Lachen mit Gott
Gestern im Gottesdienst wurde immer wieder der folgende Satz mit dem Beamer an die Wand geworfen: „Er wird Dich wieder lachen lassen„. Ist das nicht eine gute Verheißung?!? ER, mein Gott, mein Freund, mein Daddy wird mich wieder lachen lassen!
Mir persönlich sagt das so viel darüber, wie mein Vater wirklich ist, was ihn ausmacht, was er für mich empfindet. Vielleicht bist Du gerade in einer Situation, in der Dir gar nicht zum Lachen zu Mute ist. Vielleicht leidest Du unter einer Krankheit, vielleicht hast du einen geliebten Menschen verloren, vielleicht kriselt es in Deinen Beziehungen, vielleicht hast Du finanzielle Sorgen, vielleicht… In unserem Bekanntenkreis gibt es gerade eine Krankheit bei einer schwangeren Frau, die echt schlimm ist und es wird in dieser Woche eine schwere OP nötig. Diese Umstände sind wirklich schwer und vermutlich fühlen sie sich sogar zu schwer an, als dass sie sie ertragen könnte. Wie kann dann behauptet werden, dass Gott mich wieder lachen lassen wird?
In seiner Predigt sprach Alex Landmann gestern über die Begebenheit von Lazarus in Johannes 11. Auch den beiden Frauen dort, Maria und Martha, war es überhaupt nicht zum Lachen zu Mute, denn ihr Bruder Lazarus war sehr krank, so krank, dass ihnen der Tod vor Augen stand. In Ihrer Not kommen die beiden Schwestern zu Jesus und sagen ihm, dass derjenige, den Jesus liebt, krank ist und bitten ihn gleichzeitig zu kommen, um Lazarus wieder gesund zu machen. Das, was Jesus dann macht, ist für die beiden Schwestern immer noch nicht zum Lachen, denn Jesus bleibt einfach noch zwei Tage an dem Ort, wo er sich befand. Er lässt nicht alles stehen und liegen, er rennt nicht sofort los, er lässt es sogar zu, dass Lazarus stirbt. Ja, er greift nicht ein, er wartet einfach. Was müssen Maria und Martha durchgemacht haben? Die ganze Trauer, die Enttäuschung über das Nicht-Handeln von Jesus, der Lazarus ganz einfach hätte gesund machen können. Nein, da war definitiv kein Grund zum Lachen bei den Schwestern.
Folgender Satz aus der Predigt ist mir hängen geblieben: Wenn Du in solch einer schweren Situation bist und nicht lachen kannst, dann ist es auch noch nicht das Ende. Gott selbst nämlich hat das letzte Wort und das Ende wird gut werden. In diesen zwei Tagen des Wartens war Maria und Martha sicher nicht bewusst, dass die Sache mit Lazarus am Ende gut werden würde. Sie sahen nur auf die gegenwärtige Realität und die sah echt mies aus.
Wie gut, dass es noch eine zweite Realität gibt, die unseren Augen noch verborgen ist und das ist die Realität der Gegenwart und Allmacht Gottes. Sie ist genau so Realität wie das, was wir gerade sehen, hören und erleben mit dem Unterschied, dass sie eben nicht sichtbar ist. Und an dieser Stelle ist dann mein und unser Vertrauen gefragt. Glaube ich, dass Gott es am Ende gut machen wird? Glaube ich, dass seine Verheißung wahr ist und ich am Ende wieder lachen kann? Zugegeben, im Fall unserer Bekannten ist das so unendlich schwer und trotzdem versuchen sie, in der zweiten Realität zu leben, sprich: zu glauben und zu vertrauen. Gott wird diesen Glauben und dieses Vertrauen ganz sicher belohnen und wird schenken, dass auch sie am Ende wieder lachen kann.
Aber noch einmal kurz zurück zu der Überschrift „Lachen mit Gott“. Wenn Gott möchte, dass wir wieder lachen können heisst das für mich, dass er mit mir leidet, wenn ich nicht lachen kann. Gott möchte, dass wir Lachen können, Gott möchte, dass es uns gut geht. Gott ist kein Gott, der Spaß daran hat, uns zu ärgern, uns zu quälen oder – wie man es auch schon mal hört – uns bestraft für Dinge, die wir tun, die nicht gut oder sogar Sünde sind. Ich bin überzeugt, so ist Gott nicht. Wenn Gott mich sieht, dann sieht er Jesus, der für meine Sünden bestraft worden ist. Wenn ich nicht lachen kann und wenn ich leide, dann leidet Gott mit mir. In der Geschichte von Lazarus steht, dass Jesus Augen sich mit Tränen füllten als er hörte, dass sein Freund Lazarus gestorben ist. Klingt erstmal unlogisch, denn er wusste ja, dass Lazarus in Kürze wieder unter den Lebenden sein würde. Aber so ist Gott: Er leidet mit, er weint mit mir, er trauert mit mir und er macht meine Probleme zu seinen Problemen. Aber bei Gott ist die zweite (für uns unsichtbare) Realität einfach da, er lebt in dieser Realität, er ist diese Realität 🙂 . Und deswegen kann er auch diese Verheißung geben, dass wir am Ende wieder lachen werden.
Ich möchte viel mehr in dieser zweiten Realität leben, mir bewusst machen, dass – egal wie meine Umstände sind – Gott bei mir ist, dass er mich liebt, dass er für mich und nicht gegen mich ist, dass ich am Ende allen Grund zum Lachen habe.
