Seelsorge, Psychotherapie (HPG) & Traumaberatung Heike und Andreas Timmler


Dezember 09, 2013

Gottes Plan für mein Leben? …oder mein Leben für Gottes Plan?

Gestern hörte ich in der Hillsong-Church Düsseldorf eine Predigt mit dem Titel „Alles wird gut“.  Für sich gestellt ist dieser Satz so ein Satz, den ich so gar nicht mag, weil er so etwas pauschalisierendes hat, etwas oberflächliches. Wenn es z. b. Situationen in Deinem Leben gibt, die nicht schön, vielleicht sogar bedrohlich sind und Du hörst dann diesen Satz „Alles wird gut“, dann weisst Du meistens, dass Dein Gegenüber mit der Situation vielleicht gerade gar nicht umgehen kann, dass es Deinen Gegenüber vielleicht nicht interessiert oder – und das denke ich zumindest in solchen Situationen am allerwenigsten – dass Dein Gegenüber das wirklich so meint und den Himmel immer vor Augen hat, wo wirklich einmal alles gut sein wird.

Ohne die Predigt hier zusammenfassen  zu wollen haben mich zwei Sätze in Alex Landmanns Predigt sehr angesprochen und zum Nachdenken gebracht. Um den Zusammenhang etwas besser zu verstehen, hier die Bibelstellen, die Alex gelesen hat:

Und sogar wir, denen Gott doch bereits seinen Geist gegeben hat, den ersten Teil des künftigen Erbes, sogar wir seufzen innerlich noch, weil die volle Verwirklichung dessen noch aussteht, wozu wir als Gottes Söhne und Töchter bestimmt sind: Wir warten darauf, dass auch unser Körper erlöst wird. Unsere Errettung schließt ja diese Hoffnung mit ein. Nun ist aber eine Hoffnung, die sich bereits erfüllt hat, keine Hoffnung mehr. Denn warum sollte man auf etwas hoffen, was man schon ´verwirklicht` sieht? (Römer 8:23, 24 NGÜ2011)
Wenn die Hoffnung, die Christus uns gegeben hat, nicht über das Leben in der jetzigen Welt hinausreicht, sind wir bedauernswerter als alle anderen Menschen. (1. Korinther 15:19
NGÜ2011)

Der erste Satz, der sehr hängen geblieben ist ist dieser:

Gott unterscheidet Dein Leben nicht nach „vor dem Tod“ und „nach dem Tod“, sondern er unterscheidet dein Leben nach „vor Christus“ und „nach Christus“.

Ist es nicht wirklich so, dass wir in schwierigen Situationen diesen Satz „Alles wird gut“ gebrauchen und das dann bestenfalls darauf beziehen, dass es im Himmel nach dem Tod einmal wirklich gut sein wird? Mit anderen Worten schleppen wir uns noch so eben durchs Leben und warten darauf, dass der Himmel endlich Realität wird und das „schreckliche“ Leben hier auf der Erde endlich ein Ende findet? Dieses Handeln und Denken wird bestimmt von der Abgrenzung „vor dem Tod“ und „nach dem Tod“. Aber die Bibel sagt klar, dass wir ein neues Leben bekommen haben, einen neuen Geist und es heisst „alles ist neu geworden“. Aber lebe ich wirklich so, als sei alles neu geworden? Ich von mir muss jedenfalls sagen, dass das oft genug nicht so ist. Wie viel besser wäre es, wenn wir die biblische Abgrenzung leben würden, die heisst „vor Christus“ und „nach Christus“! Das würde in meinem und bestimmt auch in Deinem Leben viel bewirken. Christus ist die Realität, die vom Himmel auf die Erde kam, um mich zu retten. Ich muss nicht warten, bis der Himmel für mich Realität wird, Christus hat mir den Himmel auf die Erde gebracht und diese Realität möchte ich (er)leben, in dieser Kraft möchte ich handeln, in der Erwartung seiner Gegenwart möchte ich Problemen entgegen treten.

Doch es verhält sich ja ganz anders: Christus ist von den Toten auferstanden! Er ist der Erste, den Gott auferweckt hat, und seine Auferstehung gibt uns die Gewähr, dass auch die, die im Glauben an ihn gestorben sind, auferstehen werden. Der Tod kam durch einen Menschen in die Welt; entsprechend kommt es nun auch durch einen Menschen zur Auferstehung der Toten. Genauso, wie wir alle sterben müssen, weil wir von Adam abstammen, werden wir alle lebendig gemacht werden, weil wir zu Christus gehören. Aber das geschieht nach der von Gott festgelegten Ordnung. Zuerst ist Christus auferstanden. Als nächstes werden, wenn er wiederkommt, die auferstehen, die zu ihm gehören. (1. Korinther 15:20-23 NGU2011)

Die zweite Frage bzw. Aussage, die mir hängen geblieben ist und über die ich weiter nachdenken möchte ist diese:

Sich zu fragen, was ist Gottes Plan für mein Leben, ist doch irgendwie egoistisch. Es geht nicht um die Frage „Was ist Gottes Plan für mein Leben“ sondern um die Frage „Wie kann ich mein Leben für Gottes Plan einsetzen?“

Das habe ich bisher noch nicht so gesehen. Es stimmt aber, dass bei der Frage „Was ist Gottes Plan für mein Leben“ ich irgendwie im Mittelpunkt stehe. Ich möchte wissen, was Gottes Plan für mich ist. Ist auch irgendwie nicht ganz falsch, aber die Blickrichtung und Priorität ist doch eine ganz andere wenn ich frage: „Gott, wie kann ich mein Leben für Deinen Plan einsetzen?“ Ich weiss nicht, ob Du, wenn Du das liest, auch den Unterschied empfindest. Mich hat diese Frage jedenfalls getroffen.

Fazit: „Alles wird gut“ – das ist ganz sicher, wenn Du Gottes Kind bist, aber auch schon hier auf der Erde möchte Gott, dass wir ihm unser ganzes Vertrauen schenken, auch in Situationen, die auf den ersten Blick alles andere als gut sind. Gott segne Dich!

