote wieder leben würde, wie Frucht sichtbar wird und wie Gottes Versorgung erlebt wird. Ich glaube, Gott ist bereit, diesen Strom des Segens fließen zu lassen, denn Gott möchte die Leere füllen, das Kranke heilen, er möchte sich verschenken und Leben spenden und er möchte für uns sorgen. Bin ich bereit, in diesen Segensstrom einzutauchen? Kann ich den vermeintlich sicheren Halt loslassen und mich in tieferes Wasser wagen? Oder gebe ich mich damit zufrieden, dass nur meine Füße ein wenig vom Wasser umspült werden? Was verstopft meinen Brunnen, wo muss ich Dreck wegräumen, wo ist Buße und Vergebung nötig?
Aus eigener Erfahrung darf ich sagen, dass es sich lohnt, die vergrabenen Brunnen zu suchen und diese wieder freizulegen, weil das Wasser so gut ist, dass aus dieser Quelle kommt. Ich möchte mich auch nicht mit ein wenig Erfrischung an den Füßen zufrieden geben, ich möchte in die ganze Flut eintauchen, die Gott für mich hat. Und ich möchte davon weitergeben, weil ich es jedem wünsche, in diesem Strom der Heilung schwimmen zu können. In Matthäus 11 fordert Jesus die Jünger von Johannes dem Täufer auf, Johannes (der im Gefängnis saß) zu berichten, was sie gesehen und erlebt hatten:
Blinde sehen, Gelähmte gehen, Aussätzige werden gesund, Taube hören, Tote werden zum Leben erweckt und den Armen wird die gute Botschaft verkündet.
Ich möchte mich durchgraben, bis hin zur Quelle und möchte auch von diesen Wundern Gottes berichten.
Jesaja durfte einen kleinen Eindruck davon bekommen was es heisst, an der Quelle anzukommen. Er schreibt: “ …sah ich den Herrn. Er saß auf einem hohen Thron und war erhöht und der Saum seines Gewandes füllte den Tempel. Über ihm schwebten Seraphim, jeder hatte sechs Flügel. Mit zwei Flügeln bedeckten sie ihre Gesichter, mit zweien ihre Füße und mit dem dritten Paar flogen sie. Sie riefen einander zu: »Heilig, heilig, heilig ist der Herr, der Allmächtige! Die Erde ist von seiner Herrlichkeit erfüllt!« Habakuk schreibt: „Die ganze Erde wird die Herrlichkeit des Herrn erkennen und davon erfüllt sein, so wie Wasser das ganze Meer füllt.“
Vater, Dein Reich komme, wie im Himmel so auf der Erde, in Jesus Namen!
Trust me! Phil Dooley (Hillsong Cape Town / South-Africa) über Gottvertrauen
Frisch vom Willow-Creek Jugendkongress in Wetzlar kam Phil Dooley am vergangenen Sonntag nach Düsseldorf. Phils Predigten sind immer sehr ansprechend, tiefgründig und mit einer guten Prise Humor gespickt. Genau auf den Tag seiner Gastpredigt in Düsseldorf existiert seine Heimatgemeinde Hillsong Capetown in Südafrika seit fünf Jahren. Mittlerweile wurden dort 5 Campusse ins Leben gerufen, viele Menschen kommen zum Glauben an Jesus Christus und echte Wunder Gottes passieren dort.
In seiner Predigt ging es um das Thema „Trust me!“ – unserem Vertrauen auf Gott. Vertrauen auf Gott muss gelernt werden, es ist nicht einfach da. Vertrauen ist zudem äußerst schwierig, weil wir in unserem Leben so unsere Erfahrungen mit Vertrauen machen. Oft sind diese Erfahrungen leider negativ. Wir schenken anderen Menschen unser Vertrauen und werden vielleicht derbe enttäuscht. Und schon wird es beim nächsten Mal ein Stück schwieriger, jemandem das Vertrauen zu schenken, alleine aus der Angst heraus, das Vertrauen könnte wieder gebrochen und man selbst erneut enttäuscht werden. Und so ziehen wir uns mit jedem missbrauchten Vertrauen ein Stückchen weiter in unser Schneckenhaus zurück und sind bald nicht mehr in der Lage, einen so genannten Vertrauensvorschuss zu geben.