„Gott segnet euch, die ihr jetzt hungert, denn ihr werdet satt werden. Gott segnet euch, die ihr jetzt weint, denn die Zeit wird kommen, in der ihr vor Freude lachen werdet.“ (Lukas 6,21)
Lobpreis als Waffe
Letztes Wochenende durfte ich eine Predigt von Carl Lentz (Hillsong New-York City) hören. Das Thema seiner Predigt könnte man vielleicht in einem Satz so zusammenfassen: „Let your praise be a problem for your problem„. Übersetzt: „Lass Dein Lobpreis zum Problem für Dein Problem werden“. Wieder einmal mehr wurde mir bewusst, dass wir mit Lobpreis eine echte „Waffe“ haben, die zum echten Problem für meine Probleme werden kann. Was bedeutet das? Kann und soll ich Gott Ehre geben, nur wenn es mir gut geht? Wenn meine Stimmung nach Lobpreis ist? Soll ich Gott anbeten, wenn ich mal gerade einen „guten Lauf“ habe, ich keine finanziellen Sorgen oder familiären Probleme habe, gesundheitlich nicht angeschlagen bin? Dann würde mein Glauben doch lediglich auf Gefühlen beruhen und … ich weiss von mir… das mich meine Gefühle schon mal täuschen! Aber wie kann ich Gott loben, wenn ich finanzielle Probleme habe, wenn es in der Familie nicht so rund läuft oder wenn ich krank bin und vielleicht sogar Schmerzen habe?
Zugegeben, das ist schwer. Aber es ist möglich. Carl Lentz brachte als Beispiel die Geschichte von Paulus und Silas in Apostelgeschichte 16. Wenn es nach ihren Gefühlen gegangen wäre, dann hätte es sicher keinen Grund zum Loben gegeben. Schließlich lagen sie gefangen, mit den Füßen im Stock angekettet, wahrscheinlich noch blutend von den vielen Schlägen, die sie hatten einstecken müssen, sprich: mehr tot als lebendig im Gefängnis in der letzten Zelle und ihre Aussicht, da bald und vor allem lebend rauszukommen war nicht besonders groß. Was hätte ich an ihrer Stelle gemacht, besonders nachdem sie vorher viele gute Dinge für Gott getan hatten, Wäre ich nicht sauer gewesen? Sauer auf Gott, dass er mich im Stich lässt, meinen Einsatz nicht wert schätzt und mich sogar in solch eine Situation führt? Das wäre vielleicht die natürliche und menschliche Reaktion gewesen. Aber Paulus und Silas beten laut, sie singen Lieder von ihrem großen Gott, sie geben ihm die Ehre, sie beten ihn an. Krass, oder? Ich wüsste ja gerne den Text Ihrer Lieder. War es „God is able“ oder war es „Fire fall down“ (so als Wunsch für die Menschen, die sie gequält hatten 😉 ), oder war es „Break free“ oder „Freedom“? Keine Ahnung, aber es waren Lieder, so sagt es der Bibeltext, die Gott die Ehre gaben.
Carl Lentz malte die Situation so schön aus: Was könnten Paulus und Silas geredet haben, bevor sie anfingen zu singen? War es vielleicht diese Unterhaltung?
Paulus: „Du Silas, tut Dir auch alles weh?“
Silas: „Ja Mann, mein Rücken brennt wie Feuer…“
Paulus: „Hast Du ´ne Idee, wie wir hier rauskommen?“
Silas: „Klar, wir könnten doch Loblieder singen, dann wird es ein Mega-Erdbeben geben und unsere im Stock gebundenen Füße werden dabei freigegeben“
Paulus: „Gute Idee, der Gefängniswärter wird dann verzweifeln, weil er meint, wir wären geflohen und wird sich dann aus Angst vor seinen Chefs umbringen wollen“
Silas: „Yes man, dann zeigen wir ihm kurz, dass wir noch hier sind, erzählen ihm von Gott und er bekehrt sich…“
Beide: „OK, los geht´s!“
… Ich glaube, so war es nicht! Ich glaube, dass ihre Situation echt zum heulen war, zum Verzweifeln, sie werden unter enormen Schmerzen gelitten haben, aber – und das beeindruckt mich – sie werden auf Gott gesehen haben, auf seine Fähigkeit, auf das, was er zu Tun im Stande ist. Sie werden vor ihrem inneren Auge gesehen haben, dass Gott ihre Ketten sprengen kann, sie werden gesehen haben, dass Gott ihre Wunden verbinden und sie heil machen kann. Und das hat sie zum Lobpreis bewegt, hat bewirkt, dass sie Gott nicht anschuldigen sondern ehren. Und dann geschieht, das Unglaubliche: Das Problem wird vom Lobpreis besiegt. Das Problem bekommt sozusagen Angst und muss fliehen. Und das ist das, was Pastor Carl Lentz meint wenn er sagt: „Let your praise be a problem for your problem“. Und noch mehr als das: Selbst das Problem des Kerkermeisters wird vom Lobpreis der beiden besiegt. Sein Problem hieß „Verloren sein“ und der Lobpreis bewirkte seine Rettung.
Was kann ich mit dieser Aussage ganz persönlich anfangen? Weder liege ich im Kerker an Füßen gebunden noch habe ich blutende Wunden, weil ich ausgepeitscht wurde. Dafür bin ich im Übrigen sehr dankbar… Trotzdem ertappe ich mich immer gerne mal wieder dabei, mir ohne Ende Gedanken zu machen über Probleme, die meinen Alltag betreffen. „Wie soll das nur ausgehen…?“ oder „Was ist, wenn ich älter werde…?“ oder „mehr Geld könnte auch nicht schaden…“. Was tue ich dann? Ich sehe auf die Probleme, auf die Fragen, beschäftige mich mit dem „Warum“. Was würde sich ändern, wenn ich durch diese Fragen hindurchsehen würde auf die Person, der alles gehört, die mir alles gegeben hat und gibt, die mein Freund ist und der alles möglich ist? Was, wenn ich egal in welcher Situation Gott ehren, ihn anbeten und ihm Lobpreis geben würde? Würden dann nicht auch meine Probleme fliehen müssen? Ich möchte die mir anvertraute Waffe des Lobpreises gerne nutzen, sie anwenden und sie für meine Probleme zum Problem werden lassen.