Dezember 06, 2013

Gedanken zum Tod von Nelson Mandela

Wie ich heute morgen las, starb gestern im Alter von 95 Jahren Nelson Mandela. Nelson Mandela war ein Mann, dessen Lebensgeschichte mir immer mal wieder über den Weg gelaufen ist. Ich habe mich auch immer gefragt, ob er wohl Christ war. Mit der Zeit bin ich immer mehr davon überzeugt, dass er Christ gewesen sein muss. Aus welchem „Liebestank“ hätte er sonst die Kraft nehmen sollen für die große Vision, die Apartheit zu beenden? Wie hätte er bei so viel Gegenwind sein Ziel verfolgen können? Ich habe ein paar seiner Zitate zusammengetragen, um das Leben von Nelson Mandela zu würdigen. Letztlich weiss nur Gott wirklich, ob Nelson Mandela eine Beziehung zu ihm hatte, aber neben seinen Werken zeugen auch seine Zitate von so viel Barmherzigkeit und Liebe, die nur Gott schenken kann. Ich bin gespannt auf den Zeitpunkt, wenn ich diesem Menschen einmal begegnen werde.

Im Folgenden ein paar seiner Zitate, die ich einfach nur wirken lassen möchte:

Wir fragen uns, wer bin ich, mich brillant, großartig, talentiert, phantastisch zu nennen? Aber wer bist Du, Dich nicht so zu nennen? Du bist ein Kind Gottes.

Auch mit einer Umarmung kann man einen politischen Gegner bewegungsunfähig machen.

Du wirst in dieser Welt mehr durch Taten der Barmherzigkeit erreichen, als durch Taten der Vergeltung.

Wir sind alle bestimmt, zu leuchten, wie es die Kinder tun.

Wir sind geboren worden, um den Glanz Gottes, der in uns ist, zu manifestieren.

Wir werden eine Gesellschaft errichten, in der alle Südafrikaner, Schwarze und Weiße, aufrecht gehen können, ohne Angst in ihren Herzen, in der Gewissheit ihres unveräußerlichen Rechtes der Menschenwürde – eine Regenbogennation im Frieden mit sich selbst und mit der ganzen Welt.

Groll gleicht dem Trinken von Gift und dann zu erwarten, es würde deine Feinde töten.

Ich wusste ganz klar, dass der Unterdrücker ebenso frei sein muss wie der Unterdrückte. Ein Mensch, der einen anderen Menschen seiner Freiheit beraubt ist Gefangener seines Hasses, er ist eingesperrt hinter den Gittern seiner Vorurteile und seiner Engstirnigkeit. (…) Als ich die Türen des Gefängnisses durchschritt, war dies meine Mission: Zugleich den Unterdrückten und den Unterdrücker befreien.

Alle Bestandteile der Nation arbeiten, unser Land aufzubauen und daraus ein Wunder zu machen. Das lässt mich hoffen, wenn ich mich schlafen lege. Ich zweifele keinen einzigen Augenblick, dass wenn ich in die Ewigkeit eingehe, ich ein Lächeln auf den Lippen haben werde.

Ich glaube, Nelson Mandela konnte mit genau diesem Lächeln auf den Lippen einschlafen und zu dem gehen, der ihm diese Liebe und Barmherzigkeit geschenkt hat, Jesus Christus.

November 28, 2013

Natürlich übernatürlich

Wenn ich so aus dem Fenster sehe, dann sehe ich gerade mal geschätzte 50 Meter weit, denn draußen ist November der allerfeinsten Güte, mit dichtem Nebel, Nieselregen und einem trüben grau-in-grau. Bei diesem Blick aus dem Fenster muss ich daran denken, dass auch mein Christsein durchaus Zeiten kannte, in denen ich gerade mal 50 Meter weit sehen konnte und das Gefühl hatte, mein Beten reicht maximal bis zur Zimmerdecke. Der Blick auf Gott war vernebelt, geistlicher Nieselregen fiel immer und immer wieder und ließ mich in einem ungemütlich-religiösen grau-in-grau erschaudern.

Wie wohltuend ist es, wenn nach Tagen des Dauergraus endlich der Nebel verschwindet, wenn sich die ersten Sonnenstrahlen durch den Nieselregen kämpfen und die ungemütliche Stimmung in eine hoffnungsvolle, Licht und Wärme spendende Stimmung umwandelt! Wie erhellt sich dann das Gesicht, wenn ich meinen Blick durch letzte Nebelfetzen hindurch auf die Sonne richte, wenn ich ihr erlaube, mein Gesicht anzustrahlen? Und mit den Strahlen und der Wärme der Sonnenstrahlen kommt auch das Lebensgefühl wieder, Motivation, auch die allerletzten Nebelreste wegzublasen und einen freien, ungehinderten Blick auf die Sonne zu haben. Kennst du das Gefühl?

Im geistlichen Leben gibt es so leider so oft auch diese Nieselregen- und Nebeltage und ich muss sagen, diese Tage sind alles andere als schön, sie sind ungemütlich, sie stimmen traurig oder manchmal sogar depressiv. Ich habe manchmal den Eindruck, dass Christen sich in diesem Dauergrau manchmal ganz wohl fühlen, dass sie gar nicht bereit sind, sich nach dem Licht, der Sonne, der Wärme auszustrecken, Manchmal hört man sogar so Sätze wie „Wunder passierten damals zur Zeit der ersten Christen, aber heute?“ oder „Gott hören oder seine Gegenwart spüren ist doch nur emotionales Getue“…  Um in dem Bild des trüben Novembertages zu bleiben sind solche Sätze dasselbe als würden wir sagen „die Sonne gibt es nicht, guck doch aus dem Fenster“ oder „die Sonne hat keine Kraft, den Nieselregen zu verdrängen“.