Auch das Vertrauen auf Gott muss erlernt werden. Phil Dooley machte das an Hand der Geschichte von Simon Petrus deutlich und las dazu folgende Bibelstellen:
- Matth. 4,18-20: „Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er zwei Fischer, die auf dem See ihr Netz auswarfen. Es waren Brüder, Simon, auch Petrus genannt, und Andreas. Jesus sagte zu ihnen: »Kommt, folgt mir nach! Ich will euch zu Menschenfischern machen.« Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.“
- Lukas 5,1-11: „Eines Tages stand Jesus am See Gennesaret; eine große Menschenmenge drängte sich um ihn und wollte das Wort Gottes hören. Da sah er zwei Boote am Ufer liegen. Die Fischer waren ausgestiegen und reinigten ihre Netze. Jesus stieg in das Boot, das Simon gehörte, und bat ihn, ein Stück weit auf den See hinauszufahren. So konnte er im Boot sitzen und von dort aus zu den Menschen sprechen. Als er aufgehört hatte zu reden, wandte er sich an Simon und sagte: »Fahr jetzt weiter hinaus auf den See; werft dort eure Netze zum Fang aus!« Simon antwortete: »Meister, wir haben uns die ganze Nacht abgemüht und haben nichts gefangen. Aber weil du es sagst, will ich die Netze auswerfen.« Das taten sie dann auch, und sie fingen eine solche Menge Fische, dass ihre Netze zu reißen begannen. Deshalb winkten sie den Fischern im anderen Boot, sie sollten kommen und mit anpacken. Zusammen füllten sie die beiden Boote, bis diese schließlich so voll waren, dass sie zu sinken drohten. Als Simon Petrus das sah, warf er sich vor Jesus auf die Knie und sagte: »Herr, geh fort von mir! Ich bin ein sündiger Mensch.« Denn ihm und allen, die bei ihm ´im Boot` waren, war der Schreck in die Glieder gefahren, weil sie solch einen Fang gemacht hatten, und genauso ging es Jakobus und Johannes, den Söhnen des Zebedäus, die zusammen mit Simon Fischfang betrieben. Doch Jesus sagte zu Simon: »Du brauchst dich nicht zu fürchten. Von jetzt an wirst du ein Menschenfischer sein.« Da zogen sie die Boote an Land, ließen alles zurück und schlossen sich ihm an.“
- Matth. 14,22-29: „Nun drängte Jesus die Jünger, unverzüglich ins Boot zu steigen und ihm ans andere Ufer vorauszufahren; er wollte inzwischen die Leute entlassen, damit sie nach Hause gehen konnten. Als das geschehen war, stieg er auf einen Berg, um ungestört beten zu können. Spät am Abend war er immer noch dort, ganz allein. Das Boot befand sich schon weit draußen auf dem See und hatte schwer mit den Wellen zu kämpfen, weil ein starker Gegenwind aufgekommen war. Gegen Ende der Nacht kam Jesus zu den Jüngern; er ging auf dem See. Als sie ihn auf dem Wasser gehen sahen, wurden sie von Furcht gepackt. »Es ist ein Gespenst!«, riefen sie und schrien vor Angst. Aber Jesus sprach sie sofort an. »Erschreckt nicht!«, rief er. »Ich bin´s. Ihr braucht euch nicht zu fürchten.« Da sagte Petrus: »Herr, wenn du es bist, dann befiehl mir, auf dem Wasser zu dir zu kommen!« – »Komm!«, sagte Jesus. Petrus stieg aus dem Boot und ging auf dem Wasser auf Jesus zu.“
- Joh. 18: Petrus verleugnet Jesus drei Mal
- Joh. 21 (komplettes Kapitel)
- 2. Tim. 2,13: „Und doch hebt unsere Untreue seine Treue nicht auf, denn er kann sich selbst nicht untreu werden.“