Konkret anwenden möchte ich das für die in knapp vier Wochen anstehende Pro-Junior-Herbstfreizeit, wo ich das Vorrecht habe, eine Woche mit vielen jungen Menschen zu verbringen, Gemeinschaft mit Gott und mit ihnen zu haben, gemeinsam Worship zu machen. Natürlich gibt es da im Vorfeld Fragen und wenn ich möchte, könnte ich auch schon Probleme sehen. Ich entscheide mich aber, auf Gott zu sehen, seine Allmacht zu proklamieren, Ihm die Ehre zu geben. Ich möchte wie Paulus und Silas damals auf die Ergebnisse von Gottes Wirken sehen, möchte sehen, wie ER junge Menschen frei macht von Ketten wie z. B. Süchten, möchte sehen, wie ER jungen Menschen begegnet und ihr Herz berührt, möchte sehen, wie ER Jugendlichen ein neues Leben schenkt und möchte sehen, wie ER Teens auch ganz praktisch heilt, an Körper und Seele.
Lobpreis ist eine Waffe! Nutze ich sie? Nutzt Du sie? Gott sei alle Ehre. Amen!
Ihm, der mit seiner ´unerschöpflichen` Kraft in uns am Werk ist und unendlich viel mehr zu tun vermag, als wir erbitten oder begreifen können (Eph. 3,20)
Gemeinde der grünen Weide
Gerade habe ich eine beeindruckende Predigt gesehen und gehört von Joanna Haverkamp (Pastorin bei Hillsong Deutschland), die sie gestern auf der BFP-Konferenz gehalten hat. Es geht um „Gemeinden und Kirchen der grünen Weide“. In ihrer Predigt appelliert Joanna, dass unsere Kirchen und unsere Gemeinden Orte sein sollten, wo Menschen erfrischt werden, wo sie auftanken können, wo sie Gott begegnen. In Ihrer Predigt stellt Joanna eine Frage, die mich seit langer Zeit wirklich tief bewegt:
Wissen Eure Gottesdienstbesucher nach dem Gottesdienst, wer Gott ist?
Ich möchte gar nicht mehr über die Predigt schreiben. Sie bietet so viele Punkte, worüber ich nachdenken kann, sie ist so voller Weisheit, sie ist voller Leidenschaft für Gott, für die Menschen in unseren Städten und unsere Kirchen. Am besten seht Ihr Euch die Predigt selbst an und beantwortet die Fragen für Euch selbst.
Kleiner Hinweis: Die Predigt beginnt ca. ab der 15. Minute, also nicht wundern, dass in den ersten Minuten kein Ton zu hören ist…
…angelesen…
Ich lese ja gerne und ich lese auch relativ viel, aber dass mich ein Buch abhält, rechtzeitig schlafen zu gehen, das passiert relativ selten. Das letzte Mal habe ich das beim Buch „Die Hütte“ von William P. Young erlebt. Dieses Buch hatte ich im Urlaub vor zwei oder drei Jahren eines Abends angefangen zu lesen. Mit der Zeit verabschiedeten sich alle Familienmitglieder in die Nacht und ich las einfach immer weiter. Ich durfte damals einen Einblick in die Beziehung von Gott Vater, Gott Sohn und Gott heiliger Geist nehmen, wie ich es vorher noch nicht getan hatte. Ich fand mich selbst mitten in dieser wunderbaren Beziehung wieder und ich genoss diese Beziehung so sehr, dass ich gar nicht merkte, wie die Nacht beim Lesen vergangen und die Sonne schon wieder aufgegangen war.
Ähnlich erging es mir und uns gestern Abend beim Lesen des Buches „Ergreife das Unerreichbare“ von Rob Rufus. Dieses Buch hatte ich letzte Woche mitbestellt, als ich das neue Buch von Judah Smith mit dem Titel „Jesus ist ___.“ gekauft habe. Irgendwie war mir der Titel „ins Auge gesprungen“. Bereits das Vorwort hat mein Herz getroffen, weil ich – ähnlich wie der Autor – dieses Brennen und den tiefen Wunsch habe, dass die Gemeinde(n) ihr Erbteil in Besitz nehmen, dass Zeichen und Wunder geschehen, damit die Menschen die Auferstehungskraft Gottes erleben und nicht mehr anders können als anzuerkennen, dass Gott real ist, dass er auferstanden ist und lebt und dass seine Auferstehungskraft nichts an Kraft verloren hat, sondern dieselbe ist wie vor zweitausend Jahren.

Das Weiterlesen hat sich sehr gelohnt und wir saßen gestern als Familie im Wohnzimmer und ich konnte immer mal wieder einen Satz aus dem Buch vorlesen. Diese Zitate animierten Heike und unsere Kinder, mehr aus dem Buch hören zu wollen und so fing ich an, daraus vorzulesen (das hatte ich übrigens schon Jahre nicht mehr gemacht 😉 …
Bis tief in die Nacht ging dieses Vorlesen und das, was uns klar geworden ist, hat in uns wieder ein echtes Feuer entfacht, einen tiefen Wunsch, mehr zu wollen, mehr von Gottes Auferstehungskraft, mehr von seinen Taten, mehr von Wundern und Zeichen. Der Autor erklärt auch sehr gut, was die Jahrhunderte und Menschen mit Gottes Idee und Gedanken zum Thema „Gemeinde“ gemacht haben. Viel ist leider nicht mehr davon übrig geblieben, was in Apostelgeschichte 2-5 von den ersten Christen beschrieben wird. An Stelle von Freiheit ist oft wieder Gesetzlichkeit getreten, an Stelle von Wundern und Zeichen sind Programme getreten, an Stelle von Gott selbst ist Religion getreten. Der Autor rüttelt die Leser wach, sich auf den Weg zu machen und zur Quelle zurückzukehren, Gott über alles zu stellen und an seine Auferstehungskraft zu glauben. Er apelliert auch an die Tatsache, dass Gott uns Autorität gegeben hat. Wie nutze ich diese Autorität? Bin ich mir dieser überhaupt bewusst? Und der Autor macht so gut deutlich, was der heilige Geist wirklich in unserem Leben bewirken möchte. Folgendes Zitat ist mir so hängen geblieben: „…der heilige Geist leitet dich doch nicht dazu, an der „Entrückungsbushaltestelle herumzustehen und darauf zu warten, dass Du endlich evakuiert wirst“… Jesus hat uns seinen heiligen Geist gegeben, damit wir die Dinge tun, die Jesus getan hat und größere Dinge tun (Joh. 14,12). Glaube ich daran? Glaubst Du daran?
Gott hat definitv mehr für mich, für meine Familie, für meine Gemeinde als das, was wir bisher erlebt haben. Welche Realität hat der heilige Geist in meinem und Deinem Leben? Jesus selbst hat erlebt was es bedeutet, als der heilige Geist auf ihn kam. In Matth. 3 steht, dass er den heiligen Geist wie eine Taube herniederfahren sah. Was danach passierte, kann in der Bibel nachgelesen werden, es geschahen Zeichen und Wunder.
Der Autor zeigt auch den Unterschied auf zwischen „den heiligen Geist haben“ und was passiert, wenn der heilige Geist auf jemanden kommt. In der Bibel lesen wir dann , dass Menschen „erfüllt“ waren vom heiligen Geist. Und da reichte es bei Petrus schon aus, dass sein Schatten auf Kranke fiel und die Kranken wurden gesund. Ich weiss mittlerweile, dass die Auferstehungskraft Gottes heute noch genau so stark und mächtig ist, wie damals. Ich bin überzeugt, dass nur die Anwesenheit des heiligen Geistes in mir keine Wunder und Zeichen vollbringt, besonders dann nicht, wenn ich seine Macht und sein Wirken vielleicht sogar als gefährlich oder komisch einschätze. Was würde mit mir und Dir passieren, wenn sich der heilige Geist auf mir oder Dir niederlassen würde? Ich bin überzeugt, dann würde sich erfüllen, was Jesus uns in Johannes 14 versichert hat!
Fazit: Ich möchte mehr 🙂
Ich stimme mit dem Autor darin überein, dass die Gemeinde der Zukunft auf dem Wasser gehen wird, dass Brot und Fisch vermehrt werden, dass die Ohren der Tauben und die Augen der Blinden geöffnet werden, zu seiner Ehre und in Jesus Namen!

Vieles in unserem Leben und in unserem Alltag hat mich blind gemacht, blind für das wirkliche Leben, das Jesus uns geben möchte, ein Leben in Freiheit, in Vollmacht und ein Leben unter der wirksamen Kraft seiner Auferstehung. Mir hat dieses Buch sehr geholfen, Fragen zu beantworten, die Augen geöffnet zu bekommen für Dinge, die mir schon lange zu schaffen machen. Und – und das ist für mich eine besondere Freude und Hoffnung – ich habe die Hoffnung und Zuversicht, dass ich das mit eigenen Augen erleben werde, nicht nur in seltenen Einzelfällen, sondern in meinem direkten Umfeld, in meiner Familie, in meiner Gemeinde. Nicht in Afrika, Asien oder China, sondern in Schwelm, im Ennepe-Ruhr-Kreis, in NRW und in ganz Deutschland.
Veranstaltungstipp
Gestern bekamen wir eine Einladung zu einem Themenabend „vergeben und verzeihen“ des Gemeindezentrums Dabringhausen in Wermelskirchen. In dem Einladungstext heisst es:
Der Kollege, der über mich lästert, der Nachbar, der mich ausschimpft, mein Partner, der mich hintergeht. In unserem täglichen Leben gibt es unzählige Situationen, die tiefe Spuren hinterlassen, uns belasten und uns gewissermaßen binden.
Hier kann das Vergeben dem Menschen helfen, wieder nach vorne zu schauen. Dabei geht es nicht darum, dem anderen etwas Gutes zu tun, sondern es geht vor allem um uns selbst, um unsere eigene seelische Gesundheit. So werden wir befähigt, auch Menschen zu verzeihen, die gar nicht um Vergebung gebeten haben.
Vergeben und verzeihen sind also hochaktuelle Themen, die mich ganz persönlich betreffen, die in meinem Leben relevant sind. Manchmal denke ich bei „vergeben“ nur, dass ich jemanden einen Gefallen tue, wenn ich der Person, die an mir schuldig geworden ist, diese Schuld vergebe. Aber ist es nicht so, dass Unvergebenheit am meisten mich selbst bindet? Dass mich Unvergebenheit bitter werden lässt? Dass mich Unvergebenheit absolut lähmen kann?
Wer könnte das besser nachempfinden als Eltern, deren Kind auf eine schreckliche Art und Weise von ihnen getrennt wird, nämlich durch Mord? Der Fall Mirco (des vor drei Jahren ermordeten 10-jährigen Jungen aus Grefrath) ist den meisten Menschen in Deutschland noch in den Köpfen. Damals gab es die größte Mordermittlung in der Kriminalgeschichte von Deutschland und sie endete mit der schrecklichen Gewissheit, dass Mirco Opfer eines Gewaltverbrechens geworden ist.
Mircos Eltern haben sich entschlossen, dem Mörder ihres Sohnes zu vergeben. Das ist für mich Wahnsinn! Wie können Eltern so etwas schaffen? Ich bin überzeugt, das geht nur mit der übernatürlichen Kraft Gottes. Natürlich sind da extrem tiefe Verletzungen, Trauer und Verlust, aber … und das soll die Botschaft des Abends sein… es gibt einen Weg aus dieser Lähmung heraus.
Persönlich bin ich sehr gespannt auf diesen Abend. Ich kann jedem empfehlen, der irgendwie im Umkreis von Wermelskirchen wohnt, diese Veranstaltung zu besuchen und von den Eltern des ermordeten Jungen zu hören, wie sie dem Mörder Ihres Sohnes vergeben konnten und was diese Vergebung mit ihnen gemacht hat. Wer vorab ein Interview mit den Eltern lesen möchte, kann das z. B. hier tun. Sehen wir uns?
attraktives Christentum?
Gerade las ich einen kurzen Satz auf „MeetingJesus„. Dieser Satz lautet: „Was macht Deiner Meinung nach das Christentum attraktiv?“
Interessant, dass genau diese Frage mich schon so lange beschäftigt und dass sie mir heute wieder über den Weg läuft, nachdem ich mich in den letzten Tagen immer und immer wieder damit beschäftigt habe. Deswegen widme ich diesen BLOG-Eintrag auch dieser Frage…
Wenn wir als Christen in einer guten Beziehung mit Gott stehen, dann werden wir unweigerlich den Wunsch immer mehr verspüren, unsere Freunde, Bekannte, Verwandte, Arbeitskollegen und Schulfreunde auch mit Gott in Verbindung zu bringen. Aber was bedeutet in Bezug auf Gott eine gute Beziehung? Ich denke – wie auch in zwischenmenschlichen Beziehungen – ist es wichtig, die andere Person wirklich kennen zu lernen, mit ihr zu reden und vor Allem Zeit mit ihr zu verbringen. Wirklich kennenlernen kann ich eine Person nicht, wenn ich mir nur einmal in der Woche eine Stunde Zeit nehme um mir anzusehen, wie andere ihre Beziehung mit der Person leben. Sprich: Wenn ich Gott kennenlernen möchte reicht es nicht aus, einmal am Sonntag in die Kirche zu gehen und mir anzusehen, wie ein Pastor mit Gott lebt. Ich muss selbst die Initiative ergreifen, ich muss mich auf den Weg machen und ich muss Gott kennenlernen wollen. Gott drängt sich nicht auf, er überlässt es schon mir selbst, ob ich IHN kennenlernen möchte oder nicht. Und wenn ich mich auf den Weg mache und Gott kennenlernen will, dann wird er reagieren, dann wird er den Kontaktwunsch erwidern. Gott sagt: „Sucht mich und ihr werdet mich finden.“
Und wenn ich Gott gesucht und gefunden habe, dann wird das Auswirkungen auf mein Leben haben, dann möchte ich, dass meine Mitmenschen diesen genialen Gott ebenfalls kennenlernen, dass er meinen Freunden, meiner Familie, meinen Kollegen auch begegnet. Alles andere wäre doch unnormal bzw. ich bin jemand, der seinem Nächsten nichts Gutes wünscht.
Die Frage, die sich mir dann geradezu aufdrängt ist diese: Warum platzen unsere Kirchen nicht längst aus allen Nähten, warum scheint das Christentum bzw. Gott so unattraktiv, warum entscheiden sich nicht viel mehr Menschen für Gott? Ist Gott unattraktiv? Ist Gott langweilig? Oder hat es da eine Verschiebung von Werten gegeben mit der Auswirkung, dass unsere Kirchen immer leerer werden, dass Gottes Allmacht immer weniger vertraut wird, dass wir keine oder nur wenige Wunder erleben? Sind wir als seine Kinder vielleicht daran schuld?
Wer oder was macht das Christentum attraktiv? Sind es attraktive Programme, beeindruckende Kirchengebäude?Können Programme Menschen in Deutschland überwältigen und überzeugen, Christ zu werden? Eine Beziehung mit dem lebendigen Gott einzugehen? Können tolle Räume Gottes Größe zeigen, seine Herrlichkeit den Menschen näher bringen? Ich glaube, dass diese Werteverschiebung der Grund für die vielen Kirchenschließungen ist.
Was wäre, wenn Großzügigkeit, Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit, echte Liebe zueinander das ist, was Menschen von uns Christen wahrnehmen? Was wäre, wenn sie in unseren Kirchen wirklich Gott begegnen würden? Was wäre, wenn wieder Wunder geschähen, weil die Kraft des heiligen Geistes wirksam ist und nicht unterdrückt wird?
Ich glaube… und davon bin ich überzeugt… dann würde genau das geschehen, was nach dem Satz in Apostelgeschichte 5 steht: „Immer mehr Menschen fanden zum Glauben an den Herrn – Männer wie Frauen.“ (Apostelgeschichte 5, 14)
Ich finde es wert, über diesen Satz neu nachzudenken und zu handeln. Gott segne Euch als Leser dieses Blog-Eintrages und unser Land – zu seiner Ehre!
Danke an „MeetingJesus“ für den Impuls!
Ende der Sommerpause
Ich stelle gerade fest, dass mein letzter Eintrag echt lange her ist, aber die Auszeit war gut und wichtig…
Nach den stressigen Wochen durch die Überschwemmung und den darauf folgenden Renovierungsarbeiten, dem Umzug unserer lieben Tochter nach Düsseldorf war der Urlaub echt ein Geschenk Gottes, das wir dankbar angenommen haben. Wir durften ein super Zeit mit viel Erholung und Erfrischung auf der Insel Brac in Kroatien erleben.
Ich durfte diese Zeit auch nutzen, um viele Fragen, die uns derzeit beschäftigen, vor Gott auszubreiten und mit ihm zu besprechen. Dabei ist mir ein Lied sehr wichtig geworden und ich habe es mir immer wieder angehört. Es ist das Lied „Oceans“, das so einen guten Text hat:
Dieses wunderschöne Lied drückt das so gut aus, was wir im Moment spüren, dass Gott uns „auf das Wasser ruft“, heraus aus der Sicherheit und hinein in das Unbekannte. Immer deutlicher wird mir, dass ich genau da die Chance habe, Gott zu sehen, IHN und sein Wirken zu erleben. Ehrlich gesagt sind da auch immer wieder die Momente, wo ich die Wellen sehe, die mir Angst machen könnten. Aber ich möchte meine Augen fest auf Gott richten, der an unserer Seite ist, dessen Gnade, Versorgung und Liebe kein Ende hat.
Da durften wir in den letzten Wochen Entscheidungen treffen, die aus menschlicher Sicht schon nicht ohne waren, z. B. die Anmietung einer Praxis in Hagen-Haspe, in der wir nun Menschen begleiten dürfen. Da war die Entscheidung von Heike, besonders (jungen) Menschen mit Essstörungen weiterzuhelfen und sich auf ein größeres Projekt einzulassen. Auch da sind wir gespannt, wie Gott die Sache weiterführen wird und welche nächsten Schritte wir mit IHM gehen sollen.
Ein ähnlicher Schritt „auf das Wasser“ war vor 1,5 Jahren die Entscheidung, einen neuen Jugendgottesdienst MYP-Public zu starten. Wir haben damals viel von Gott erwartet, aber das, was daraus geworden ist, sprengt unsere Vorstellung komplett. Vorgestern durften wir mit unseren Freunden vom B.A.S.E.-Jugendgottesdienst in Köln einen ersten gemeinsamen Gottesdienst im E-Werk feiern. Ich stehe heute noch sehr unter dem Eindruck dieses Abends, wo Gott sich so deutlich offenbart und Menschen überzeugt hat, IHM nachzufolgen. Weit über 1000 meist jugendliche Besucher kamen ins E-Werk, um Gott in Einheit zu feiern, ihm die Ehre zu geben.
Wenn Du das verpasst haben solltest, dann kannst Du die Predigt hier noch einmal anhören:
Auch das Thema des Abends „Unity“ hat mir eins ganz klar gemacht: „Es ist wichtiger, Eins zu sein als Recht zu haben“. Dieses Zitat von Freimut Haverkamp (Pastor der Hillsong-Church Germany), der an diesem Abend predigte, wird hoffentlich bei mir und allen Besuchern hängen bleiben und Einfluss auf unser Leben, auf unsere Familien und Gemeinden haben. Freimut hat es so gut verdeutlicht, wie wichtig Jesus diese Bitte um Einheit war. Ich für meinen Teil möchte aktiv daran mitarbeiten, diese Einheit zu leben.
Sehr gespannt sind wir, welche Antworten Gott uns auf einige weitere Fragen geben wird, die wir haben. Sicher glaube ich, dass Gott uns gerne auf das Wasser ruft, hinein in das Unbekannte, wo wir IHN finden können. Darauf freue ich mich.
Volljährigkeit
Ab heute ist unser viertes von fünf Kindern erwachsen. Auf der einen Seite ist das toll mitzuerleben, wie aus Babys Kindern, aus Kindern Teens und aus Teens junge Erwachsene werden, auf der anderen Seite zeigt mir das auch, dass ich selbst älter werde, was ich im Übrigen aber auch nicht schlimm finde 😉
An Tagen wie heute denke ich zurück an die 18 Jahre, die nun vergangen sind. Ich denke zurück an die Geburt nachts bei 28 Grad im Kreissahl, ich denke zurück an eine Vater-Sohn-Tour für eine Nacht nach Paris oder eine riesen Wanderung mit Frühstück auf einem Hochsitz und der Beobachtung eines Dachses, oder die Tagestour mit einem Fischerboot auf dem Atlantik…ich denke an Situationen und Erlebnisse, die ich mit Robert hatte und denke darüber nach, was gut war und was nicht gut war. Wie war ich für ihn als Vater? Welches Bild eines Vaters habe ich meinem Sohn mit auf seinen Lebensweg gegeben? Beim Nachdenken darüber fallen mir Situationen ein, in denen ich ihm sicher kein gutes Vorbild war. Wie oft war ich berufsbedingt weg von zu Hause? Wie oft war ich vielleicht physisch anwesend, habe aber nicht richtig zugehört, wenn mein Sohn mir etwas erzählt hat? Wie ernsthaft war meine Vergebung, wenn mein Sohn mal Mist gebaut hat? Konnte mein Sohn mit mir über ALLES sprechen oder gab es Dinge, über die man nicht sprach? Alle diese Fragen gehen mir durch den Kopf und ich weiss, dass mein Verhalten als leiblicher Vater auch enorme Auswirkungen hat auf das Vaterbild, dass mein Sohn von Gott dem Vater hat. Viele der oben genannten Punkte sind mir auch erst in den letzten Jahren bewusst geworden und sehe sie kritisch, was meine Umsetzung betrifft. Gerne würde ich sie ändern, was aber nicht möglich ist. So würde ich zum Beispiel gerne viel öfter präsent gewesen sein, was ich oft aber nicht war. So würde ich gerne in mancher Situation gnädiger gewesen sein und so manches Wort würde ich auch gerne nicht gesprochen haben…
Wie gut ist es zu wissen, dass unser Vater im Himmel anders ist, als der beste Vater auf der Welt es sein kann. Für mich ist es gut zu wissen, dass Gott Vater mir meine Schwachheiten vergeben hat und dass ER meine Schwachheiten bei meinen Kindern in Stärke verwandeln kann. Ich danke Gott auch, dass ER für unsere Kinder ein perfekter Vater ist und dass alle Kinder mit IHM leben möchten. Das ist ein echtes Gottesgeschenk für uns Eltern. Dankbar bin ich auch, dass uns unsere Kinder so manche Dinge vergeben haben, die wirklich nicht gut waren.
Auch bei Robert bin ich – wie bei den anderen Kindern auch – sehr gespannt, was Gott mit ihm vorhat und welchen Weg er einschlagen bzw. weitergehen wird. Ich freue mich jedenfalls sehr, dass er große Träume hat, dass er nicht klein denkt, sondern groß und dass er seinem Vater im Himmel alles zutraut. Gott segne Dich, Robert!
No Risk, no Fun …und eine Taufe im Rhein
Gestern war ein ganz besonderer Tag. Morgens konnten wir den Gottesdienst der Hillsong-Church Düsseldorf besuchen. Alex Landmann predigte zum Thema „no risk, no fun – more risk, more fun“ und es war eine sehr gute Botschaft, die Gott für uns hatte. Alex wählte die Geschichte von Jesus und Petrus, als Jesus auf dem Wasser zum Boot der Jünger kam (die in Seenot waren) und zu Petrus sagte, er solle auf dem Wasser zu ihm kommen. Petrus ging das Risiko ein etwas zu wagen, was aus menschlicher Sicht dumm war: Bei hohem Wellengang aus dem Boot zu steigen und auf dem Wasser zu gehen. Was Petrus aber erlebte war, dass wenn Jesus in das Abenteuer ruft, er auch dem Ruf vertrauen kann. Dann malte Alex in seiner Predigt dieselbe Situation noch einmal aus, nur eine Woche später. Petrus fuhr über den See Genezareth und denkt an das Erlebnis von vor einer Woche zurück. Er denkt sich, dass er das Abenteuer noch einmal erleben möchte, schließlich hatte es ja einige Tage vorher auch funktioniert. Was dann sicher passiert ist die Folge einer dummen Entscheidung.
Aber was unterscheidet die beiden Situationen? Einzig der Ruf Jesus in der ersten Begebenheit, wie sie auch in der Bibel steht. Eine Woche später in der ausgemalten Situation fehlt der Ruf Jesus. Bezogen auf mich heute bedeutet das, dass ich genau hören sollte, ob Jesus mich beruft etwas zu tun. Dann, aber auch nur dann, sollte ich Schritte im Glauben wagen, auch wenn sie für andere vielleicht dumm aussehen. Ich werde dann aber erleben, dass das Wasser mich trägt und Gott wird zu seinem Ruf stehen.

Alex gab auch noch eine Entscheidungshilfe, wie wir erkennen können, ob es Gottes Ruf oder vielleicht nur mein eigener Wille oder Wunsch war. Wenn ich die folgenden drei Fragen mit JA beantworten kann, sollte ich mich aufs Wasser wagen und Glaubensschritte tun:
- Bringt mich der Schritt meiner Berufung näher?
- Bin ich mir sicher, dass sich mein Leben vergrößert und ich durch den Schritt mehr zum Segen für Andere werde?
- Was sagen meine engsten Gottesfreunde / mein Ehepartner / Leiter / Älteste (also Personen, mit denen ich im Gebet vor Gott stehe) zu dem geplanten Schritt? Können sie auch ein JA dazu finden?
Ich bin Gott dankbar für diese Predigt. Ich freue mich auf die nächsten Schritte, die Gott in meinem Leben mit mir und mit uns vorhat.
Direkt danach waren wir in Neuss-Uedesheim am Rhein und durften dort zwei wunderbare Menschen taufen. Für mich ist es eine Ehre dabei zu sein und zu erleben, wie Menschen sich ganz bewusst für ein Leben mit Jesus entscheiden und sich öffentlich zu Jesus bekennen.
Gestern war wieder so ein Tag und und zwei Menschen haben „JA“ zu Jesus, „JA“ zu einem Leben mit Gott gesagt. Dabei waren ca. 25-30 meist junge Leute, die das am Rheinufer gefeiert haben, die Gott mit Liedern die Ehre gegeben haben. Ein älteres Ehepaar hat sich die Taufe bewusst mit angesehen und haben die Worte
der kurzen Predigt gehört. Auch andere Fahrradfahrer, Spaziergänger und Badegäste konnten die Taufe verfolgen. Ich bete, dass sie sich von Gott und von den Strahlen der beiden Menschen, die sich haben taufen lassen, anstecken lassen und Gott weiter suchen. Beide Täuflinge konnten gar nicht aufhören zu strahlen, so glücklich waren sie. Gott segne beide Täuflinge!
Bei der Taufe haben wir zusammen dieses Lied gesungen:
Christ is my reward
And all of my devotion
Now there’s nothing in this world
That could ever satisfy
Through every trial
My soul will sing
No turning back
I’ve been set free
Christ is enough for me
Christ is enough for me
Everything I need is in You
Everything I need
Christ my all in all
The joy of my salva
tion
And this hope will never fail
Heaven is our home
Through every storm
My soul will sing
Jesus is here
To God be the glory
I have decided to follow Jesus
No turning back
No turning back
The cross before me
The world behind me
No turning back
No turning back
Mein Wunsch oder Gottes Wille?
Manchmal stellt man sich die Frage: „Welchen Auftrag hat Gott für mein Leben?“ Man sucht nach Gottes Antwort, man wünscht sich am liebsten die hörbare Stimme Gottes aus dem Himmel oder zumindest einen Brief von Gott. Vielleicht hoffst Du darauf, die Bibel aufzuschlagen und genau dort, wo Du sie aufgeschlagen hast, die Antwort auf Deine Frage zu bekommen. Vielleicht legst Du wie damals in der Bibel bei Gideon ein Vlies aus und hoffst, so die Antwort auf Deine Frage zu bekommen. Aber was ist, wenn genau diese Dinge keine Antwort geben?