Was sind für mich die Sonnenstrahlen im geistlichen Leben, was ist die Wärme, die mir Lebensmut gibt? Primär ist es eine Person, die die Quelle dieses Lebens ist: Jesus Christus. Dann sind es aber auch die Dinge, die Gott mir versprochen hat wie zum Beispiel das Versprechen, dass Gott für mich ein Leben in Überfluss bereit hält (Joh. 10) oder dass ich Dinge in Jesus Namen tun kann, die er selbst getan hat und sogar größere Dinge (Johannes 17) tun kann. Wenn ich mir diesen letzten Satz vorstelle, dann muss da eine übernatürliche Kraft sein, die meine natürlichen Kräfte bei weitem übersteigt, dann muss da jemand existieren, der mir diese Kraft und Vollmacht verleiht, denn ich selbst kann aus meiner Kraft heraus nicht viel tun. Oder hast Du schon einmal versucht, den Nebel wegzublasen oder hast Du es schon einmal geschafft, den Nieselregen zu stoppen?

Was können wir als Christen denn machen, um mehr in diesem Übernatürlichen zu leben? Genau wie Du dem Dauergrau entfliehen kannst, in dem Du zum Beispiel auf einen hohen Berg steigst oder in dem Du Dich in einem Flugzeug über die Wolken bringen lässt, kannst Du auch dem christlichen grau-in-grau entfliehen, in dem Du Dich ausstreckst nach der Person, die den Nebel wegblasen und den Nieselregen stoppen kann. Du kannst Dich auf Gottes Aussagen verlassen, er hat sie ja schließlich in seinem Wort – der Bibel – verbrieft. Wir dürfen Gott beim Wort nehmen, wir dürfen viel mehr von ihm erwarten. Ich glaube, wir stehen uns im geistlichen Leben oft selbst im Weg und wir trauen Gott oft viel zu wenig zu. Gott ist derselbe, gestern (also in der Zeit, in der er auf der Erde lebte und Wunder tat), heute (in der Zeit, in der ich lebe) und in Ewigkeit. Und wenn Gott derselbe ist, dann hat das Übernatürliche auch heute seine Berechtigung und wir sollten es nicht mehr länger als komisch oder sogar als Gefahr zur Seite legen. Damit laden wir nämlich den Nebel und den Nieselregen ein, weiter unseren Blick auf die Sonne zu trüben.

Christentum wird definiert durch einen Glauben an das Übernatürliche. Wenn wir das Übernatürliche zur Seite legen, legen wir das Christentum zur Seite. Oder was ist wohl damit gemeint, wenn Jesus uns auffordert zu beten „Dein Reich komme“?

Sei gesegnet! Gott hat mehr für Dich und mich!

… Die Sonne ist da, ganz sicher… ich genieße sie jetzt und trotze dem Nebel und dem Nieselregen… Du auch?

November 20, 2013

Mut vs. Angst

Kennst Du das? Du bist überzeugt, etwas tun zu müssen, weil es scheinbar Gottes Wille ist, Du so eine Art „heiligen Drang“ spürst und dann ganz massiv Fragen kommen wie

  • Was, wenn…? Dann …
  • Wie soll das funktionieren?
  • Was, wenn nicht?
  • Wer soll das bezahlen?

… und viele weitere Fragen. Also auf der einen Seite weisst Du genau, dieses oder jenes ist jetzt dran ist und auf der anderen Seite „wabbern“ so kleine Angstwellen gegen diese Überzeugung und werden mit der Zeit größer und bedrohlicher.

Heute las ich in der Bibel im alten Testament in Josua das erste Kapitel. Mose hatte Josua die Verantwortung für das Volk Israel übergeben, sie über den Jordan in das verheißene Land zu führen. Dieser Verheißung lief das Volk schon 40 Jahre hinterher und sie hatten viele Enttäuschungen in dieser Zeit hinnehmen müssen. Mose konnte die Erfüllung dieser Verheißung nicht mehr erleben, er starb vorher und übergab nun Josua die Verantwortung.

Mit welchen Gedanken muss sich Josua befasst haben? Ich glaube, er hatte gehörig Respekt vor dieser Aufgabe, sicher auch Angst, Angst den Auftrag nicht erfüllen zu können, Angst zu versagen usw. Und Josuas Aufgabe war ja auch kein „Äpfelchen“, im Gegenteil! Er wird die eine oder andere Angstwelle erlebt haben. Aber was macht Gott in dieser Situation? Er bestätigt diesen Auftrag und spricht Josua immer und immer wieder Mut zu. Alleine in diesem Kapitel stehen 10 mutmachenden Sätze:

  • Wohin ihr auch geht, werdet ihr Land betreten, das ich euch geschenkt habe
  • Solange du lebst, wird sich niemand gegen dich behaupten können
  • ich will bei dir sein, wie ich bei Mose war
  • Ich werde dich nie verlassen und dich nicht aufgeben
  • Sei stark und mutig
  • Sei stark und mutig
  • Sei stark und mutig
  • Hab keine Angst und verzweifle nicht
  • ich, der Herr, dein Gott, bin bei dir, wohin du auch gehst
  • Sei stark und mutig

Mir zeigt das, dass Josua sicher nicht sehr selbstbewusst und ohne Angst an seinen Auftrag gegangen ist. Sonst hätte es Gott sicher nicht nötig gehabt, ihm das immer und immer wieder zuzurufen „SEI STARK UND MUTIG!“ Mir zeigt das aber auch, dass Gott mit ängstlichen Menschen viel anfangen möchte, ihnen viel zutraut, ihnen Aufgaben überträgt, die auf den ersten Blick vielleicht zwei oder drei Hausnummern zu hoch sind. Und wenn Gott das tut, dann steht er selbst an der Rennbahn am Rand und feuert mich an: „SEI STARK UND MUTIG!“ oder „DU SCHAFFST DAS!“ oder „ICH BIN BEI DIR!“. Ist das nicht cool? Wenn Gott beauftragt, dann gibt er auch Kraft. Gott ist kein Gott, der Menschen beauftragt und diese dann wie einen Waschlappen hängen lässt. Gott ist ein Gott, der zu seinem Wort steht.

Ich frage mich heute, wie ich mit den „wabbernden Angstwellen“ umgehe? Richte ich meinen Blick auf die Angstwellen und höre vor lauter Wellenklatschen gar nicht, wie Gott mich anfeuert? Wie er mit seiner Kraft am Start ist? Ich glaube, Gott möchte meine Angst umwandeln in ein ganz tiefes Vertrauen auf seine Gegenwart, auf seine Liebe, auf seine Hilfe. In 1. Johannes 4 stehen folgende Worte:

Wo die Liebe regiert, hat die Angst keinen Platz; Gottes vollkommene Liebe vertreibt jede Angst. Angst hat man nämlich dann, wenn man mit einer Strafe rechnen muss. Wer sich also noch vor dem Gericht fürchtet, bei dem ist die Liebe noch nicht zum vollen Durchbruch gekommen. Der tiefste Grund für unsere Zuversicht liegt in Gottes Liebe zu uns: Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat.

Ich möchte „wabbernde Angstwellen“ austauschen gegen von Gott zugesprochenen Mut. Mut, die Dinge zu tun, für die er mich befähigt hat und Mut, den Auftrag auszuführen, den er für mich vorgesehen hat. Ich möchte seinem Auftrag nachkommen:

Darum geht zu allen Völkern und macht die Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes  und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe.

Und auch dieser Auftrag endet mit einem unglaublichen und mutmachenden Zuspruch:

Und seid gewiss: Ich bin jeden Tag bei euch, bis zum Ende der Welt.

November 12, 2013

„Was wäre wenn“-Gemeinde?

Diesen Clip der Elim-Gemeinde in Hannover habe ich gerade gesehen und ich muss sagen, die „Was wäre wenn“-Fragen haben mich sehr angesprochen und neu motiviert. Ich glaube, es sind auch nur rethorische Fragen, denn wenn aus „Was wäre wenn“-Fragen Aussagen werden wie die folgenden, dann wird die Gemeinde Relevanz haben, dann wird man sie nicht übersehen und dann muss sie sich in keinster Weise verstecken, im Gegenteil:

  • in der Gemeinde erleben Menschen Gott
  • in der Gemeinde dürfen wir laut lachen
  • in der Gemeinde dürfen wir laut weinen
  • in der Gemeinde werden Menschen ihrer Gabe entsprechend eingesetzt
  • in der Gemeinde dürfen Menschen einfach sein, so wie sie sind

Dann werden Menschen, die Gott nicht kennen, diesen Ort aufsuchen wollen, weil es ein Ort der Liebe, der Annahme und der Vergebung ist, ein Ort, wo Gott selbst ist. Danach strecke ich mich persönlich sehr aus! Ich möchte nicht mehr „Was-wäre-wenn“ träumen, ich möchte es anfangen zu leben. In diesem Sinn: Gottes Segen!

Oktober 11, 2013

Die vernachlässigte Tatsache der Gerechtigkeit

Bei meiner Suche nach möglichen Bremsen in meinem Leben als Christ finde ich immer wieder neue Dinge 😉 . Als Bremsen definiere ich für mich Dinge, die meine Beziehung zu Gott stören, die meinen Blick von IHM weg auf andere Dinge lenken und letztlich verhindern, dass ich das Leben lebe, das Gott für mich vorgesehen hat. Das kann ich übrigens jedem empfehlen, sich auf die Suche nach seinen eigenen Bremsen zu machen, denn: Gott hat mehr für mich und auch mehr für Dich!

Gestern habe ich etwas geschrieben zur Bremse „Verstand“. Eine weitere Bremse, die ich immer deutlicher erkenne ist eine vernachlässigte Tatsache mit Namen „Gerechtigkeit“. Kennst Du so Gedanken wie:

  • Gott hat mir vergeben, aber ich muss das und das tun, um …
  • ich habe gesündigt, jetzt muss ich mir das Wohlwollen Gottes wieder verdienen
  • ich bin schlechter als andere…
  • ich tue so viel, Gott müsste doch deswegen…
  • Gott hat so viel für mich getan! Ich muss jetzt …

Zuerst möchte ich die vernachlässigte Tatsache kurz vorstellen bzw. die Bibel zitieren aus Römer 3,25: „Wir sind gerecht vor Gott, wenn wir glauben, dass Jesus sein Blut für uns vergossen und sein Leben für uns geopfert hat.“ Das ist die Tatsache und da gibt es auch nichts dran zu rütteln. Da steht „wir sind“ und nicht „wir werden…wenn“ oder irgend etwas anderes. Was bedeutet das für mich und für Dich, wenn wir glauben, dass Jesus sein Blut für uns gegeben hat? Dass wir gerecht sind! Das ist ja fast unglaublich und alles, was wir an dieser Tatsache ergänzen, in Frage stellen oder mit Einschränkungen versehen ist eine Bremse für unser gottgewolltes Leben. Kritiker könnten jetzt sagen, dass wir aber noch auf der Erde sind, dass wir noch mitten in der Welte leben und dass so ein Gedanke uns dazu verführen könnte, der Sünde Tür und Tor zu öffnen, denn wir seien ja schließlich gerecht, egal was wir tun, also auch, wenn wir sündigen…. Auf den ersten Blick mag diese Annahme stimmen aber mal ehrlich: Reduzieren wir die Auswirkung von Jesus Tod am Kreuz mit solch einer Aussage nicht? Wir sagen doch damit, dass Jesus Tod nicht ausgereicht hat und dass wir noch etwas tun müssen, nämlich z. B. nicht mehr sündigen!

Mir ist beim Lesen des Buches „Ergreife das Unerreichbare“ von Rob Rufus diese Bremse so klar geworden. Und diese Bremse lässt sich sogar so gut christlich verpacken mit Aussagen oder Annahmen wie „ich muss dieses oder jenes in der Kirche tun“ oder „wenn ich dieses oder jenes nicht tue (z. B. Bibellesen), dann…“. Rob Rufus schreibt in seinem Buch, dass diese christlich gefärbten Aussagen meine Beziehung zu Gott stören, denn ich beschäftige mich dann nicht mit der Person, die mich schon vor 2000 Jahren gerecht gemacht hat, sondern ich beschäftige mich mit Dingen und jage Tätigkeiten nach, die mich vermeintlich gerecht machen, in Wirklichkeit aber von einer intensiven Beziehung mit Gott abhalten. Das heisst nicht, dass Mitarbeit falsch ist, das heisst nicht, dass ich nicht in der Bibel lesen sollte, das heisst auch nicht, dass ich drauflos sündigen sollte.

Aber was heisst es dann? Was sieht Gott, wenn er mich oder Dich sieht (wenn Du das oben Erwähnte glaubst)? Er sieht Jesus in uns, wir sind gerecht gemacht durch den Tod von Jesus Christus und wir können nichts mehr weiter tun, dass wir gerechter werden, denn wir sind es ja schon. Wenn diese Tatsache immer mehr in mein Denken, in mein Fühlen gelangt, dann wird das auch Auswirkungen auf mein Handeln haben. Wenn ich weiss, wer ich in Gottes Augen bin, dann werde ich Gott dafür unendlich lieben. Wenn ich verstehe und glaube, dass keine Aktivität und Anstrengung von meiner Seite Gottes Wohlwollen für mich beeinflussen kann, dann kann ich anfangen, dieses große Geschenk anzunehmen, mich darüber zu freuen und aus Dankbarkeit genau die Dinge tun, die ich sonst aus Pflichtgefühl getan hätte und bei denen ich früher oder später von meiner Schwachheit enttäuscht worden wäre.

Ich glaube, diese Tatsache der Gerechtigkeit muss mir immer und immer wieder neu bewusst werden, damit die vielen „wenn und aber“ immer mehr in den Hintergrund und Gottes Geschenk immer mehr in den Vordergrund treten kann. Dann – und nur dann – kann Gott mein Leben so gestalten, wie ER es möchte. Und dieses Leben wird ein gutes sein, denn Gott liebt es zu segnen.

In Epheser 4,24 werden wir daran erinnert, dass wir dieses Geschenk auch annehmen sollen, vielleicht ist es sogar auch eine Ermahnung: „Als neue Menschen, geschaffen nach dem Ebenbild Gottes und zur Gerechtigkeit, Heiligkeit und Wahrheit berufen, sollt ihr auch ein neues Wesen annehmen.“ Heute morgen auf dem Weg zur Arbeit habe ich das wunderschöne Lied „Jesus, son of God“ von Chris Tomlin gehört. Dieses Lied fasst es am Schluss super zusammen mit den Worten „The cross was enough“.

Ich wünsche jedem Leser, dass er oder sie diese Tatsache nicht mehr vernachlässigt sondern sie als Geschenk ohne Bedingung annehmen kann, denn wir können dem, was Jesus schon längst getan hat, nichts hinzu tun. Gott segne Dich!

Oktober 10, 2013

Von Wachstumsbremsen oder „Kopf-Gott vs. Herz-Gott“

Manchmal stelle ich mir die Frage, warum wir Menschen Gott so unterschiedlich sehen. Sicherlich hängt sehr viel davon ab, wie wir mit Gott groß geworden sind, was unser Umfeld uns über Gott vermittelt hat. Aber wenn Gott doch derselbe ist, gestern, heute und in Ewigkeit, dann dürfte es doch eigentlich nicht zu solch unterschiedlichen Ansichten über Gott kommen, oder?

Da sind Personen, die sehen Gott als einen strengen Richter, der nur darauf wartet, mein Fehlverhalten zu bestrafen. Da sind andere Personen, die sehen Gott als einen alten Mann mit weissem Bart und Stock, der auf einer weißen Plüschwolke daherschwebt und sich quasi über den Angelegenheiten dieser Welt befindet. Wiederum andere sagen Gott nach, dass er sich nicht um uns Menschen kümmert, denn schließlich dürfte es dann ja nicht so viel Leid geben… Diese Liste von Ansichten der Menschen über Gott könnte hier wahrscheinlich ohne Ende weitergeführt werden.

Aber wie ist Gott denn wirklich, wie kann ich das rausbekommen? Oder würde ich dann auf der Suche nach Gott nur noch ein weiteres Bild von Gott malen, das genau so wenig stimmt wie die vielen anderen Bilder, die bereits exisiteren? Ich bin überzeugt, dass – wenn ich das beherzige, was Gott selbst empfohlen hat, nämlich IHN von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit ganzer Kraft zu lieben (5. Mose 6,5) – ich ein immer deutlicheres Bild von IHM bekomme und dass sich der Nebel immer mehr lichtet. Auffällig für mich an diesem Ratschlag Gottes ist, dass da nichts von „Verstand“ steht. Gott rät mir also nicht, IHN mit ganzem „Verstand“ zu lieben, sondern mit ganzem Herzen, ganzer Seele und mit ganzer Kraft.

Ich glaube, dass das heute oft unser Problem ist, dass wir versuchen, Gott mit ganzem Verstand zu lieben. Warum ist das ein Problem? Weil unser Verstand sehr begrenzt ist. Unser Verstand ist abhängig von der genossenen Schulbildung, von unserem Elternhaus, von unserer Umgebung, von politischen und kulturellen Einflüssen und nicht zu letzt von religiösen Einflüssen. So entwickelt sich mein Verstand eben sehr viel anders als der Verstand einer Person in der dritten Welt. Ich glaube, dass mein Verstand mein Bild von Gott sehr ungesund beeinflussen kann. Damit meine ich nicht, dass ich blind und ohne nachzudenken Gott lieben soll, aber zuerst kommen die drei Punkte, die Gott uns Menschen rät: Herz, Seele, Kraft.

Warum bin ich davon überzeugt? Wenn ich mir ansehe, was in weniger entwickelten Völkern als bei uns in der westlichen Welt in der Beziehung mit Gott möglich ist, dann bekräftigt das meine Vermutung. Wenn ich heute zum Beispiel von Spontanheilungen höre und lese, dann springt sofort mein Verstand an und sagt mir „…das kann doch gar nicht sein…“. Wenn ich höre und lese, dass sich tausende Menschen in einem Gottesdienst zu Gott bekehren, dann springt mein Verstand an und sagt mir „…da muss Gefühlsduselei im Spiel gewesen sein…“.  Persönlich finde ich das schrecklich, dass solche Gedanken durch meinen Kopf gehen und ich arbeite daran, dass mich mein Verstand in meiner Beziehung zu Gott nicht mehr behindert. Ich möchte Gott zuerst mit meinem Herzen, meiner Seele und mit aller Kraft lieben!

Die „Verkopfung“ unserer Kirchen und Gemeinden sehe ich als echte Gefahr für ein lebendiges Christentum und als Bremse für Gottes Wirken, besonders in der weit entwickelten westlichen Welt. Ich möchte mich mehr und mehr danach ausstrecken, Gott so zu sehen und zu erleben, wie er wirklich ist, eben nicht ein strafender, alter, weissbärtiger und wolkenschwebender Man, dem ich egal bin, sondern ein liebevoller Vater, der es nicht abwarten kann, mir als seinem Kind seine ganze Liebe zu mir klar zu machen, mich mit Segnungen zu überschütten und mir jeden Tag ein Stück mehr von seiner Herrlichkeit zu zeigen. Wenn ich bereit bin, meinen Verstand hinter meine Beziehung zu stellen und Gott einfach mehr mit ganzem Herzen, ganzer Seele und mit aller Kraft zu lieben, dann werde ich mehr und mehr Gottes übernatürlichen Dinge erleben, die mein Verstand eben nicht begreifen kann.

Gott ist eben Gott 🙂 und ich freue mich auf mehr von Gottes übernatürlichen Segnungen. In Teilen dürfen wir das auch schon hier in Deutschland erleben, nämlich da, wo die Beziehung zu Gott in den Mittelpunkt gestellt wird, Gottes Gegenwart genossen und gefeiert wird und ER sich verherrlichen kann und kein Verstand mehr im Weg steht.
Das beste Beispiel dafür steht in der Bibel selbst. Lest mal, wie sehr die ersten Christen in der Apostelgeschichte Gott geliebt haben und was dort an übernatürlichen Dingen geschah. Und genau diese Dinge passieren auch heute noch, denn Gott ist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit.

Meine Frage an Dich ist:

Denkst Du noch oder lebst Du schon in einer echten Herzensbeziehung?

September 16, 2013

…angelesen…

Ich lese ja gerne und ich lese auch relativ viel, aber dass mich ein Buch abhält, rechtzeitig schlafen zu gehen, das passiert relativ selten. Das letzte Mal habe ich das beim Buch „Die Hütte“ von William P. Young erlebt. Dieses Buch hatte ich im Urlaub vor zwei oder drei Jahren eines Abends angefangen zu lesen. Mit der Zeit verabschiedeten sich alle Familienmitglieder in die Nacht und ich las einfach immer weiter. Ich durfte damals einen Einblick in die Beziehung von Gott Vater, Gott Sohn und Gott heiliger Geist nehmen, wie ich es vorher noch nicht getan hatte. Ich fand mich selbst mitten in dieser wunderbaren Beziehung wieder und ich genoss diese Beziehung so sehr, dass ich gar nicht merkte, wie die Nacht beim Lesen vergangen und die Sonne schon wieder aufgegangen war.

Ähnlich erging es mir und uns gestern Abend beim Lesen des Buches „Ergreife das Unerreichbare“ von Rob Rufus. Dieses Buch hatte ich letzte Woche mitbestellt, als ich das neue Buch von Judah Smith mit dem Titel „Jesus ist ___.“ gekauft habe. Irgendwie war mir der Titel „ins Auge gesprungen“.  Bereits das Vorwort hat mein Herz getroffen, weil ich – ähnlich wie der Autor – dieses Brennen und den tiefen Wunsch habe, dass die Gemeinde(n) ihr Erbteil in Besitz nehmen, dass Zeichen und Wunder geschehen, damit die Menschen die Auferstehungskraft Gottes erleben und  nicht mehr anders können als anzuerkennen, dass Gott real ist, dass er auferstanden ist und lebt und dass seine Auferstehungskraft nichts an Kraft verloren hat, sondern dieselbe ist wie vor zweitausend Jahren.

Vorwort

Das Weiterlesen hat sich sehr gelohnt und wir saßen gestern als Familie im Wohnzimmer und ich konnte immer mal wieder einen Satz aus dem Buch vorlesen. Diese Zitate animierten Heike und unsere Kinder, mehr aus dem Buch hören zu wollen und so fing ich an, daraus vorzulesen (das hatte ich übrigens schon Jahre nicht mehr gemacht 😉 …

Bis tief in die Nacht ging dieses Vorlesen und das, was uns klar geworden ist, hat in uns wieder ein echtes Feuer entfacht, einen tiefen Wunsch, mehr zu wollen, mehr von Gottes Auferstehungskraft, mehr von seinen Taten, mehr von Wundern und Zeichen. Der Autor erklärt auch sehr gut, was die Jahrhunderte und Menschen mit Gottes Idee und Gedanken zum Thema „Gemeinde“ gemacht haben. Viel ist leider nicht mehr davon übrig geblieben, was in Apostelgeschichte 2-5 von den ersten Christen beschrieben wird. An Stelle von Freiheit ist oft wieder Gesetzlichkeit getreten, an Stelle von Wundern und Zeichen sind Programme getreten, an Stelle von Gott selbst ist Religion getreten. Der Autor rüttelt die Leser wach, sich auf den Weg zu machen und zur Quelle zurückzukehren, Gott über alles zu stellen und an seine Auferstehungskraft zu glauben. Er apelliert auch an die Tatsache, dass Gott uns Autorität gegeben hat. Wie nutze ich diese Autorität? Bin ich mir dieser überhaupt bewusst? Und der Autor macht so gut deutlich, was der heilige Geist wirklich in unserem Leben bewirken möchte. Folgendes Zitat ist mir so hängen geblieben: „…der heilige Geist leitet dich doch nicht dazu, an der „Entrückungsbushaltestelle herumzustehen und darauf zu warten, dass Du endlich evakuiert wirst“… Jesus hat uns seinen heiligen Geist gegeben, damit wir die Dinge tun, die Jesus getan hat und größere Dinge tun (Joh. 14,12). Glaube ich daran? Glaubst Du daran?

Gott hat definitv mehr für mich, für meine Familie, für meine Gemeinde als das, was wir bisher erlebt haben. Welche Realität hat der heilige Geist in meinem und Deinem Leben? Jesus selbst hat erlebt was es bedeutet, als der heilige Geist auf ihn kam. In Matth. 3 steht, dass er den heiligen Geist wie eine Taube herniederfahren sah. Was danach passierte, kann in der Bibel nachgelesen werden, es geschahen Zeichen und Wunder.

Der Autor zeigt auch den Unterschied auf zwischen „den heiligen Geist haben“ und was passiert, wenn der heilige Geist auf jemanden kommt. In der Bibel lesen wir dann , dass Menschen „erfüllt“ waren vom heiligen Geist. Und da reichte es bei Petrus schon aus, dass sein Schatten auf Kranke fiel und die Kranken wurden gesund. Ich weiss mittlerweile, dass die Auferstehungskraft Gottes heute noch genau so stark und mächtig ist, wie damals. Ich bin überzeugt, dass nur die Anwesenheit des heiligen Geistes in mir keine Wunder und Zeichen vollbringt, besonders dann nicht, wenn ich seine Macht und sein Wirken vielleicht sogar als gefährlich oder komisch einschätze. Was würde mit mir und Dir passieren, wenn sich der heilige Geist auf mir oder Dir niederlassen würde? Ich bin überzeugt, dann würde sich erfüllen, was Jesus uns in Johannes 14 versichert hat!

Fazit: Ich möchte mehr 🙂 

Ich stimme mit dem Autor darin überein, dass die Gemeinde der Zukunft auf dem Wasser gehen wird, dass Brot und Fisch vermehrt werden, dass die Ohren der Tauben und die Augen der Blinden geöffnet werden, zu seiner Ehre und in Jesus Namen!

auszug

Vieles in unserem Leben und in unserem Alltag hat mich blind gemacht, blind für das wirkliche Leben, das Jesus uns geben möchte, ein Leben in Freiheit, in Vollmacht und ein Leben unter der wirksamen Kraft seiner Auferstehung. Mir hat dieses Buch sehr geholfen, Fragen zu beantworten, die Augen geöffnet zu bekommen für Dinge, die mir schon lange zu schaffen machen. Und – und das ist für mich eine besondere Freude und Hoffnung – ich habe die Hoffnung und Zuversicht, dass ich das mit eigenen Augen erleben werde, nicht nur in seltenen Einzelfällen, sondern in meinem direkten Umfeld, in meiner Familie, in meiner Gemeinde. Nicht in Afrika, Asien oder China, sondern in Schwelm, im Ennepe-Ruhr-Kreis, in NRW und in ganz Deutschland.

September 12, 2013

attraktives Christentum?

Gerade las ich einen kurzen Satz auf „MeetingJesus„. Dieser Satz lautet: „Was macht Deiner Meinung nach das Christentum attraktiv?“

Interessant, dass genau diese Frage mich schon so lange beschäftigt und dass sie mir heute wieder über den Weg läuft, nachdem ich mich in den letzten Tagen immer und immer wieder damit beschäftigt habe. Deswegen widme ich diesen BLOG-Eintrag auch dieser Frage…

Wenn wir als Christen in einer guten Beziehung mit Gott stehen, dann werden wir unweigerlich den Wunsch immer mehr verspüren, unsere Freunde, Bekannte, Verwandte, Arbeitskollegen und Schulfreunde auch mit Gott in Verbindung zu bringen. Aber was bedeutet in Bezug auf Gott eine gute Beziehung? Ich denke – wie auch in zwischenmenschlichen Beziehungen – ist es wichtig, die andere Person wirklich kennen zu lernen, mit ihr zu reden und vor Allem Zeit mit ihr zu verbringen. Wirklich kennenlernen kann ich eine Person nicht, wenn ich mir nur einmal in der Woche eine Stunde Zeit nehme um mir anzusehen, wie andere ihre Beziehung mit der Person leben. Sprich: Wenn ich Gott kennenlernen möchte reicht es nicht aus, einmal am Sonntag in die Kirche zu gehen und mir anzusehen, wie ein Pastor mit Gott lebt. Ich muss selbst die Initiative ergreifen, ich muss mich auf den Weg machen und ich muss Gott kennenlernen wollen. Gott drängt sich nicht auf, er überlässt es schon mir selbst, ob ich IHN kennenlernen möchte oder nicht. Und wenn ich mich auf den Weg mache und Gott kennenlernen will, dann wird er reagieren, dann wird er den Kontaktwunsch erwidern. Gott sagt: „Sucht mich und ihr werdet mich finden.“

Und wenn ich Gott gesucht und gefunden habe, dann wird das Auswirkungen auf mein Leben haben, dann möchte ich, dass meine Mitmenschen diesen genialen Gott ebenfalls kennenlernen, dass er meinen Freunden, meiner Familie, meinen Kollegen auch begegnet. Alles andere wäre doch unnormal bzw. ich bin jemand, der seinem Nächsten nichts Gutes wünscht.

Die Frage, die sich mir dann geradezu aufdrängt ist diese: Warum platzen unsere Kirchen nicht längst aus allen Nähten, warum scheint das Christentum bzw. Gott so unattraktiv, warum entscheiden sich nicht viel mehr Menschen für Gott? Ist Gott unattraktiv? Ist Gott langweilig? Oder hat es da eine Verschiebung von Werten gegeben mit der Auswirkung, dass unsere Kirchen immer leerer werden, dass Gottes Allmacht immer weniger vertraut wird, dass wir keine oder nur wenige Wunder erleben? Sind wir als seine Kinder vielleicht daran schuld?

Wer oder was macht das Christentum attraktiv? Sind es attraktive Programme, beeindruckende Kirchengebäude?Können Programme Menschen in Deutschland überwältigen und überzeugen, Christ zu werden? Eine Beziehung mit dem lebendigen Gott einzugehen? Können tolle Räume Gottes Größe zeigen, seine Herrlichkeit den Menschen näher bringen? Ich glaube, dass diese Werteverschiebung der Grund für die vielen Kirchenschließungen ist.

Was wäre, wenn Großzügigkeit, Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit, echte Liebe zueinander das ist, was Menschen von uns Christen wahrnehmen? Was wäre, wenn sie in unseren Kirchen wirklich Gott begegnen würden? Was wäre, wenn wieder Wunder geschähen, weil die Kraft des heiligen Geistes wirksam ist und nicht unterdrückt wird?

Ich glaube… und davon bin ich überzeugt… dann würde genau das geschehen, was nach dem Satz in Apostelgeschichte 5 steht: „Immer mehr Menschen fanden zum Glauben an den Herrn – Männer wie Frauen.“ (Apostelgeschichte 5, 14)

Ich finde es wert, über diesen Satz neu nachzudenken und zu handeln. Gott segne Euch als Leser dieses Blog-Eintrages und unser Land – zu seiner Ehre!

Danke an „MeetingJesus“ für den Impuls!

Juli 05, 2013

Erfrischung

Die heutige Tageslosung aus Jesaja 58,11 hat mich neugierig auf das ganze Kapitel gemacht:

Dann wird dich der Herr beständig leiten und dir selbst in Dürrezeiten innere Zufriedenheit bewahren. Er wird deinen Körper erfrischen, sodass du einem soeben bewässerten Garten gleichst und bist wie eine nie versiegende Quelle.

Aktuell erleben wir in mancherlei Hinsicht eine Dürrezeit. Nach dem Wasserschaden, der uns nach wie vor an jedem Tag begleitet, haben sich so manche weitere Dinge ereignet, die zum Einen einfach nur nerven, zum Anderen auch viel Geld kosten. Das verabschiedet sich der Roller, mit dem ich täglich zum Bahnhof fahre, der neue (gebrauchte) Roller benötigt neue Reifen, die am nächsten Morgen wieder platt sind, beim Auto tropft wieder Öl, das Bügeleisen geht kaputt usw.

Diese ganzen Dinge zehren schon ganz schön an den Nerven und am Geldbeutel und dann lese ich diesen Vers, der mich aufhören lässt. In diesem Kapitel geht es um den wahren Gottesdienst und um den falschen Gottesdienst. Ab Vers 6 beschreibt Gott, wie er sich wahren Gottesdienst vorstellt. Seine Vorstellungen von wahrem Gottesdienst sind außerdem gefüllt mit Segnungen, die ER uns verspricht:

Fasten, wie ich es liebe, sieht doch vielmehr so aus: Lasst die zu Unrecht Gefangenen frei und gebt die los, die ihr unterjocht habt. Lasst die Unterdrückten frei. Zerbrecht jedes Joch. Ich möchte, dass ihr euer Essen mit den Hungrigen teilt und heimatlose Menschen gastfreundlich aufnehmt. Wenn ihr einen Nackten seht, dann kleidet ihn ein. Verleugnet euer eigenes Fleisch und Blut nicht. Wenn du so handelst, wird dein Licht aufleuchten wie die Morgenröte. Deine Heilung wird schnelle Fortschritte machen. Deine Gerechtigkeit geht dir dann voraus und die Herrlichkeit des Herrn folgt dir nach. Dann wirst du rufen und der Herr wird antworten. Du wirst um Hilfe schreien und er wird antworten: `Hier bin ich.´ Entferne die Unterdrückung aus deiner Mitte. Lass die höhnischen Fingerzeichen und das trügerische Reden! Öffne dem Hungrigen dein Herz und hilf dem, der in Not ist. Dann wird dein Licht in der Dunkelheit aufleuchten und das, was dein Leben dunkel macht, wird hell wie der Mittag sein. Dann wird dich der Herr beständig leiten und dir selbst in Dürrezeiten innere Zufriedenheit bewahren. Er wird deinen Körper erfrischen, sodass du einem soeben bewässerten Garten gleichst und bist wie eine nie versiegende Quelle. Deine Leute werden die Ruinen aus alter Zeit wieder aufbauen. Die Grundmauern vieler vergangener Generationen werdet ihr wieder errichten. Dann wird man euch folgendermaßen nennen: `Die die Risse ausbessern und die Straßen erneuern, um sie bewohnbar zu machen.´ Tut an meinem heiligen Tag, dem Sabbat, nicht, was ihr wollt, sondern erlebt ihn als Wonne und ehrt den heiligen Tag des Herrn. Ehrt ihn, verfolgt nicht eure eigenen Interessen, geht nicht euren Geschäften nach und spart euch leeres Geschwätz. Dann wird der Herr eure Freude sein. Ich lasse euch über die Höhen der Erde gehen und euch das Erbe Jakobs, eures Vorfahren, genießen. Ich, der Herr, habe gesprochen!«

Diese Sätze haben mich gerade richtig angesprochen. Klar gab es Tage, die irgendwie besser liefen und die einfach schöner waren, aber was macht denn echten Gottesdienst aus? Nicht meine Anbetung, wenn es mir gut geht, wenn alles easy ist. Wahre Anbetung, wahrer Gottesdienst passiert in meinem Alltag, auch oder gerade wenn es nicht so gut läuft, wenn da echte Anfechtungen sind oder – wie man so schön sagt – uns der Feind an den Karren pinkeln möchte und es auch tut. Kann ich dann auch noch den Nächsten sehen, dem es vielleicht noch viel dreckiger geht als mir? Kann ich „jedes Joch“ auch dann noch zerbrechen? Kann ich dann auch noch Menschen gastfreundlich aufnehmen? Ich glaube, in solchen Zeiten stellt sich heraus, wie befestigt mein Glaube ist, wie viel ich Gott auch in schwierigen Zeiten zutraue und ob mein Gottesdienst echt ist. Für mich habe ich gemerkt, dass ich mit Gottes Hilfe da noch viel Lernen kann uns muss 😉 In Johannes 1,5 sagt Gott mir, dass es nie zu dunkel ist, um das Licht zu sehen. Daran möchte ich festhalten!

Gott, ich möchte meinen Gottesdienst nicht abhängig machen von meinen Umständen, meinen Gefühlen. Ich möchte Dir Gott dienen, wie es gut ist in Deinen Augen. Dazu brauche ich Deine Hilfe und Deine Nähe. Danke für die vielen, tollen Verheißungen in diesem Kapitel. Sie tun sehr gut!

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