In der ersten Begebenheit schenkt Petrus Jesus trotz seiner Zweifel (…Herr, wir haben die ganze Nacht nichts gefangen…) sein Vertrauen (…aber auf dein Wort hin werfe ich die Netze noch einmal aus…), entgegen aller menschlichen Vernunft und entgegen den Gesetzen der Fischerei. Das ist dieses Stück Vertrauensvorschuss. Jesus belohnt Petrus mit einem übervollen Netz, das er alleine nicht einholen kann. Ob Petrus wohl bereut hat, Jesus sein Vertrauen geschenkt zu haben? Sicher nicht, er lässt alles stehen und liegen und folgt Jesus nach. Und Jesus überträgt Petrus größere und wichtigere Aufgaben. Er sagt: „Von jetzt an wirst Du Menschenfischer sein.“ Ich glaube, dass wir heute mehr dieses kleine Stück Vertrauensvorschuss brauchen. Jesus hat unendliche Ressourcen zur Verfügung und ER möchte unsere Netze füllen, ER möchte uns größere und wichtigere Aufgaben übertragen. Wie oft ist es bei mir schon daran gescheitert, dass ich meinen Zweifeln mehr geglaubt habe, als Jesus Verheißung? Dieses Zitat von Phil Dooley bringt es auf den Punkt: „Du bist nicht berufen, ein kleines Leben zu leben!“
Bei der zweiten Begebenheit kommt Petrus frisch von weiteren Erlebnissen, die er mit Jesus hat. Er hat Krankenheilungen erlebt und an der unglaublichen Brot- und Fischvermehrung teilgenommen, er ist sogar Teil davon gewesen. Wieder muss er gedacht haben: „Ja, es lohnt sich, dem Aufruf „Trust me!“ Folge zu leisten. Jesus ist einfach gut, er sorgt für mich, er sorgt für 5000 Männer plus Frauen und Kinder, ja, es lohnt sich!“ Und vielleicht genau mit diesen Gedanken steigt Petrus dann auch in das Boot und fährt hinaus auf den See. Jesus hatte ihm und den anderen Jüngern gessagt, dass sie ihm an das andere Ufer vorausfahren sollten. Auf dem See passiert es dann: Ein Sturm kommt auf. Wie konnte Jesus Petrus denn auf das Wasser schicken, obwohl er den Sturm kommen sah? Wie konnte Jesus den Petrus dieser Gefahr aussetzen? An dieser Stelle bröckelt das Vertrauen der Jünger, sie haben Angst, sie haben Lebensangst, und dann kommt da auch noch eine Art Gespenst. Hatten Sie nicht schon Vertrauen gelernt? Hatten sie nicht schon erlebt, dass es sich lohnt, Gott zu vertrauen? Gott hat uns kein sturmfreies Leben versprochen, aber er zeigt mit dieser Geschichte so deutlich, dass er längst mit uns in unserem Sturm ist, dass er da ist. ER ist kein ferner Gott, er ist mitten im Sturm bei Petrus und ER ist mitten in unseren Stürmen bei uns. Welche Sicht haben die Jünger? Sie sehen den Sturm, sie sehen die Wellenberge, sie sehen die Dunkelheit, sie sehen in dieser beängstigenden Situation sogar ein Gespenst.
Kann es sein, dass meine Lebenseinstellung so negativ ist, dass ich Jesus gar nicht mehr erkenne, obwohl er direkt bei mir ist, mitten in meinem ganz persönlichen Sturm?
Petrus erkennt in diesem Sturm plötzlich, dass es gar kein Gespenst ist, sondern Jesus selbst. Und da macht es bei Petrus Klick. Das Vertrauen kommt wieder, er erinnert sich plötzlich an sein Erlebnis mit dem Auswerfen der Netze entgegen aller Logik, er erinnert sich an die Menschen, die Jesus geheilt hat, er erinnert sich an die wenigen Brote und Fische, die tausende Menschen satt gemacht haben und mehr übrig lassen lies, als vorher zur Verfügung standen, er erinnert sich daran, dass sein Meister alles kann, dass ihm nichts unmöglich ist, nichts, nichts, einfach nichts. Und dann schenkt er Jesus wieder ein Stück Vertrauen, Jesus wird die Naturgesetze außer Kraft setzen und ihn auf dem Wasser laufen lassen… und mit diesem Vertrauensvorschuss steigt er auch schon über die Reling. Und Gott belohnt dieses Vertrauen mit dem Erlebnis, auf dem Wasser laufen zu können. Das ist echt krass.