Ich glaube, dass Gott durch alle oben genannten Punkte antworten kann, oft tut er es aber nicht so eindeutig. Dann geht es darum, trotzdem eine Antwort zu finden und nicht ein Leben lang nach einer Antwort zu suchen und das Leben selbst dabei zu verpassen. Was sind weitere Mittel, mit denen Gott uns Antworten auf unsere Fragen geben möchte? Eine Möglichkeit sind meine tiefen Wünsche, meine Träume, meine Visionen. Warum habe ich Wünsche, Träume und Visionen? Wer hat diese in mein Herz gelegt? Dienen diese Wünsche ausschließlich mir oder haben andere Menschen auch etwas davon? Dienen meine Wünsche dem neuen Gebot Gottes, Gott mit ganzem Herzen, ganzem Verstand und aller Kraft zu lieben und meine Mitmenschen wie mich selbst? Manchmal stehen wir uns selbst im Weg und wir wünschen uns eine zweite oder dritte Bestätigung für das, was Gott eigentlich in uns hineingelegt und tief in unserem Herzen verankert hat. Dann kann es wirklich passieren, dass wir das gute Leben, das Gott für uns vorgesehen hat, verschlafen und verpassen und uns stattdessen immer weiter mit der Frage beschäftigen „Was hat Gott mit meinem Leben vor“ und uns dabei immer mehr im Kreis drehen …
Vielleicht helfen Dir folgende Fragen bei der Beantwortung Deiner Fragen:
- Was ist Deine Leidenschaft?
- Woran denkst Du oft, wenn Du zur Ruhe kommst oder wenn Du nachts wach wirst?
- Wann schlägt Dein Herz schneller, in welchen Situationen spürst Du, dass da mehr ist als ein oberflächliches „das macht mir Spaß“
- Steht meiner Leidenschaft etwas entgegen, was in der Bibel steht?
- Bin ich ruhig darüber das zu tun, was ich gut kann und wofür mein Herz schlägt oder bin ich darüber eher unruhig?
Ich glaube, wenn ich diese Fragen beantwortet habe, dann sollte ich anfangen und nicht länger warten. Wenn dann noch erlebbar wird, dass Gottes Segen auf dem liegt, was ich tue, dann ist das letztlich auch die beste Bestätigung.
Manchmal benutzen wir Gott einfach als Wunschmaschine oder als Fragenbeantworter. Gott möchte in unserem Leben aber mehr sein als eine Wunschmaschine oder ein Fragenbeantworter. ER möchte unser Freund sein, ER liebt es, in einer Beziehung zu uns zu leben. Meine Frau weiss zum Beispiel schon oft, bevor ich einen Wunsch äußere, was mein Wunsch ist. Warum weiss sie das? Weil sie mich sehr gut kennt, weil wir Beziehung leben. Ich bin überzeugt, dass wir auch wissen, was Gott möchte, wenn wir mit IHM in einer tiefen Beziehung leben, wenn wir Zeit zusammen verbringen, wenn wir uns austauschen. Dann brauchen wir auch keine hörbare Stimme Gottes oder ein Vlies mehr.
Ich bin so froh darüber, dass z. B. unsere älteste Tochter ihrem Wunsch bzw. Traum nachgegangen ist und alles daran gesetzt hat, ihren Traum zu leben. Ab heute hat sie angefangen, diesen Traum konkret umzusetzen und hat ihre Ausbildung als Krankenschwester bei der Kaiserswerther Diakonie begonnen. Sie hatte den Wunsch, Menschen zu helfen, sich für sie einzusetzen, sie ist ihrer Leidenschaft nachgegangen. Sie hätte auch noch konkreter fragen können „soll ich normale Krankenschwester oder Kinderkrankenschwester werden?“ oder „soll ich in Krankenhaus X oder Y anfangen“ oder viele weitere mögliche Fragen. Wenn sie das getan hätte, würde sie bestimmt heute noch nicht mit ihrer Ausbildung starten.
Ein anderes Beispiel ist meine liebe Frau. Sie hatte die Vision, Menschen seelsorgerlich zu dienen, mit ihnen zu arbeiten. Sie möchte Menschen helfen, die schlimme Dinge in ihrer Vergangenheit erlebt haben. Sie möchte unterstützen, dass diese Menschen wieder ein normales, befreites, geheiltes Leben leben können. Mit dieser Leidenschaft für diese Sache hat sie sogar mich mit angesteckt, so dass wir als Paar nun auch gemeinsam in dieser Arbeit stehen dürfen. Aktuell stehen weitere große Dinge an, die viele Fragen aufwerfen. Da geht es dann auch um Verbindlichkeiten, um finanzielle Dinge, die Mut erfordern, den nächsten Schritt im Glauben zu gehen. Wir spüren aber die Leidenschaft für diese Dinge und möchten deswegen weitergehen. Ein Projekt von zweien ist derzeit im Aufbau. Das zweite Projekt ist noch nicht spruchreif, aber es ist spannend zu sehen, wie Gott die Fäden zusammenbringt.
Was mich bei alledem ruhig macht ist die Tatsache, dass wir bei Gott auch Fehler machen dürfen. Wir sind nicht perfekt und wir werden es als Menschen auch nie sein. Und genau deswegen, hat Jesus sich für uns entschieden, hat „JA“ zu uns gesagt, hat uns sogar erkauft mit seinem Blut, obwohl wir ihm ja längst gehören. Gut, dass Jesus nicht immer weiter nachgefragt hat „soll ich das oder soll ich das nicht“ oder „soll ich so oder soll ich so sterben“. Gut, dass ER seiner Leidenschaft nachgegangen ist, seiner Leidenschaft für Menschen. Gut, dass er nicht gewartet hat!
Meine Frage an Dich ist diese: Was ist besser: zu warten bis Deine Frage beantwortet und bestätigt ist oder anzufangen im Vertrauen auf Gottes Gegenwart und Hilfe und im Bewusstsein, auch Fehler machen zu dürfen?
Ich habe mich entschieden!