Auch wenn dann bei Petrus die Angst wiederkommt, als er auf die Wellenberge sieht und er droht zu sinken darf er doch erleben, dass sich Vertrauen lohnt. Und selbst in dem Moment, als die erlebten Wunder Gottes bei ihm nicht mehr präsent sind, als seine Angst überwiegt, als er die Wellenberge sieht, die ihn bedrohen, da ist Jesus Hand da, die ihn rettet. Wie unglaublich gut ist Gott!?! Ich möchte nicht auf dem Wasser laufen, aber ich möchte da sein, wo Jesus ist, und wenn ich da bin, wo Jesus ist, dann werden Wunder passieren, dann wird Gott mein Vertrauen belohnen, selbst wenn ich im nächsten Moment vielleicht schon wieder die Wellen sehe… Phil Dooley bringt es wieder gut auf einen Punkt: „Der gefährlichste Ort für einen Christen ist der außerhalb der Gegenwart Gottes.“
So lernt Petrus in seinem Leben Stück für Stück, sein Vertrauen auf Gott zu setzen. Er gibt Jesus ein kleines Stück Vertrauensvorschuss und wird belohnt mit Segen von Gott, mit Erlebnissen, die übernatürlich göttlich sind. Und dann kommt der Punkt, wo die Angst und Scham einfach zu groß für Petrus wird. Er hat Angst um sein Leben, er hat Angst, wie Jesus gefangen genommen und ebenfalls hingerichtet zu werden. Gilt Jesus Aufforderung „Trust me!“ jetzt auch noch? In dieser lebensbedrohlichen Situation ist es für Petrus einfach zu schwer, Gott hundert Prozent zu vertrauen. Er verrät Jesus, er stellt sich auf die entgegengesetzte Seite und leugnet, Jesus zu kennen. Sicher ist jetzt der Punkt gekommen, wo Jesus nichts mehr mit Petrus anfangen kann. Er hat versagt, und zwar auf der ganzen Linie. Trotz aller erlebter Wunder, trotz aller Beweise, dass Jesus zu seinem „Trust me!“ steht, ist die Angst einfach größer. Gut, dass Simon Petrus Geschichte in der Bibel hier nicht aufhört, sondern dass es noch Johannes 21 gibt. Gut dass Gott nicht so handelt wie Menschen, wenn deren Vertrauen missbraucht wurde. Gott steht zu Petrus, Gott steht zu seinem Wort und zu seinem Auftrag an Petrus. Fazit: Es lohnt sich, der Aufforderung „Trust me!“ ohne Bedingung und ohne Einschränkung nachzukommen.
Ich persönlich möchte dem Ruf „Trust me!“ folgen, ich möchte kein kleines Leben leben, ich möchte ins Boot einsteigen, auch wenn Stürme auf mich warten, ich möchte aus dem Boot aussteigen, auch oder gerade wenn die Wellen am Höchsten sind weil ich weiss, dass Gott zu seinem Wort steht und er mein Vertrauen nicht enttäuschen wird. Ich weiss, dass mir das nie ganz gelingen wird, weil ich Mensch bin, weil ich natürlich auch die Wellen sehe. Und wenn ich in diesem Momenten falle, dann möchte ich mich daran erinnern, dass Gottes Treue und seine Zusagen nicht von meiner Treue und meinem Grad des Vertrauens abhängig sind, denn: „unsere Untreue hebt seine Treue nicht auf, denn er kann sich selbst nicht untreu werden.“
Und das ist gut so!
neuer Youthpod online
Vor wenigen Wochen hatte ich die Ehre, für eine neue Youthpod-Folge von Heinz Janzen interviewt zu werden. Seit gestern ist die neue Folge online: